Sicherheit im Klimawandel
So werden unsere Häuser und unsere Gesundheit widerstandsfähiger
Sicherheit bekommt im Klimawandel eine neue Bedeutung. Extreme Hitze, Starkregen oder steigende Energiekosten zeigen, wie eng Klimaschutz, Vorsorge und Lebensqualität miteinander verbunden sind. Lesen Sie hier, warum Klimawandelanpassung immer mehr zur Frage der persönlichen Sicherheit wird und wie Sie mit den richtigen Maßnahmen Ihr Zuhause und Ihre Gesundheit schützen können.
Das erwartet Sie
Zunehmende Extremwetter
Österreich erwärmt sich mehr als doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt.
Gesundheitsrisiken
Starke Hitze, längere Pollensaisonen, mehr Zecken und neue Krankheitserreger beeinträchtigen das Wohlbefinden.
Klimafitte Gebäude
Beschattung, Begrünung, Regenwassermanagement und Hochwasserschutz stärken die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimafolgen.
Frühzeitige Vorsorge
Wer Risiken kennt und rechtzeitig handelt, schützt Gesundheit, Eigentum und Lebensqualität und kann Kosten vermeiden.
Sicherheit beginnt mit der Erkenntnis, dass wir dem Klimawandel nicht schutzlos ausgeliefert sind. Seine Auswirkungen sind längst im Alltag angekommen – in Kellern, auf Straßen und in überhitzten Wohnräumen. So real die Risiken sind, so real sind auch die Möglichkeiten, ihnen zu begegnen. Klimaschutz und Klimawandelanpassung sind keine Kapitulation vor einer Bedrohung, sondern Ausdruck von Handlungsfähigkeit und Vorsorge. Wer vorsorgt, gewinnt Kontrolle zurück: über das eigene Zuhause, die eigene Gesundheit und den eigenen Alltag.
Schärfen Sie Ihren Blick für die Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Viele Maßnahmen für Klimaschutz und Klimawandelanpassung bringen einen doppelten Nutzen: Sie nützen dem Klima und erhöhen gleichzeitig die persönliche Sicherheit. Eine bessere Gebäudedämmung schützt im Winter vor Kälte und im Sommer vor Überhitzung, ein entsiegelter Garten reduziert das Risiko überfluteter Keller und Wohnräume, und erneuerbare Energien machen unabhängiger von stark schwankenden Energiepreisen und Versorgungsengpässen. Sicherheit ist damit oft ein unmittelbarer Zusatznutzen von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen. Nicht alle Lösungen liegen in der eigenen Hand. Viele wirksame Maßnahmen jedoch schon.
Österreich spürt die Folgen des Klimawandels bereits heute
Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst Realität. Hochwasserereignisse haben in den vergangenen Jahrzehnten Österreich und andere Regionen Mitteleuropas schwer getroffen. Besonders deutlich zeigte sich dies beim Hochwasser im September 2024, das Menschenleben forderte und Schäden in Milliardenhöhe verursachte.
Solche Ereignisse sind keine statistischen Ausreißer, sondern Vorboten einer neuen Normalität. Mit steigenden Temperaturen nimmt auch das Potenzial für Starkregen zu, weil wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann – pro Grad Celsius rund sieben Prozent. Österreich ist davon besonders betroffen: Seit 1900 hat sich das Land um 3,1 Grad Celsius erwärmt und damit mehr als doppelt so stark wie der globale Durchschnitt. Hitzewellen, Starkregen, Hagel, Hochwasser, Muren und Stürme treten dadurch häufiger und intensiver auf.
Der Umgang mit diesen neuen Rahmenbedingungen ist eine Frage der persönlichen Sicherheit, denn die Auswirkungen betreffen Gebäude, Infrastruktur und Gesundheit gleichermaßen. Maßnahmen für Klimaschutz und Klimawandelanpassung sind daher nicht nur ökologische Notwendigkeiten, sondern auch Investitionen in die eigene Sicherheit und Lebensqualität. Auch finanziell kann sich Vorsorge auszahlen: Studien der Weltbank und der Europäischen Kommission zeigen, dass durch präventive Maßnahmen hohe Schadenskosten vermieden werden können.
