Gut vorbereitet: Praktische und nachhaltige Tipps für den Alltag mit Baby
Mit neuem Familienmitglied verändert sich vieles: Tagesabläufe, Prioritäten und Gewohnheiten. Dieser neue Lebensabschnitt bietet eine besondere Gelegenheit, neue Routinen zu entwickeln. Wir zeigen, wie Sie Energiesparen, bewussten Konsum und nachhaltige Mobilität im Familienleben einfach und alltagstauglich umsetzen können.
Sie erwarten ein Baby oder wurden gerade Eltern – herzlichen Glückwunsch! Kaum ein anderes Ereignis verändert unser Leben so tiefgreifend wie die Geburt eines Kindes. Von einem Tag auf den anderen tragen wir Verantwortung für einen kleinen Menschen. Routinen verändern sich, Prioritäten verschieben sich und vieles muss neu gedacht werden. Dieser große Umbruch ist oft herausfordernd, bietet aber auch die besondere Gelegenheit, neue Wege einzuschlagen, die uns und unseren Kindern ein gutes Leben ermöglichen.
Gerade in dieser Phase sind die eigenen Ansprüche hoch, aber ebenso die Verunsicherung. Dieser Ratgeber möchte Sie in dieser besonderen Zeit unterstützen. Er gibt Anregungen, wie Sie Ihren Alltag mit Baby bewusst, ressourcenschonend und kostensparend gestalten können, ohne dabei alles perfekt machen zu müssen. In den folgenden Ausführungen skizzieren wir, wie Sie im Sinne der Nachhaltigkeit achtsam mit Ressourcen umgehen können.
Ausstattung mit Kind: Praktische und nachhaltige Lösungen für den Start
Die Geburt eines Babys bringt nicht nur große Vorfreude mit sich. Angehende Eltern möchten auch bestens auf den Familienzuwachs vorbereitet sein. Online-Checklisten geben hier wertvolle Orientierung, was Sie für sich und Ihr Baby brauchen könnten.
Stressen Sie sich jedoch nicht: Solche Checklisten verleiten manchmal zu Käufen, die sich später für Ihre speziellen Bedürfnisse als unnötig oder unpraktisch erweisen. Tatsächlich brauchen Babys anfangs nur einige wenige, dafür hochwertige Basics:
- Babygewand
Windeln und Wickelausstattung
Ebenso könnten Sie sich im Vorhinein überlegen, wie Sie mit Baby unterwegs sein werden: öffentlich, zu Fuß oder mit dem Auto. Später, wenn Ihr Kind bereits etwas älter ist, wollen Sie es vielleicht auch mit dem Fahrrad transportieren. Je nachdem brauchen Sie:
Babytrage und/oder Tragetuch
Kinderwagen
Babyschale
Treffen Sie Anschaffungsentscheidungen in Ruhe und nutzen Sie die Zeit vor der Geburt, um unterschiedliche Bezugsquellen für Babyausstattung zu erkunden. So können Sie wertvolle Ressourcen sparen.
Gut zu wissen: Nicht alles muss direkt zur Geburt bereitstehen.
Neugeborene Babys beschäftigen sich noch nicht mit Spielzeug.
Bei Produkten mit einer weniger intuitiven Handhabung wie Stoffwindeln oder Babytragen kann es sinnvoll sein, sie vor dem Kauf gemeinsam mit Ihrem Baby auszuprobieren. Zertifizierte Stoffwindel- und Trageberater:innen bieten dabei Unterstützung.
So können Sie bei der Babyausstattung Ressourcen schonen
Im ersten Lebensjahr entwickelt sich Ihr Baby rasant. Gerade die kleinsten Kleidergrößen werden manchmal nur wenige Wochen getragen. Praktisches Babyzubehör wie Babywannen und -wippen wird nur wenige Monate genutzt. Es ist wenig sinnvoll, diese neu zu erwerben und nach kurzer Zeit wieder weiterzugeben oder zu entsorgen. Außerdem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Einwegprodukte wie Windeln zu reduzieren oder ganz zu vermeiden.
Am einfachsten ist es natürlich, Babyausstattung von Verwandten oder Bekannten zu übernehmen. Aber auch ohne private Netzwerke können Sie Ausstattung nachhaltig und günstig erwerben: Stöbern Sie online auf Plattformen wie willhaben, widado und Vinted oder vor Ort auf Flohmärkten, in Shops von gemeinnützigen Organisationen wie der Caritas und Volkshilfe sowie in Secondhandläden.
Neben Secondhand gibt es inzwischen auch individuell konfigurierbare Mietmodelle für Babyausstattung, wie Kleidung, Möbel und Babyschalen. Das reduziert den Ressourcenverbrauch und verhindert, dass wenig verwendete Artikel ungenutzt bleiben. Online finden Sie zahlreiche Anbieter, die diesen Service zur Verfügung stellen.
Gerade bei Babymöbeln ist ein Neukauf nicht immer notwendig.
Wickeltisch: Prüfen Sie, ob Sie ein vorhandenes Möbelstück oder die Waschmaschine (hier gibt es entsprechende Aufsätze zu kaufen) zu einem Wickeltisch umbauen können. Achten Sie vor allem auf die passende Höhe, damit Sie bequem stehen und wickeln können.
