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September: Wasser sparen, Ressourcen schonen, Kosten reduzieren

Wasser ist eine wertvolle Ressource, mit der wir bewusst umgehen sollten. Erfahren Sie, wie Sie mit einfachen Wasserspartipps im Alltag Ihren Wasserverbrauch reduzieren können – beim Duschen, Waschen, Kochen, auf der Toilette und im Garten.

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Land der Berge, Land der Flüsse – und des Wassers? Lange konnten wir uns in Österreich darauf verlassen, dass ausreichend Niederschlag unsere Flüsse, Seen und Grundwasservorkommen versorgt. Wasser schien selbstverständlich und jederzeit verfügbar. Doch auch bei uns wird immer deutlicher: Wasser ist keine endlose Ressource. Gerade die vergangenen Monate haben gezeigt, wie schnell sich die Situation verändern kann. Die vergangenen zwölf Monate waren die trockensten seit Beginn der Messgeschichte. Besonders im Osten Österreichs besteht bereits seit Februar ein anhaltendes Niederschlagsdefizit, vielerorts fiel nur etwa halb so viel Niederschlag wie üblich. Gleichzeitig führen steigende Temperaturen dazu, dass mehr Wasser verdunstet. Umso wichtiger ist es, sorgsam mit unserem Wasser umzugehen und auch im Alltag bewusst darauf zu achten, wo wir Wasser sparen können.

Es spielt keine Rolle, ob Sie in einer Wohnung oder einem Einfamilienhaus leben, es gibt immer Möglichkeiten, mit dem Wasser sorgsam umzugehen. Bevor Sie jedoch Maßnahmen ergreifen, zeigt Ihnen die folgende Grafik zunächst, wo Ihre größten Einsparpotenziale liegen.

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Die Zahlen zeigen deutlich, dass wir mit Abstand am meisten Wasser für die Hygiene und die Toilettenspülung verbrauchen. Zusammengerechnet sind dies fast 65 %. Ein Großteil davon ist Warmwasser. Wenn Sie also Wasser sparen, können Sie auch beachtliche Mengen Energie einsparen und Ihre monatlichen Kosten deutlich reduzieren.

Kleine Anschaffungen – Große Wirkung: So sparen Sie dauerhaft Wasser

Egal, ob Sparduschkopf oder Durchlaufbegrenzer: Mit dieser kleinen Anschaffung können Sie eine erhebliche Menge Wasser sparen, ohne es beim Duschen oder Händewaschen zu merken. Beide Geräte reduzieren die maximale Durchflussmenge des Wassers, indem sie unauffällig Luft in den Wasserstrahl mischen.

Mit einem Sparduschkopf können Sie rund 50 % Wasser im Vergleich zu einem herkömmlichen Duschkopf einsparen:

  • Wellness Regenduschköpfe: 18 Liter pro Minute und mehr

  • Herkömmliche Durchflussmenge: 10-15 Liter pro Minute

  • Sparduschkopf (mit Luftzufuhr): 5-7 Liter pro Minute

Einen Sparduschkopf können Sie ganz einfach selbst installieren. Auch Perlstrahler beziehungsweise Strahlregler für Waschbecken finden Sie im Baummarkt in unterschiedlichen Ausführungen, etwa als einfache Mischdüse, mit einem Kugelgelenk oder Zwischenschlauch oder sogar mit einem Umschalter, der verschiedene Durchflussmengen ermöglicht.

Tropfende Hähne, undichte Duschschläuche oder laufende Spülkästen können in jedem Haushalt einmal vorkommen. Hierbei kommt es unnötigerweise jedoch zu erheblichen Wasserverlusten. Kümmern Sie sich daher umgehend um die Lecks. Viele Schäden können Sie auch selbst beheben, denn oft sind es nur verkalkte Dichtungen oder verschlissene Bauteile, die sich mit wenigen Handgriffen reparieren lassen. Beim Wasserhahn hilft meist der Austausch der Dichtung, bei Einhebelmischern der Austausch der Kartusche. Auch ein poröser oder undichter Duschschlauch kann schnell ersetzt werden. Ist der Duschkopf verkalkt, hilft oft ein Essigbad oder ein Entkalker. Wenn der Spülkasten rinnt, liegt das meistens am Füllventil oder an alten, porösen Dichtungen.