Ihr Zuhause sicherer gegen Hitze, Starkregen und Co. machen
Wohngebäude haben in unseren Breitengraden eine Nutzungsdauer von 60 bis 100 Jahren. Wenn Sie heute bauen oder sanieren, gestalten Sie damit auch die Sicherheit und Wohnqualität der kommenden Jahrzehnte. Hitzewellen, Starkregen, Hagel und Sturm werden künftig häufiger und intensiver auftreten. Umso sinnvoller ist es, Ihr Zuhause frühzeitig auf diese Herausforderungen vorzubereiten.
Vor sommerlicher Hitze schützen
Die wirksamste Strategie gegen Überhitzung ist oft, Hitze gar nicht erst ins Gebäude zu lassen. Dabei helfen bereits einfache Maßnahmen: Sonnenschutz und begrünte Fassaden halten die Hitze draußen, bevor sie in die Wohnräume gelangt. Eine gute Dämmung sorgt nicht nur im Winter für Behaglichkeit, sondern schützt auch im Sommer vor Überhitzung. Bei Neubau oder Sanierung sollte auch die Größe von Glasflächen berücksichtigt werden, da diese zwar viel Tageslicht ins Haus bringen, an heißen Tagen aber Wohnräume stark aufheizen.
Gegen Starkregen und Hochwasser vorsorgen
Wenn große Regenmengen innerhalb weniger Stunden niedergehen, kann selbst Sommerregen zu Überflutungen und erheblichen Schäden führen. Gebäude sollten deshalb so vorbereitet sein, dass Wasser weder aus der Kanalisation noch von außen ungehindert eindringen kann. Ein weiterer zentraler Aspekt ist, Regenwasser möglichst dort aufzunehmen, wo es anfällt, und es kontrolliert versickern zu lassen. In besonders gefährdeten Gebieten können mobile Hochwasserschutzsysteme Türen, Kellerfenster und Lichtschächte innerhalb weniger Minuten absichern.
Dass solche Vorsorgemaßnahmen wirken, hat das Hochwasser im Jahr 2024 eindrucksvoll gezeigt: Zahlreiche Schutzanlagen, die nach früheren Hochwasserereignissen errichtet wurden, konnten größere Schäden verhindern und ganze Siedlungsgebiete schützen.
Risiken erkennen
Ebenso entscheidend wie die richtigen Maßnahmen ist das Wissen um die eigene Risikolage. Das kostenlose Online-Tool HORA zeigt für jede Adresse die Gefährdung durch Hochwasser, Lawinen, Steinschlag und weitere Naturgefahren. Gerade wenn Sie eine Immobilie kaufen, ein Haus übernehmen oder größere Investitionen planen, kann dieses Wissen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen und spätere Überraschungen zu vermeiden.
Gut zu wissen: Extremwetterereignisse können auch dann Auswirkungen auf Ihren Alltag haben, wenn Ihr Zuhause nicht direkt betroffen ist. Das Hochwasser 2024 etwa führte zu lang anhaltenden Sperren wichtiger Bahnverbindungen und beeinträchtigte die Mobilität in weiten Teilen Österreichs. Zunehmende Extremwetterereignisse belasten zudem Teile der Energieinfrastruktur und erhöhen das Risiko regionaler Versorgungsausfälle. Erneuerbare Energien können dazu beitragen, die Energieversorgung Ihres Zuhauses unabhängiger und robuster zu machen.
Ihre Gesundheit vor den Folgen des Klimawandels schützen
Neben Gebäuden ist auch unsere Gesundheit unmittelbar von den Folgen des Klimawandels betroffen. Steigende Temperaturen, häufigere Extremwetterereignisse, längere Pollensaisonen und die Ausbreitung bestimmter Krankheitserreger verändern die gesundheitlichen Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Deshalb ist es sinnvoll, diese Entwicklungen zu kennen und rechtzeitig vorzusorgen.