Babybett: Wenn Sie dies möchten, kann das Baby für die erste Zeit auch in Ihrem Bett schlafen. Wichtiger als eine Wiege, ein Gitterbett oder Beistellbett wird später der Kauf eines Kinderbetts sein. Wählen Sie dazu ein mitwachsendes Modell, das nach Bedarf verlängert werden kann.
Gut zu wissen: Bevorzugen Sie bei Möbeln unbehandeltes Massivholz aus nachhaltiger Quelle (zum Beispiel mit PEFC- oder FSC-Siegel). Die Oberfläche sollte mit natürlichen Ölen oder Wachsen behandelt sein, um die Belastung Ihres Babys durch bestimmte chemische Stoffe möglichst gering zu halten. Außerdem sind Massivholzmöbel oft langlebig und lassen sich gut weiterverwenden.
Je nachdem, wie Sie Ihren Alltag mit Baby gestalten, werden Sie einige Produkte möglicherweise überhaupt nicht brauchen. Wenn das Stillen für Sie und Ihr Baby gut funktioniert, brauchen Sie im Alltag oft weniger zusätzliche Ausstattung. So können Babyfläschchen, Flaschenwärmer, Sterilisatoren und manchmal auch Schnuller für manche Familien zunächst gar nicht nötig sein.
Wenn Sie Ihr Baby gerne bei sich tragen, benötigen Sie unter Umständen keine Babywippe oder keinen Kinderwagen.
Jeder noch so süße Body wird Ihrem Baby bald zu klein sein. Geben Sie nicht mehr gebrauchtes Gewand weiter, damit sich auch andere Familien daran erfreuen können. Einige Gemeinden und Organisationen bieten zu diesem Zweck Kleidertauschbörsen an (Tauschregeln bitte vorab prüfen). In „Kost’ nix“-Läden können Sie gebrauchte Babyausstattung abgeben und dafür andere Dinge mitnehmen. Wollen Sie eher spenden, können Sie das über soziale Medien kommunizieren oder sich direkt an karitative Einrichtungen wenden.
So wichtig es ist, Ressourcen zu sparen, gibt es dennoch einige Ausnahmen, bei denen ein Neukauf aus Gründen der Hygiene und Sicherheit dem Secondhandprodukt vorzuziehen ist.
Babyschale
Schnuller (falls das Baby einen Schnuller nimmt und braucht)
Babymatratze
Im ersten Lebensjahr durchlaufen Babys bis zu fünf Kleidergrößen – von 50 (bei Frühchen oft sogar 44) bis etwa 80.
Tipps – so können Sie Ressourcen sparen:
Aufgrund der raschen Entwicklung Ihres Babys benötigen Sie nicht unzählige Bodys, Strampler oder Hosen. Weniger ist oft mehr.
Bevorzugen Sie Secondhandkleidung oder Mietabonnements. Gebrauchte Kleidung hat zudem den Vorteil, dass sie bereits mehrfach gewaschen wurde und dadurch meist weniger mit Rückständen aus der Produktion belastet ist.
Auf Online-Plattformen wie willhaben finden Sie neben einzelnen Outfits häufig auch praktische Bekleidungspakete in einer Größe.
Achten Sie vorzugsweise auf hochwertige Materialien. Besonders empfehlenswert sind Naturfasern wie Wolle, Seide oder Bio-Baumwolle. Textilien mit anerkannten Bio-Gütesiegeln garantieren eine schadstoffarme Qualität. Wenn Sie zusätzlich Wert auf umweltfreundliche Produktion und faire Arbeitsbedingungen legen, wählen Sie Zertifizierungen wie „Naturtextil iVN zertifiziert BEST“ oder „Global Organic Textile Standard (GOTS)“. Weitere Infos können Sie dem Labelkompass von bewusstkaufen.at entnehmen.
Gut zu wissen: Unabhängig davon, ob Sie Kleidung mieten, gebraucht oder neu kaufen: Sie sollten alles vor der ersten Verwendung waschen.
Windeln gehören zur wichtigsten Babyausstattung. Bis ein Kind trocken ist, werden rund 6.000 Stück verbraucht. Das kostet nicht nur viel Geld, sondern produziert auch viel Müll: Bei Einwegwindeln fallen pro Baby rund eine Tonne Müll an. Es ist also verständlich, dass Eltern nach Alternativen suchen.
Gut zu wissen: Wickeln ist niemals „gut für Umwelt und Klima“. Welches Windelsystem schneidet dennoch am besten ab?
Einwegwindeln bestehen aus Plastik (also Erdöl) und Zellstoff (Holz). Sie sind ressourcenintensiv in der Herstellung und lassen sich als „Nassmüll“ weder effizient verbrennen noch rasch zersetzen.
Ökowindeln haben den Vorteil, dass nachwachsende Rohstoffe und chlorfrei gebleichter Zellstoff aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern für die Herstellung zum Einsatz kommen. Ökowindeln produzieren aber nach wie vor viel Müll und sind auch teurer als herkömmliche Produkte.
Auch wenn das Waschen von Stoffwindeln viel Wasser und Energie verbraucht, sind sie laut einer Studie der Vereinten Nationen ökologisch am sinnvollsten. Je nach Modell und Anbieter bestehen Stoffwindeln aus einer nässeschützenden Außenschicht oder Überhose und einer Saugeinlage. Für die Saugeinlage werden mehr oder weniger umwelt- und hautfreundliche Materialien wie Baumwolle, Bambus, Hanf, Leinen oder Wolle, aber auch synthetische Fasern genutzt. Klug eingesetzt können Stoffwindeln viel Müll und Geld sparen, auch weil Babys mit Stoffwindeln meist früher sauber werden. Zudem wird ihre Anschaffung mit dem österreichischen Windelgutschein gefördert.