Gut zu wissen: Wenn etwas tropft oder undicht ist, wird sehr schnell Wasser verschwendet. Eine leicht rinnende WC-Spülung verbraucht rund 700 Liter Wasser pro Tag, ein leicht tropfender Wasserhahn circa 36 Liter.

Der eigene Garten kann enorm viel Wasser benötigen. Vor allem, wenn man stets auf einen grünen Rasen und Sträucher Wert legt, können schnell 20-30 Liter pro Quadratmeter und Tag verwendet werden. Hier stellt sich natürlich die Frage, was wirklich nötig ist und wo das Wasser womöglich besser eingesetzt werden könnte.

Um den Wasserverbrauch im Garten zu reduzieren, lohnt es sich, Regenwasser zu sammeln. Es kann problemlos zum Gießen von Pflanzen verwendet werden und schont gleichzeitig die Trinkwasserressourcen. Eine Regentonne oder Zisterne ist eine einfache Maßnahme, um Regenwasser zu sammeln.

Gut zu wissen: Anstatt immer wieder kleine Mengen zu gießen, ist es nachhaltiger, seltener, aber dafür gründlich zu wässern. So wird der Boden tief durchfeuchtet und die Pflanzenwurzeln kommen besser und effizienter an das benötigte Wasser. Gießen Sie ausschließlich morgens und abends, damit das wertvolle Wasser durch die Sonne nicht sofort verdunstet.

Wussten Sie, dass eine einzige Spülung bis zu 14 Liter Wasser verbraucht? Wer hier auf einen modernen Spülkasten setzt, kann wahre Wunder bewirken. Diese verbrauchen nämlich meist nur halb so viel Wasser. Hochgerechnet auf das Jahr sind das richtig viele Liter! Eine zusätzliche Stopp-Taste oder eine 2-Mengen-Spülung (kleine und große Spülung) kann den Wasserbedarf weiter optimieren. So können Sie die benötigte Wassermenge gezielt reduzieren. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass weiterhin eine ausreichende Spülwirkung gewährleistet ist. Bei älteren WC-Becken kann eine zu geringe Wassermenge zu Geruchsbelästigungen oder Ablagerungen führen. Lassen Sie sich im Zweifel daher von einem Installationsbetrieb beraten.

Nach der Heizenergie ist Warmwasser der größte Posten Ihrer Energiekosten zu Hause. Mit der richtigen Aufbereitung lässt sich hier vor allem wertvolle Energie sparen. Wir zeigen Ihnen, welche Systeme es gibt, worauf Sie bei der Wahl achten sollten und welche Lösung zu Ihrem Haushalt passt.

Warmwassersysteme

Gut zu wissen: Je höher die Temperatureinstellung des Warmwasserspeichers ist, desto höher sind die Wärmeverluste durch Abstrahlung. Eine höhere Temperatur verursacht zudem mehr Kalkbildung und Ablagerungen an der Innenseite und den Rohren. Ideal ist eine Temperatureinstellung von 60 °C. Eine zu niedrig eingestellte Temperatur kann jedoch zu Legionellen führen. 

Oft ist der Wasserdruck im Gebäude zu hoch eingestellt. Das hat zur Folge, dass weit mehr Wasser durch die Wasserhähne fließt als erforderlich. Idealerweise liegt der Druck zwischen 2,5 und 3,5 bar. Ihr Installateur bzw. Ihre Installateurin kann den Druck leicht einstellen.

Wasser sparen im Alltag mit einfachen Anwendungstipps

Wasser sparen beim Duschen

Neben dem Sparduschkopf können Sie auch Wasser sparen, indem Sie statt zu baden einfach duschen. Für eine volle Badewanne werden in Österreich durchschnittlich 90 bis 200 Liter Warmwasser verbraucht, für eine fünfminütige Dusche hingegen nur 50 bis 75 Liter (bei einer üblichen Durchflussmenge von 10 bis 15 Litern pro Minute). Ein Bad verbraucht somit gut doppelt so viel Wasser wie eine Dusche. Bei einem angenommenen durchschnittlichen Tagesverbrauch von 120 Litern Wasser kann man mit einem einzigen Bad diesen Verbrauch um ein Vielfaches überschreiten. 