Mit Hitze und Tropennächten umgehen
Hitzewellen sind weit mehr als eine Unannehmlichkeit – sie können die Gesundheit ernsthaft gefährden. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder, Personen mit chronischen Erkrankungen und alle, die körperlich im Freien arbeiten. Steigen die Temperaturen über mehrere Tage hinweg stark an, gerät der Körper zunehmend unter Belastung.
Besonders problematisch sind Tropennächte, in denen die Temperaturen auch nachts nicht unter 20 Grad Celsius fallen und sich der Körper daher nicht ausreichend regenerieren kann. Bleibt diese Erholungsphase aus, summiert sich die Belastung von Tag zu Tag. Schon wenige aufeinanderfolgende Tropennächte können zu Schlafmangel, Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und Kreislaufbeschwerden führen. Deshalb spielt der Hitzeschutz von Gebäuden eine zentrale Rolle für die Gesundheit.
Verletzungen und Unfälle vermeiden
Nicht nur Hitze kann die Gesundheit beeinträchtigen. Auch Hochwasser, Stürme oder andere Extremwetterereignisse können Menschen unmittelbar in Gefahr bringen. Überschwemmte Straßen, umstürzende Bäume, beschädigte Gebäude oder mitgerissene Fahrzeuge erhöhen das Risiko von Verletzungen und Unfällen. Warnsysteme und Notfallpläne können dabei helfen, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und im Ernstfall richtig zu handeln.
Krankheitserreger und Allergene im Blick behalten
Mit steigenden Temperaturen verändern sich auch die Lebensbedingungen für Krankheitserreger und Allergene. Wärmere Winter und längere Vegetationsperioden begünstigen die Ausbreitung bestimmter Tierarten, die Krankheiten übertragen können. Besonders relevant sind Zecken und Stechmücken. Sie bleiben länger aktiv und können sich zunehmend in Regionen ausbreiten, in denen sie bisher kaum oder gar nicht vorkamen.
Auch Allergikerinnen und Allergiker spüren diese Veränderungen bereits heute deutlich. Durch höhere Temperaturen beginnt die Pollensaison oft früher und dauert länger an. Gleichzeitig können manche Pflanzen mehr und aggressivere Pollen produzieren, wodurch allergische Belastungen intensiver werden. Aktuelle Polleninformationen und Belastungswarnungen können dabei helfen, den Alltag besser auf solche Belastungen abzustimmen.
Gut zu wissen: Wärmere und feuchtere Bedingungen können auch innerhalb von Gebäuden gesundheitliche Risiken erhöhen. Höhere Temperaturen fördern beispielsweise das Wachstum von Legionellen in Wasserleitungen, insbesondere dort, wo Wasser längere Zeit steht oder sich stark erwärmt.
Klimafit im Alltag: Konkrete Maßnahmen für mehr Schutz und Sicherheit
Die gute Nachricht: Es gibt viele Handlungsspielräume. Nicht alle erfordern große Investitionen, und viele bringen unmittelbaren Nutzen für die eigene Sicherheit, das persönliche Wohlbefinden und den Geldbeutel zugleich.
Hitzekompatible Bauelemente wählen
Bei der Verwendung geeigneter Baumaterialien können helle Dachziegel („Cool Roofs“) eine Alternative darstellen. Sie erhöhen das Reflexionsvermögen der Dachfläche und reduzieren die Hitzebelastung.
Rückstauventil installieren
Dieses vergleichsweise günstige Bauteil verhindert, dass bei Überlastung der Kanalisation Schmutzwasser in Keller, Küche und Bad zurückgedrückt wird. Es handelt sich hierbei um eine vorbeugende Maßnahme, die Sie vor kostenintensiven Schäden bewahren kann.