Tipps – so können Sie Ressourcen sparen:
Egal ob Sie Stoffwindeln verwenden oder nicht: Setzen Sie beim Wickelzubehör auf Mehrwegprodukte. Reinigen Sie Ihr Baby mit Wasser und Waschlappen anstatt mit Feuchttüchern und verwenden Sie waschbare Wickelunterlagen. Zur Pflege der Babyhaut eignen sich Pflanzenöle wie Mandelöl oder Olivenöl.
- Nutzen Sie beim Wickeln oder nach dem Baden einen Wärmestrahler. Das ist effizienter, als die Raumtemperatur im gesamten Wohnraum zu erhöhen.
Tipps speziell für Stoffwindeln:
Stoffwindeln sind nur dann ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig, wenn sie auch tatsächlich genutzt werden. Nehmen Sie also vor dem Kauf die Hilfe von zertifizierten Stoffwindelberater:innen in Anspruch und nutzen Sie Miet- und Testpakete, um Stoffwindelsysteme kennenzulernen und auszuprobieren.
Die meisten praktisch mitwachsenden Stoffwindelmodelle passen ab circa 4 kg Körpergewicht; für leichtere Neugeborene werden kleiner geschnittene Modelle empfohlen. Warten Sie mit der Verwendung von Stoffwindeln, bis Ihr Baby etwas größer ist und Sie Selbstvertrauen und Routine im gemeinsamen Alltag gewonnen haben. Gerade die erste Zeit mit Baby kann sehr verunsichernd sein, sodass Sie eventuell Stoffwindeln frühzeitig aufgeben und die Anschaffung umsonst war.
Richtig gewaschen dürfen Stoffwindeln von mehreren Babys getragen werden. Sie können sie also secondhand kaufen und auch wieder verkaufen. Da Stoffwindeln oft erst nach vier bis fünf Waschgängen ihre maximale Saugkraft erreicht haben, bietet Secondhand hier einen Vorteil. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Klettverschlüsse, Beingummis und Nähte einwandfrei sind, und tauschen Sie sich mit den Verkäufer:innen über ihre Erfahrungen mit Stoffwindeln aus.
Die meisten Ressourcen verbrauchen Stoffwindeln beim Waschen. Achten Sie darauf, dass die Waschmaschine voll beladen ist, und verwenden Sie ein Vollwaschmittel. Lassen Sie die Windeln nach Möglichkeit an der frischen Luft trocknen. Sonnenlicht bleicht die meisten Flecken aus.
Alltag mit Baby meistern: Praktische Tipps für den Familienstart
Gerade in den ersten Monaten mit einem Baby verbringen viele Eltern deutlich mehr Zeit zu Hause als zuvor. Die Wohnung wird nun auch tagsüber konstant genutzt: Es wird öfter geheizt, gelüftet und gekocht. Das Licht brennt in mehreren Räumen gleichzeitig, und die Waschmaschine sowie der Trockner laufen wegen Spucktüchern, Bodys und Bettwäsche deutlich häufiger. Auch der Wasserverbrauch steigt durch vermehrtes Händewaschen, Baden des Babys oder zusätzliche Wäsche. Dadurch erhöht sich der Energie- und Wasserverbrauch im Familienalltag spürbar. Gleichzeitig entsteht genau hier ein besonders großes Einsparpotenzial: Schon kleine, gut in den Alltag integrierbare Gewohnheiten können helfen, Ressourcen zu schonen und die laufenden Kosten zu senken.
So schaffen Sie ein angenehmes Raumklima für Ihr Baby
Babys können ihre Körpertemperatur nicht so gut regulieren wie größere Kinder oder Erwachsene. Sie laufen also schneller Gefahr, auszukühlen oder zu überhitzen. Die richtige Raumtemperatur ist daher nicht nur ein Wohlfühlfaktor, sondern auch für die Gesundheit Ihres Babys wichtig. Empfehlenswert ist:
- Untertags: Hier gibt es unterschiedliche Angaben. Die meisten Quellen empfehlen einen Temperaturbereich von 20–22 Grad Celsius (Frühchen und Neugeborene mögen es auch gerne wärmer).
- Nachts: Die Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde empfiehlt 18 - 20 Grad Celsius.
- Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt im Sommer wie auch im Winter bei 50 %.
Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, Ihrer Kinderärztin oder Ihrer Hebamme, wenn Sie sich unsicher sind, ob die Raumtemperatur und das Gewand für Ihr Baby geeignet sind.
Gut zu wissen: Sie können die Körpertemperatur am Nacken Ihres Babys überprüfen. Fühlt sich die Haut kalt an, friert es möglicherweise. Ist die Haut hingegen warm und feucht, ist Ihrem Kind wahrscheinlich zu heiß. Auch Reizbarkeit oder ein rotes Köpfchen können auf eine zu hohe Körpertemperatur hinweisen. Kühle Hände sind bei Babys normal und bedeuten nicht unbedingt, dass ihnen kalt ist.