Manchmal ist es unter der Dusche einfach zu schön und man bleibt länger als nötig unter dem Wasserstrahl stehen. Wenn Sie Ihre Duschzeit um nur eine Minute kürzen, können Sie bei einer durchschnittlichen Duschzeit von 5 Minuten bereits 20 % des Energieverbrauchs und auch einiges an Wasser einsparen. Mit einem Sparduschkopf haben Sie ein mindestens genauso tolles Duscherlebnis und vor allem auch ein besseres Gewissen.

Wasser sparen beim Wäschewaschen und Geschirrspülen

Ihre Alltagshelfer - die Waschmaschine und der Geschirrspüler - machen rund 20 % des gesamten Wasserverbrauchs aus. So sparen Sie am einfachsten Wasser:

  • Richtige Beladung: Nutzen Sie die Füllmenge Ihrer Waschmaschine aus. Sie nur halb zu beladen, bedeutet nicht die Hälfte an Energie bzw. Wasser zu verbrauchen.

  • Waschprogramm und Temperatur: Je länger das gewählte Waschprogramm dauert, desto geringer ist oftmals der Stromverbrauch. Eco- bzw. Energiespar-Programme kommen mit nur halb so viel Wasser wie Standardprogramme aus und heizen das Wasser weniger hoch auf, dafür haben sie eine längere Laufzeit. Keine Angst bezüglich Sauberkeit: moderne Waschmittel entfalten ihre Wirkung auch bei niedrigen Temperaturen. Waschen Sie, je nach Verschmutzung, mit möglichst niedriger Temperatur. Für normal verschmutzte Buntwäsche genügen 30 Grad, für Weißwäsche 40 Grad. Das 40-Grad-Programm spart im Vergleich zum 60-Grad-Programm rund 45 Prozent Energie.

Stromsparen Waschen und Trocknen

Stromsparen Geschirr spülen

Wasser sparen durch regelmäßiges Putzen 

Wie heißt es doch so schön: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Reinigen Sie deshalb regelmäßig Ihren Duschkopf, den Schlauch und die Wasserhähne. Das geht besonders leicht, wenn Sie den gesamten Duschkopf abschrauben und ihn für ein paar Stunden in eine Mischung aus Essig und Wasser legen. Spülen Sie ihn anschließend ab und montieren Sie ihn wieder – das wirkt wahre Wunder!

WC-Spartaste nutzen und Wasser bei jeder Spülung sparen

Nutzen Sie bei der Toilettenspülung möglichst die kleine Taste. Damit können Sie je nach Spülkasten bis zu acht Liter Wasser pro Spülung sparen. So wird nur so viel Wasser verwendet, wie tatsächlich nötig ist, und über den Tag hinweg kommt eine beachtliche Menge zusammen.

Wasser sparen im Alltag: Kleine Schritte, große Wirkung

Wasser ist für uns selbstverständlich, und gerade deshalb lohnt es sich, bewusster damit umzugehen. Schon kleine Veränderungen im Alltag können dabei helfen, wertvolles Trinkwasser zu sparen: beim Duschen, Waschen, Kochen, auf der Toilette oder im Garten. Dabei müssen Sie nicht auf Komfort verzichten. Oft reicht es schon, Wasser gezielter und effizienter zu nutzen. So schonen Sie nicht nur diese wertvolle Ressource, sondern sparen gleichzeitig Energie und Kosten. Denn jeder Tropfen zählt, und viele kleine Einsparungen können gemeinsam einen großen Unterschied machen.

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Ein Mann mit Duschhaube steht in der Dusche und singt emotional in den Duschkopf. © iStock.com/VladOrlov

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Hilfreiche Tipps, wie Sie mit einfachen Mitteln Ihren Wasserverbrauch senken können
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Wohlfühlen ohne Stromverschwendung
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Geschirrspülen

Geschirrspüler richtig nutzen und Kosten senken
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Waschen und trocknen

Waschmaschine und Trockner sind Stromfresser - das muss nicht so bleiben!