Wo kommt die Wärme her? Einfach erklärt für Kinder
Wie kommt die Wärme in die Heizung und wie kommt das warme Wasser in die Dusche? Gerade an kalten Wintertagen merken wir, wie wichtig Heizenergie für unseren Alltag ist. Sie sorgt dafür, dass unsere Wohnräume angenehm warm bleiben und wir nicht frieren müssen.
Warum brauchen wir Wärme?
Stell dir vor, es ist Winter. Draußen liegt Schnee, deine Finger sind kalt und du kommst nach Hause in eine warme Wohnung. Das fühlt sich richtig gut an! Damit unsere Wohnräume auch an kalten Tagen angenehm warm bleiben, brauchen wir Heizenergie.
Wärme begleitet uns jeden Tag – nicht nur beim Heizen an kalten Tagen, sondern auch beim Duschen mit warmem Wasser. Damit wir es warm haben, wird Energie in Wärme umgewandelt.
Doch woher kommt diese Wärme eigentlich?
Welche Heizquellen gibt es?
Damit Wohnungen und Häuser warm werden, brauchen wir eine Heizquelle. Sie liefert die Energie, mit der Wasser erwärmt und Räume geheizt werden.
Früher wurden viele Häuser mit Kohle, Heizöl oder Erdgas beheizt. Dabei entstehen Treibhausgase, die das Klima belasten. Heute gibt es immer mehr klimafreundliche Möglichkeiten, Wärme zu erzeugen.
Eine Wärmepumpe sammelt Wärme aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser und bringt sie ins Haus. Auch wenn es draußen kalt ist, steckt in der Natur noch Wärmeenergie. Die Wärmepumpe nimmt diese Wärme auf und bringt sie auf eine Temperatur, mit der ein Haus beheizt werden kann.
Dafür braucht die Wärmepumpe Strom. Sie ist aber eine wahre Energieheldin: Mit einem Teil Strom kann sie drei bis vier Teile Wärme erzeugen!
Holz wächst in unseren Wäldern nach. Zum Heizen werden zum Beispiel Scheitholz, Pellets oder Hackschnitzel verwendet. Beim Verbrennen entsteht Wärme, mit der Häuser und Wohnungen beheizt werden können. Wichtig ist, dass nur so viel Holz genutzt wird, wie auch wieder nachwachsen kann.
Die Sonne liefert nicht nur Licht, sondern auch Wärme. Auf manchen Hausdächern befinden sich Sonnenkollektoren. Sie fangen die Sonnenstrahlen ein und nutzen deren Energie, um Wasser zu erwärmen. So kann die Kraft der Sonne beim Duschen oder Heizen helfen.
Probiere es aus: Lege an einem sonnigen Tag zwei gleich große Steine nach draußen: einen in die Sonne und einen in den Schatten.Fasse beide nach einiger Zeit vorsichtig an. Welcher Stein fühlt sich wärmer an? So kannst du spüren, wie viel Wärmeenergie von der Sonne kommt.
Bei manchen Häusern wird die Wärme nicht direkt im Gebäude erzeugt. Sie kommt über Leitungen von einer großen Heizanlage. Das nennt man Fernwärme. Ähnlich wie Strom über Leitungen transportiert wird, wird Wärme mithilfe von heißem Wasser über ein Leitungsnetz zu vielen Gebäuden transportiert. Dort wird sie zum Heizen und zum Erwärmen von Wasser genutzt.
Manche Heizungen verwenden noch Erdgas, Heizöl oder Kohle. Diese Energiequellen sind nicht erneuerbar. Das bedeutet, dass ihre Vorräte aufgebraucht werden können. Außerdem entstehen bei ihrer Verbrennung Treibhausgase, die unsere Erde erhitzen und das Klima belasten. Deshalb werden immer mehr Häuser auf klimafreundliche Heizungen umgestellt.
Schon gewusst? In vielen Haushalten wird mehr Energie fürs Heizen benötigt als für alle elektrischen Geräte zusammen. Deshalb kann es einen großen Unterschied machen, beim Heizen sparsam mit Energie umzugehen.
Was kannst du selbst tun?
Clever mit Wärme umgehen
- Zieh im Winter lieber einen Pullover an, anstatt die Heizung höher zu stellen. Oft reicht es schon, die Heizung ein wenig zurückzudrehen, um deutlich Energie zu sparen. Denn wenn du deine Heizung um 2 Grad reduzierst, zum Beispiel von Stufe 3,5 auf Stufe 3, sparst du 12 Prozent Energie.
- Schließe Fenster und Türen, wenn geheizt wird.
- Schalte beim Lüften die Heizung herunter.
- Achte darauf, dass Fenster nicht dauerhaft gekippt bleiben. Dadurch geht viel Wärme verloren.
- Achte darauf, dass Heizkörper frei bleiben und keine Möbel davorstehen, damit sich die warme Luft gut im Raum verteilen kann.
Warmwasser sparen
- Dusche möglichst kurz und vermeide Vollbäder. Ein Vollbad benötigt deutlich mehr Energie als eine kurze Dusche.
- Drehe beim Einseifen das Wasser ab.
- Verwende beim Händewaschen und Zähneputzen möglichst kaltes Wasser.
Wärme-Detektiv zu Hause: Gemeinsam mit deiner Familie
- Fühlt nach, ob es bei Fenstern oder Türen zieht. An undichten Stellen kann Wärme verloren gehen. Daher sollten sie abgedichtet werden.
- Überlegt gemeinsam, wie ihr es euch zu Hause gemütlich warm machen und trotzdem Energie sparen könnt.