Bei sommerlicher Hitze ist es nicht immer einfach, die ideale Raumtemperatur einzuhalten. Mit diesen Maßnahmen behalten Sie gemeinsam mit Ihrem Baby einen kühlen Kopf:
Besonders effektiv ist eine Außenbeschattung, zum Beispiel durch Markisen oder Außenrollläden. Sie verhindern, dass sich Ihre Räume stark aufheizen. Einen ähnlichen Effekt erzielen Sonnenschutzfolien, die direkt auf die Fenster aufgebracht werden. Sie eignen sich besonders für Dachfenster.
Auch helle, blickdichte Vorhänge oder Innenrollos können die Erwärmung Ihrer Räume reduzieren, wenn auch nicht so stark wie außenliegende Lösungen. Dafür lassen sie sich meist unkompliziert und ohne großen Aufwand nachrüsten.
Oft wird zudem das richtige Lüften unterschätzt: An heißen Tagen sollten Sie die Fenster möglichst geschlossen halten, da selbst gekippte Fenster warme Luft hereinlassen. Am besten lüften Sie frühmorgens, spätabends oder nachts, wenn es draußen kühler ist als in den Wohnräumen.
Gut zu wissen: Sommerliche Hitze lässt sich nicht immer vollständig aus dem Babyzimmer fernhalten. Ziehen Sie Ihr Baby luftig an und geben Sie ihm viel zu trinken.
Viele weitere Informationen zum effizienten Kühlen finden Sie unter
Wenn es draußen kalt wird, muss geheizt und regelmäßig gelüftet werden, damit Raumtemperatur, Luftfeuchte und Sauerstoffgehalt im Gleichgewicht bleiben.
- Lüften Sie kurz, wenn sich Ihr Baby zum Essen oder Wickeln in einem anderen Raum befindet. Öffnen Sie die Fenster weit, um einen raschen Luftaustausch zu gewährleisten.
- Drehen Sie die Heizung rechtzeitig vor dem Schlafengehen Ihres Babys herunter, um die Raumtemperatur zu reduzieren.
- Nutzen Sie beim Wickeln oder nach dem Baden einen Wärmestrahler. Das ist effizienter, als die Raumtemperatur insgesamt zu erhöhen. Wählen Sie beim Kauf ein energieeffizientes Gerät. Da es bei Heizstrahlern keine Energieeffizienzklasse gibt, achten Sie auf die angegebene Leistung. Auch hier können Sie nach gebrauchten Geräten Ausschau halten.
- Nutzen Sie einen Thermostat mit Zeitschaltuhr, um die Temperatur zwischen Tag und Nacht richtig anzupassen. Wenn Sie Ihr Baby stets etwa zur gleichen Zeit ins Bett legen, können Sie die Heizung entsprechend programmieren.
- Besonders in älteren Gebäuden kommt es durch undichte Fenster zu hohen Wärmeverlusten. Das lässt sich ganz einfach mit Dichtungsbändern vermeiden.
- Auch wenn Ihnen für Ihr Baby nichts zu teuer ist, sollten Sie bedenken, dass eine überheizte Wohnung kein Zeichen der Fürsorge ist, sondern sogar ungesund sein kann.
Generell empfehlen wir folgende Temperaturen in Ihren Wohnräumen:
| Raum | Temperatur | Thermostatstufe |
| Wohnzimmer | 20–22 °C | 3–3,5 |
| Schlafzimmer | 16–18 °C | 2–2,5 |
| Badezimmer | 23 °C | 3,5–4 |
| Küche | 18–20 °C | 2,5–3 |
| Kinderzimmer | 20–22 °C | 3–3,5 |
Viele weitere Informationen zum effizienten Heizen finden Sie unter
Babywäsche reinigen: energiesparend und hygienisch
Mit einem Baby im Haushalt läuft die Waschmaschine gefühlt rund um die Uhr. Umso wichtiger ist es, bewusst zu waschen: hygienisch dort, wo nötig, und energiesparend, wo immer möglich.
Sortieren Sie die Babywäsche nach Farben und Materialien. Besonders empfindliche Stoffe wie Wolle, Seide oder Funktionsgewebe benötigen spezielle Programme und Waschmittel. Kleine Teile wie Söckchen oder Waschlappen geben Sie am besten in ein Wäschenetz, damit nichts in der Maschine verschwindet.
Mit Baby gehören Flecken zum Alltag. Spülen Sie stark verschmutzte Stellen zunächst kalt aus und behandeln Sie sie anschließend mit milder Gallseife oder Backpulver vor. So schützen Sie die Fasern und können eine niedrigere, energiesparende Waschtemperatur wählen.
Nasse Stoffwindeln müssen nicht vorbehandelt werden. Enthalten sie Stuhl, sollten die Reste vor dem Waschen entfernt und die Windeln ausgespült werden.
Grundsätzlich gilt: Befolgen Sie die Pflegehinweise auf dem Etikett.
- Für die meisten Babytextilien wie Bodys, Strampler und Shirts reichen 30 bis 40 Grad im Eco-Modus. Verwenden Sie ein mildes, duftfreies Sensitiv-Waschmittel, da Duftstoffe, Farbstoffe und unnötige Zusätze die empfindliche Babyhaut reizen können. Richtiges Dosieren ist wichtig, um Waschmittelrückstände zu vermeiden.
- Wolle und Seide benötigen Spezialwaschmittel und sollten bei maximal 30 Grad im Hand- oder Schonwaschgang gereinigt werden.