Versiegelung reduzieren
Betonterrassen und Asphalteinfahrten lassen Regenwasser nicht versickern. Bei Starkregen kann es dadurch unkontrolliert in Richtung Haus und Keller abfließen. Wasserdurchlässige Pflasterbeläge, Rasenfugen oder schlicht mehr Bepflanzung schaffen hier wirksame Abhilfe.
Regenwassermanagement planen
Zisternen speichern Niederschlagswasser für trockene Perioden und entlasten gleichzeitig die Kanalisation bei Starkregen. Retentionsmulden können große Wassermengen kurzfristig aufnehmen und kontrolliert versickern lassen. Mit Drainagen und Rigolen stehen Ihnen weitere Möglichkeiten für das Regenwassermanagement zur Verfügung.
Mobile Schutzbarrieren bereithalten
Speziell in Hochwasserrisikogebieten lassen sich bei einer Hochwasserwarnung Dammbalkensysteme, Schlauchwälle oder Sandsäcke in kurzer Zeit anbringen. Sie schützen Eingänge, Kellerfenster und Lichtschächte zuverlässig. Auch Bodenschwellen können verhindern, dass Wasser ungehindert in Richtung Haus fließt. Wenn Sie solche Schutzsysteme bereithalten, gewinnen Sie im Ernstfall wertvolle Zeit. Erfahrungsgemäß können schon wenige Minuten den entscheidenden Unterschied machen.
Dach und Baumbestand regelmäßig prüfen
Lose Ziegel, brüchige Dachrinnen oder morsche Äste können bei Sturm und Hagel zu einer ernsthaften Gefahr werden. Eine jährliche Sichtprüfung durch eine Fachkraft sowie die Pflege von Bäumen und Sträuchern können dazu beitragen, Schäden zu vermeiden.
Versicherungsschutz gezielt überprüfen
Nicht jede Haushalts- oder Eigenheimversicherung deckt Extremwetterereignisse wie Hochwasser automatisch ab. Ein Vergleich der Konditionen lohnt sich, bevor der Schaden eintritt.
Gut zu wissen: Weitere Informationen finden Sie in unserer Rubrik „Schutz vor Extremwetter und Hochwasser“.
Außenliegenden Sonnenschutz installieren
Rollläden oder Markisen sind deutlich wirksamer als Innenbeschattungsmaßnahmen, da sie die Sonnenstrahlen bereits außen abfangen. Dadurch kann häufig auf eine energieintensive Klimaanlage verzichtet werden. Auch mit Begrünungsmaßnahmen im Außenbereich können Sie das Wohnklima positiv beeinflussen.
Richtig lüften
Halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen. Lüften Sie am besten in den frühen Morgen- und späten Abendstunden oder über Nacht. Querlüften erzielt den größten Kühleffekt.
Kühlere Räume gezielt nutzen
Nordseitige Zimmer, Erdgeschossbereiche oder Keller bleiben auch bei extremer Hitze deutlich kühler als Räume mit Südausrichtung. Wer sich an heißen Tagen bevorzugt in diesen Bereichen aufhält, kann oft auf energieintensive Klimaanlagen verzichten.
Trinken aktiv einplanen
Das Durstgefühl ist ein schlechter Ratgeber. Planen Sie das Trinken daher bewusst ein – etwa durch feste Trinkroutinen oder eine Wasserflasche für unterwegs. Bevorzugen Sie Wasser, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte oder ungesüßten Tee. Alkohol und größere Mengen Koffein sollten Sie bei Hitze möglichst vermeiden.
Auf leichtes Essen setzen
Greifen Sie bevorzugt zu leicht verdaulichen Speisen mit hohem Wasser- und Mineralstoffgehalt wie Obst, Gemüse, Fisch oder Nüssen.
Aktivitäten zeitlich verschieben
Verlegen Sie Sport, Gartenarbeit und andere körperlich anstrengende Tätigkeiten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. In der Mittagshitze kann körperliche Belastung auch für gesunde Erwachsene gefährlich werden.
