Städtebau

Es gilt, attraktive öffentliche Räume zu schaffen und den passenden Nutzungsmix zu finden.

Mikroklimaanalyse

Mikroklimaanalysen helfen, die Auswirkung der zukünftigen mikroklimatischen Bedingungen auf die Aufenthalts-, Nutzungs- und Lebensqualität im Projektgebiet abzuschätzen um darauf aufbauend effektive und effiziente Maßnahmen möglichst frühzeitig abzuschätzen und einzuplanen (z.B. grüne und blaue Infrastruktur). Daten zur zukünftigen klimatischen Entwicklung sind teilweise in den geografischen Informationssystemen der Bundesländer verfügbar; aber auch Freiraumplaner bieten entsprechende Expertise bei der Detailplanung an. klimaaktiv unterstützt den Entscheidungsprozess mit Hilfe des so genannten Grün- und Freiflächenfaktors, welcher die Quantität und Qualität der geplanten Gestaltungselemente in das Verhältnis zur Baulandfläche setzt. Teilweise erfolgt die Qualitätssicherung mittlerweile mit Systemen wie z.B. © Greenpass, welche eine Vielzahl von klimarelevanten Indikatoren für eine konkrete Planung berechnen und bewerten.

  • Projekte, welche mit einfachen Mikroklimaanalysen gearbeitet haben: Sonnengarten Limberg, Wir inHAUSer, KooWo, Quartier Campagne, Burgfriedsiedlung
  • Projekte, welche aufwändige Mikroklimaanalysen umgesetzt haben: Quartier 12, GNICE

Bringt Punkte im Themenfeld  C.2

Räume schaffen Möglichkeiten

Schon mal daran gedacht die Lärmschutzwand durch funktionale Bauwerke zu unterbrechen? Neben Lärm- und Sichtschutz werden Flächen effizient genutzt und gemeinsam nutzbare Räume wie Werkstätten, Musikraum, Jugendraum möglich. Ebenso erfolgreich sind gemeinschaftlich nutzbare Dachflächen, welche z.B. als Dachterrasse ausgeführt werden. Im Erdgeschossbereich haben sich mittlerweile Gemeinschaftsräume als gute Ergänzung zum Angebot vor Ort bewährt. Bei all diesen Elementen gilt es zu beachten, dass die Regeln und die Kosten für die Bewirtschaftung vorab mit dem Betreiber (z.B. Hausverwalter, Hausgemeinschaft, Gemeinde) geklärt werden sollten.

  • Projeke mit halböffentlich nutzbarem Gemeinschaftsraum: KooWo, Quartier 12, Burgfriedsiedlung
  • Projekte mit gemeinschaftlich nutzbaren Dachterrassen: Wir inHAUSer, Campagne Reichenau, GNICE
  • Projekte mit funktionaler Lärmschutzwand: Sonnengarten Limberg

Bringt Punkte im Themenfeld C.4

Lebenszykluskosten

Ein zentrales Thema bei allen Projekten ist die Finanzierbarkeit. Dabei werden mittlerweile vermehrt auch Lebenszyklusbetrachtung angestellt. Höhere Investitionskosten in der Anfangsphase bringen dabei in der Regel geringere laufende Kosten. Die bisher umgesetzten Erfolgsprojekte wurden vorwiegend von gemeinnützigen Bauvereinigungen umgesetzt, welche die lokal vorgegebene Kostengrenze einhalten müssen. Unabhängig davon gelingt es auch bei solchen Projekten, neue Geschäftsmodelle in die Umsetzung zu bringen. klimaaktiv unterstützt die Entscheidungsfindung mit einem Wirtschaftlichkeitsrechner welcher den gesamten Lebenszyklus abbildet sowie einer Förderübersicht über alle relevantesten Themenfelder.

  • Projekte mit einfacher Lebenszyklusbetrachtung für einzelne Bereiche: KooWo, Quartier Campagne, Burgfriedsiedlung
  • Projekte mit vollumfänglicher Lebenszyklusbetrachtung für mehrere Bereiche: Sonnengarten Limberg, Wir inHAUSer, Quartier 12, GNICE

Bringt Punkte im Themenfeld D.1

Alternative Bauweisen und Baustoffe

Bei den umgesetzten Erfolgsprojekten wird unter anderem aus ökologischen Gründen mittlerweile verstärkt auf Leicht- bzw. Holzbauweisen gesetzt. Auch das Thema der Wiederverwendung von Baustoffen und Rezyklierbarkeit spielt eine Rolle. Erfahrungswerte aus der Praxis zeigen, dass die Herausforderungen in der Planung, Umsetzung und Bewirtschaftung alle gut gemeistert und der ökologische Rucksack auf ein Minimum reduziert werden kann. klimaaktiv bietet neben einer Dämmstoffbroschüre auch ein Tool für die überblicksmäßige Berechnung der grauen Energie von Baustoffen an.

  • Projekte in Massivbauweise: Sonnengarten Limberg, Quartier Campagne, Quartier 12
  • Projekte in Hybridbauweise: Wir inHAUSer, GNICE
  • Projekte in Holzbauweise: KooWo, Burgfriedsiedlung

Bringt Punkte im Themenfeld D.2

Angemessene Nutzungsdichte

Die Anforderungen an die Grundrissgestaltung hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. War vor Jahren noch das Thema Barrierefreiheit das Maß der Dinge, wünschen sich zukünftige Nutzer:innen z.B. vermehrt ein Extra Zimmer für Home-Office. Abhilfe schaffen dabei halböffentliche Räume, welche kostengünstig und temporär als z.B. Co-Working Space oder Gästeapartment angemietet werden können. Der Kreativität sind aber rechtliche Grenzen gesetzt. So ist es derzeit in Österreich nicht möglich, Parkflächen anderwärtig zu nutzen oder Konzepte für die Zusammenlegung von Wohnungen bzw. den Wohnungstausch anzubieten (Stichwort Belegungsvorschriften).

  • Projekte mit Co-Working Spaces: KooWo
  • Projekte mit Gästeapartments: Sonnengarten Limberg

Bringt Punkte im Themenfeld D.3

Veröffentlicht am 06.06.2023