- Stoffwindeln zählen zur Kochwäsche und sollten je nach Herstellerangaben bei 60 bis 95 Grad gewaschen werden. Zudem sollten Stuhlreste vor dem Waschen entfernt, die Windeln gründlich gespült und bei 1000 Umdrehungen pro Minute geschleudert werden.
- Nach Infektionskrankheiten oder Pilzbefall lohnt sich ein hygienischer Waschgang bei 60 °C. Hygienespüler können die empfindliche Babyhaut reizen und sollten daher eher vermieden werden. Setzen Sie stattdessen auf eine höhere Waschtemperatur, eine ausreichend lange Waschzeit und einen zusätzlichen Spülgang.
- Achten Sie darauf, dass die Trommel gut gefüllt ist. Stoffwindeln lassen sich gut gemeinsam mit Handtüchern, Lappen oder Bettwäsche waschen.
- Behandeln Sie Flecken vor, um Wäsche bei niedrigerer Temperatur waschen zu können.
- Denken Sie daran: Ein gelegentlicher 60-Grad-Waschgang zur Maschinenreinigung ist ohnehin sinnvoll.
- Lassen Sie die Wäsche möglichst auf einem Wäscheständer in einem gut belüfteten Innenraum oder im Freien trocknen. Sonnenlicht wirkt leicht desinfizierend und kann helfen, Flecken zu entfernen.
- Falls Sie einen Wäschetrockner verwenden: Geben Sie nur gut geschleuderte Wäsche in den Trockner und wählen Sie ein Eco-Programm.
Solange Ihre Geräte zuverlässig arbeiten und das erhöhte Wäscheaufkommen problemlos bewältigen, ist es sowohl ökologisch als auch finanziell sinnvoll, sie weiter zu nutzen. Ein Austausch empfiehlt sich erst, wenn Reparaturen nicht mehr wirtschaftlich sind oder das Gerät einen deutlich erhöhten Energieverbrauch aufweist.
Beim Kauf eines neuen Modells sollten Sie nicht nur auf die Energieeffizienzklasse achten, sondern auch auf die Lautstärke. Falls ein Wäschetrockner angeschafft werden soll, greifen Sie am besten zu einem separaten Trockner. Kombigeräte aus Waschmaschine und Trockner verbrauchen in der Regel mehr Strom und sind weniger effizient.
Die energieeffizientesten Geräte finden Sie in unserer Topprodukte-Produktdatenbank.
Unterwegs mit Ihrem Baby
Mit einem Baby verändert sich vieles – auch wie Sie sich fortbewegen. Gerade am Anfang kann das Zu-Fuß-Gehen eine besonders angenehme und ruhige Art sein, gemeinsam mobil zu bleiben. Frische Luft, sanfte Bewegung und ein gleichmäßiges Tempo tun sowohl Eltern als auch Baby gut und helfen dabei, im neuen Alltag anzukommen.
Mit der passenden Ausstattung fällt es leichter, auch mit Baby klimafreundlich unterwegs zu sein. Die folgenden Hinweise sollen dabei unterstützen, verschiedene Wege und Verkehrsmittel entspannt zu nutzen und das zu finden, was für die eigene Familie am besten passt.
Tipp: Verlassen Sie das Haus niemals ohne gut gefüllten Wickelrucksack (zum Beispiel Windeln, Feuchttücher, Waschlappen, Wechselgewand oder Fläschchen).
Babytragen und Tragetücher sind viel mehr als nur ein Transportmittel. Die meisten Babys lieben es, getragen zu werden. Wenn sie eng an Mama oder Papa gekuschelt sind, fühlen sie sich sicher und geborgen. Dadurch wird die Bindung zwischen Eltern und Baby gestärkt. Richtig eingestellt unterstützen diese Tragehilfen zudem eine ergonomische Haltung des Babys.
Babytragen und Tragetücher sind auch praktisch. Besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Rolltreppen oder Stiegen sind Sie damit viel flexibler und einfacher unterwegs als mit einem Kinderwagen. Zusätzlich haben Sie trotz Baby am Körper beide Hände frei. Heute stehen Eltern eine große Auswahl an Tragehilfen zur Verfügung:
- Ein gewebtes Tragetuch ist sehr vielseitig und langlebig. Es ermöglicht zahlreiche Bindeweisen und begleitet Familien von der Geburt bis weit ins Kleinkindalter. Solange es lang genug ist, kann es von Personen unterschiedlicher Statur genutzt werden. Das Binden erfordert allerdings etwas Übung und Zeit, und die langen Stoffbahnen können unterwegs unpraktisch sein. An warmen Tagen wird es zudem schnell heiß. Sie können Tragetücher gut gebraucht kaufen und später weiterverkaufen.
- Ein elastisches Tragetuch besteht aus weichem, nachgiebigem Stoff und eignet sich besonders für Neugeborene. Es lässt sich bequem vorbinden und ist daher ideal für frischgebackene Eltern, die noch wenig Übung im Tragen haben. Achten Sie hier besonders auf hochwertige Qualität, da Modelle aus dem Niedrigpreissegment vergleichsweise schnell an Elastizität verlieren und deshalb nur wenige Monate genutzt werden können. Auch bei Secondhandtüchern ist Vorsicht geboten.