Coole Zonen nutzen
Wenn es zu Hause zu heiß wird, können Sie öffentlich zugängliche „Coole Zonen“ aufsuchen. Das sind kühle Innenräume, die von Städten und Gemeinden als Rückzugsorte bei Hitze bereitgestellt werden.
Soziales Netz aktivieren
Ältere Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen und Kinder sind bei Hitze besonders gefährdet und bemerken die Gefahr oft nicht rechtzeitig. In einer Hitzewelle kann ein kurzer täglicher Kontakt, ein Anruf oder das gemeinsame Ausweichen in kühlere Räume entscheidend sein.
Pollenbelastung im Blick behalten
Informieren Sie sich über aktuelle Pollenprognosen und Belastungswarnungen. Angepasste Lüftungszeiten sowie Pollenschutzgitter oder Luftfilter können helfen, die Belastung in Innenräumen zu verringern.
Gut zu wissen: Hier finden Sie weitere Kühltipps, gesundheitsfördernde Maßnahmen für heiße Tage sowie Empfehlungen zum Umgang mit Pollenbelastungen und Allergien.
Warnsysteme kennen und nutzen
Das österreichische Warnsystem AT-Alert informiert die Bevölkerung bei drohenden oder bestehenden Gefahrensituationen automatisch per Mobilfunktechnologie. Aktuelle Wetterwarnungen können Sie über GeoSphere Austria jederzeit abrufen.
HORA-Tool für die eigene Adresse nutzen
Das kostenlose Online-Portal visualisiert für jede Adresse in Österreich die Gefährdung durch Hochwasser, Lawinen, Steinschlag, Sturm und weitere Naturgefahren. Wenn Sie die lokalen Risiken kennen, können Sie gezielter vorsorgen und bei Kauf oder Übernahme einer Immobilie bessere Entscheidungen treffen.
Notfallplan erstellen
Was tun, wenn ein Extremwetterereignis eintritt? Wohin gehe ich im Ernstfall? Wo sind die wichtigsten Dokumente? Auf diese und weitere Fragen sollte jeder Haushalt eine Antwort haben. Der Zivilschutz Österreich bietet hierfür praktische Handlungsanleitungen.
Nachbarschaft und Gemeinde vernetzen
Lokale Solidarität ist in Krisen oft eine wichtige Ergänzung zu staatlichen Maßnahmen. Beim Hochwasser 2024 standen über 131.000 Menschen im Einsatz – von der Feuerwehr über das Bundesheer bis zum Straßendienst. Dahinter stehen gut eingespielte Gemeinschaften und ein starkes ehrenamtliches Engagement. Wer die eigenen Nachbar:innen kennt, weiß, wer Hilfe braucht und wer helfen kann.
Sicherheit und Klima: zwei Seiten einer Medaille
Was auf den ersten Blick wie Eigeninteresse wirkt, ist in der Summe kollektiver Klimaschutz. Wenn Sie Ihr Dach begrünen, kühlen Sie die Straße mit. Wenn Sie Ihren Garten entsiegeln, entlasten Sie die Kanalisation der Gemeinde. Wenn Sie in Hitzeschutzmaßnahmen investieren, machen Sie sich unabhängiger von energieintensiver Klimatisierung. Die Maßnahmen, die uns persönlich sicherer machen, sind dieselben, die das Klima stabilisieren und unsere Städte lebenswerter machen.
Klimawandel und Sicherheit sind keine getrennten Themen. Es handelt sich um zwei Perspektiven auf dieselbe Wirklichkeit. Angst kann Risiken bewusst machen, Sicherheit entsteht jedoch durch Vorsorge und rechtzeitiges Handeln. Die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit haben gezeigt: Österreich ist verletzbar. Aber es ist nicht hilflos. Widerstandsfähigkeit entsteht dort, wo Risiken erkannt, Gemeinschaften gestärkt und Handlungsmöglichkeiten genutzt werden.
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