- Ein Ring-Sling ist ein Tragetuch mit zwei stabilen Ringen, das Baby sitzt dabei meist seitlich auf der Hüfte. Er ist bei älteren Babys praktisch, die ihre Umgebung beobachten möchten oder nur kurze Zeit am Stück getragen werden wollen. Allerdings kann die einseitige Belastung zu Verspannungen führen, sodass sich der Ring-Sling nicht für längere Wege eignet.
- Babytragen sind im Vergleich zu Tragetüchern schneller anzulegen. Die meisten Tragen sind dank stufenlos verstellbarer Stege und Rückenpaneele mitwachsend und individuell anpassbar. Je nach Modell gibt es jedoch große Unterschiede. Bei Half-Buckle-Tragen und Mei Tais werden die Träger wie bei einem Tragetuch gebunden, was ein besonders angenehmes Tragegefühl bietet. Full-Buckle-Tragen lassen sich hingegen mit wenigen Handgriffen anlegen und sind besonders praktisch für unterwegs.
Gut zu wissen: Wofür Sie sich entscheiden, hängt von Ihren Vorlieben und Bedürfnissen ab. Wichtig ist nur, dass Ihr Baby ergonomisch richtig sitzt. Lassen Sie sich von zertifizierten Trageberater:innen unterstützen! Sie zeigen Ihnen, wie Tragehilfen richtig gebunden und angelegt werden, und beraten Sie bei der Auswahl eines passenden Modells.
Tipps – so können Sie Ressourcen sparen
- Secondhand nutzen: Wenn Sie bereits wissen, welche Tragehilfe am besten zu Ihnen passt, können Sie gewebte Tragetücher und Babytragen gebraucht kaufen. Diese werden durch häufige Nutzung sogar besser, da ihr Stoff weicher und angenehmer wird. Überprüfen Sie vor dem Kauf, ob es Abnutzungserscheinungen, Risse oder schwache Stellen im Stoff, in den Nähten und Gurten gibt. Erkundigen Sie sich, ob die Tragehilfe regelmäßig gereinigt wurde. Bei elastischen Tragetüchern ist mehr Vorsicht geboten. Hier kann sich der Stoff durch häufige Nutzung ausdehnen, sodass der Rücken des Babys nicht mehr optimal gestützt wird.
- Babytragen sind sehr individuell: Ob sie gut passen, hängt von vielen Faktoren ab. Kaufen Sie Babytragen erst nach der Geburt, wenn Sie sie mit Ihrem Baby austesten und durchprobieren können. Andernfalls kann es passieren, dass Sie das Tragen frühzeitig aufgeben, weil Sie Schmerzen haben oder glauben, dass Ihr Baby „nicht getragen werden möchte.“
Im Alltag gibt es mit einem Baby viele neue Wege zu entdecken – ganz im wörtlichen Sinn. Das Zu-Fuß-Gehen spielt dabei oft eine wichtige Rolle: Kurze Strecken zum Einkaufen, ein Spaziergang oder der Weg zu Freund:innen und Familie lassen sich so meist ruhig und flexibel gestalten. Bewegung an der frischen Luft tut nicht nur dem Baby gut, sondern hilft auch den Eltern, sich in diesem neuen Lebensabschnitt besser zurechtzufinden.
Ein passender Kinderwagen kann diese Wege deutlich erleichtern und für mehr Komfort und Sicherheit sorgen. Je nachdem, wie Ihr Alltag aussieht und welche Strecken Sie häufig zurücklegen, lohnt es sich, verschiedene Modelle und Funktionen genauer anzuschauen.
- Nicht asphaltierte Straßen: Für Wege abseits befestigter Straßen eignen sich Modelle mit großen Rädern, Luftreifen und guter Federung.
- Urbaner Großraum: In der Stadt sind Kinderwägen praktischer, die sich leicht in engen Kurven manövrieren lassen. Besonders empfehlenswert sind kompakte Modelle mit geringem Gewicht und schwenkbaren Vorderrädern, die auch mit einer Hand geschoben werden können.
- Öffis: Wer häufig öffentliche Verkehrsmittel nutzt, sollte auf eine maximale Breite von 61 cm achten.
- Steile Wege: Für diese Strecken sollte der Kinderwagen über eine gut funktionierende Bremse und eine Handschleife verfügen.
- Fahrrad: Familien, die viel Rad fahren, profitieren von einem Fahrradanhänger, der sich auch als Kinderwagen nutzen lässt. Für viele Modelle gibt es spezielle Baby-Einsätze, sodass auch Kinder mitfahren können, die noch nicht eigenständig sitzen.
- Auto: Soll der Kinderwagen im Auto transportiert werden können, achten Sie auf ein kleines Klappmaß.
Je nach Einsatzgebiet ist ein leichter Aluminiumrahmen oder ein besonders stabiler Stahlrahmen sinnvoll. Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Klappmechanismus einfach zu bedienen ist.
Nützliches Zubehör wie Sonnen-, Regen- oder Insektenschutz, Liegeauflagen oder ein Kinderwagen-Organizer kann den Komfort erhöhen. Praktisch für ältere Geschwister ist ein Kiddy-Board, ein Trittbrett für Kinder von etwa 18 Monaten bis fünf Jahren, das sich bei Nichtgebrauch hochklappen und fixieren lässt.
Tipps – so können Sie Ressourcen sparen:
- Auf Qualität achten: Nachhaltig sind Kinderwägen, die langlebig, mitwachsend und reparierbar sind. Modelle, die sich von der Liegewanne zum Sportsitz umbauen lassen, können über mehrere Jahre genutzt werden. Fahrrad-Kinderanhänger eignen sich mit passenden Hängematten-Einsätzen bereits für kleinere Babys.
- Pflege und Reparatur mitdenken: Achten Sie darauf, dass die Bezüge abnehmbar und waschbar sind, und prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ersatzteile und Reparaturmöglichkeiten angeboten werden.
- Secondhand nutzen: Gebrauchte Kinderwägen sind weit günstiger als neue. Prüfen Sie vor dem Kauf den Rahmen, die Bremsen und Reifen sowie die Liegeschale auf Sauberkeit und mögliche Schäden.
Als Eltern stehen Sie im Alltag mit Ihrem Kind vor ganz unterschiedlichen Wegen und Entscheidungen – manchmal ganz spontan, manchmal gut geplant. Besonders in den ersten Lebensjahren spielt der sichere und komfortable Transport eine wichtige Rolle, egal ob im Auto, auf dem Fahrrad oder unterwegs im Alltag mit dem Kinderwagen.
Babyschalen und Kindersitze begleiten Familien deshalb über mehrere Jahre hinweg und werden an Alter, Größe und Entwicklungsstand angepasst in verschiedenen Situationen: im Auto für längere Strecken, aber auch im Fahrradanhänger oder in passenden Transporträdern beim Radfahren oder Spazierengehen. So lassen sich Wege flexibel gestalten und Ihr Kind ist dabei gut geschützt und nah bei Ihnen. Da Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet sind, steht die Sicherheit immer an erster Stelle. Zulässige Sitze müssen entweder der älteren Norm ECE R44/04 oder der modernen i-Size-Norm (UN R129) entsprechen.
Gut zu wissen: i-Size-Sitze gelten als besonders sicher, da sie strenge Seitenaufpralltests durchlaufen und nach Körpergröße statt Gewicht eingeteilt werden, um Kopf und Nacken besser zu schützen. R44-Sitze dürfen zwar weiterhin verwendet werden, sind jedoch immer seltener im Handel erhältlich. Informieren Sie sich vor dem Kauf über aktuelle Testergebnisse von ADAC und ÖAMTC und lassen Sie sich im Fachhandel beraten.
Die Babyschale ist für Neugeborene bis etwa 15 Monate geeignet und wird im Auto stets rückwärtsgerichtet befestigt. Auf dem Beifahrersitz darf sie nur verwendet werden, wenn der Airbag deaktiviert ist. Eine Babyschale ist nutzbar, solange das Kind ausreichend Platz hat, der Kopf nicht über den Rand hinausragt und die Schultergurte korrekt verlaufen – meist bis etwa 80 cm Körpergröße. Danach folgt der Wechsel in einen rückwärtsgerichteten Folgesitz („Reboarder“). Babys und Kleinkinder sollten so lange wie möglich entgegen der Fahrrichtung transportiert werden, da dies die empfindliche Halswirbelsäule besser schützt.
Viele Modelle verfügen über herausnehmbare Sitzverkleinerer beziehungsweise Einsätze, die die Körperhaltung von Neugeborenen unterstützen und für einen besseren Sitz sorgen. Wichtig sind außerdem verstellbare Kopfstützen, Gurte und weiche Gurtpolster, die den Hals schützen.
Gut zu wissen: ISOFIX ist ein genormtes Befestigungssystem (ISO 13216), das besonders sicher ist und Anwendungsfehler nahezu ausschließt. Die starre Verbindung zwischen Fahrzeug und Sitz wird über zwei Metallhaken hergestellt, die mit wenigen Klicks einrasten.
Tipps – so können Sie Ressourcen sparen:
- Secondhand nutzen: Verwenden Sie nur unfallfreie Sitze in gutem Zustand und aus vertrauenswürdiger Quelle, idealerweise aus Familie oder Freundeskreis. Selbst kleine Schäden können die Sicherheit stark beeinträchtigen.
- Vollständigkeit prüfen: Achten Sie darauf, dass alle wichtigen Zubehörteile wie Anleitung, Stützpolster oder Neugeborenen-Einsatz vorhanden sowie die Stoffbezüge abnehmbar und waschbar sind.
- Prüfsiegel kontrollieren: Stellen Sie sicher, dass das Prüfsiegel (ECE oder i-Size) vorhanden und lesbar ist. Ohne gültiges Prüfsiegel darf der Sitz nicht verwendet werden.
- Babyschale und Basisstation mieten: In Österreich bietet beispielsweise der ÖAMTC die Möglichkeit, Babyschalen und Basisstationen auszuleihen. Sie können auch nur die Basisstation mieten und die Babyschale neu kaufen.
Öffentliche Verkehrsmittel bieten im Vergleich zum Auto oft mehr Bewegungsfreiheit für Babys und Kinder. Zum Stillen oder Wickeln müssen Sie nicht extra anhalten und können sich während der Fahrt ganz Ihrem Baby widmen. Besonders längere Strecken werden mit dem Zug daher häufig als entspannter empfunden als mit dem Auto – auch wenn Ausflüge mit Baby natürlich nie ganz stressfrei sind.
Gut zu wissen: Viele Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen bieten Sondertarife an. Dabei sind Kleinkinder (bis sechs Jahre) meist kostenfrei unterwegs. Für Familien gibt es oft günstige Angebote. Auch Kinderwägen dürfen meist gratis mitgenommen werden.
Tipps für die Öffi-Fahrt mit Baby:
- Barrierefreie Angebote wählen: Immer mehr Züge, Straßenbahnen und Busse sind barrierefrei und verfügen über eigene Stellplätze für Kinderwägen. Viele Fahrzeuge haben zudem eine Kinderwagen-Taste, die die Türen länger geöffnet hält. Für den Ein- und Ausstieg im Railjet können Sie bei Bedarf Unterstützung durch das Zugpersonal anfordern.
- Familienbereiche nutzen: Buchen Sie Plätze in der Familienzone (Railjet) oder in Familienabteilen (Westbahn, ICE). Dort stört es niemanden, wenn es einmal lauter wird.
- Stoßzeiten meiden: Wenn möglich, reisen Sie außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Das erleichtert das Ein- und Aussteigen und sorgt für mehr Platz.
- Eigenen Sitzplatz reservieren: Mit der ÖBB Family Card können Sie für Ihr Baby einen eigenen Sitzplatz reservieren.
Gut zu wissen: In Aufzügen haben Kinderwägen Vorrang. Auf Bahnsteigen können Sie Befestigungsschlaufen nutzen, um den Kinderwagen sicher abzustellen.
Für Spaziergänge mit Baby kann es praktisch sein, sowohl Kinderwagen als auch Tragehilfe dabeizuhaben. Einkäufe, die Wickeltasche oder eine zusätzliche Jacke lassen sich bequem im Kinderwagen verstauen. Gleichzeitig bleiben Sie flexibel: Manche Babys liegen gern im Wagen, andere möchten zwischendurch lieber getragen werden.
Wenn möglich, wählen Sie für Spaziergänge ruhigere Wege durch Parks, Wohnstraßen oder grüne Nebenstraßen. Babys sitzen oder liegen im Kinderwagen näher an der Höhe von Autoauspuffen und können dort stärker Abgasen ausgesetzt sein. An vielbefahrenen Straßen kann es deshalb sinnvoll sein, auf die abgewandte Straßenseite zu wechseln, einen ruhigeren Weg einzuschlagen oder Ihr Baby für ein Stück in der Trage mitzunehmen.
Wenn Sie Ihr Baby mit dem Fahrrad mitnehmen möchten, ist eine altersgerechte und sichere Transportlösung wichtig. Für die ersten Monate kommt meist ein Fahrradanhänger oder Transportrad mit passender Hängematte oder Babyschale infrage, damit Ihr Baby gut gestützt liegt und möglichst vor Erschütterungen geschützt ist. Gerade bei unebenem Untergrund kann es hilfreich sein, ruhige Strecken zu wählen und das Tempo anzupassen.
Erst wenn Ihr Baby selbstständig aufrecht sitzen kann, kann es in einem Fahrradkindersitz hinter Ihnen mitfahren. Achten Sie darauf, dass sich das Gurtsystem nicht leicht öffnen lässt, ein höhenverstellbarer Beinschutz vorhanden ist und die Füße mit Riemen gesichert werden können. Für Kleinkinder haben wir zudem zusammengefasst, worauf beim Kauf eines Laufrads, Kinderrads oder Fahrradsitzes zu achten ist.
Wenn Sie häufiger mit Kind unterwegs sind, kann sich auch ein Blick in unsere Transportrad-Rubrik lohnen. Dort finden Sie Anregungen und Informationen zu verschiedenen Möglichkeiten, Kinder im Alltag komfortabel und flexibel mit dem Fahrrad mitzunehmen.
Zwischen Klimablues und Zukunftsvorsorge
Mit einem Baby verändert sich im Alltag vieles. Viele Eltern merken in dieser Zeit, dass Fragen rund um Gesundheit, Sicherheit, Finanzen und Nachhaltigkeit plötzlich näher rücken. Das ist nachvollziehbar: Wer ein Kind bekommt, denkt oft stärker darüber nach, in welcher Welt es aufwachsen wird. Dabei kann schnell der Wunsch entstehen, möglichst viele Dinge „richtig“ zu machen – für das Kind, die Familie und die Zukunft.
Doch nicht alles muss sofort perfekt sein. Oft sind es die vielen kleinen Entscheidungen im Alltag, die in Summe etwas bewirken: Vorhandenes weiterverwenden, Neuanschaffungen gut überlegen, Energie sparen oder Wege finden, die zum eigenen Familienleben passen. Nachhaltigkeit kann so Schritt für Schritt Teil des Alltags werden.
Auch bei finanziellen Entscheidungen lohnt sich ein genauer Blick. Früher war es oft das klassische Sparbuch, heute gibt es deutlich mehr Möglichkeiten, Geld für Kinder zurückzulegen oder für die Familie vorzusorgen. Dabei kann es sinnvoll sein, nicht nur auf Ertrag und Sicherheit zu achten, sondern auch darauf, wohin das eigene Geld fließt und welche Wirkung es dort entfaltet.
Und noch etwas: Mit Sorgen um Klima, Zukunft oder gesellschaftliche Entwicklungen sind Sie nicht allein. Gespräche mit anderen Eltern können entlasten, neue Perspektiven eröffnen und zeigen, dass viele Menschen sich ähnliche Gedanken machen. Oft entstehen gerade daraus gute Ideen für den Familienalltag.