55 Millionen Euro für klimaschonendes Radfahren, Zu-Fuß-Gehen und Mobilitätsmanagement

Weitere 22 Millionen Euro Fördermittel des BMK noch bis Ende Februar 2024 verfügbar

Die Frist zur Einreichung läuft mit 29. Februar 2024 aus. Informationen zu den neuen Förderschienen folgen sobald wie möglich.

 

Die Förderung gesunder und klimafreundlicher Mobilitätsformen, wie Radfahren und Zu-Fuß-Gehen sowie Mobilitätsmanagement bleibt in Österreich ein vorrangiges Thema. ­­Das zeigten die 36. und 37. Sitzungen des klimaaktiv mobil Beirats, bei der eine Fördersumme von mehr als 55 Millionen Euro aus Mitteln des Klima- und Energiefonds für 65 heimische Vorzeigeprojekte genehmigt wurde. Die genehmigten Projekte lösen 127 Millionen Euro an Investitionen aus und sparen jährlich mehr als 5.200 Tonnen CO2-Emissionen ein. Einreichungen für die verbleibenden 22 Millionen Euro des klimaaktiv mobil Förderprogramms „Aktive Mobilität und Mobilitätsmanagement“ des Klimaschutzministeriums (BMK) sind noch bis Ende Februar 2024 möglich: umweltfoerderung.at/mobilitaetsmanagement

Trofaiach und Großarl setzen umfangreiche Fußverkehrskonzepte um

Mit dem österreichweiten Masterplan Gehen soll der Anteil des Fußverkehrs am Gesamtverkehr bis 2030 auf 21 Prozent erhöht werden. Das Verlagerungspotential ist noch groß, denn sieben Prozent aller Autofahrten sind kürzer als 1.000 Meter – eine Kurzstreckendistanz, die sich klimaschonend und gesund zu Fuß bewältigen lässt. Dass die Förderung des Fußverkehrs bei den Gemeinden immer wichtiger wird, zeigen auch die genehmigten Fußverkehrsprojekte. Das Zu-Fuß-Gehen attraktiver machen und die Nahversorgung stärken – darauf zielen zum Beispiel die Maßnahmen von Großarl (Salzburg) ab. Um dies zu erreichen, wird ein lokales Fußverkehrskonzept mit 25 Maßnahmen, unter anderem eine Begegnungszone am Marktplatz, umgesetzt. Zu den heimischen Good-Practice-Beispielen zählt weiters Trofaiach (Steiermark), das 24 Fußverkehrsmaßnahmen beispielsweise mit Querungshilfen zur besseren Erreichbarkeit der Bushaltestellen sowie bewusstseinsbildende Maßnahmen umsetzt.

MPreis setzt auf klimafreundliche Mitarbeitendenmobilität

Das Tiroler Unternehmen MPREIS setzt ein vorbildliches betriebliches Mobilitätsmanagementprojekt um und motiviert Mitarbeitende zu einem klimafreundlichen Arbeitsweg mit einem umfassenden Maßnahmenpaket mit ÖV-Abfahrtsmonitoren, JobTickets, E-Fahrrädern und E-Scooter als Last-Mile-Lösungen, einer Fahrgemeinschaftsplattform, überdachten Radabstellplätzen sowie Dusch- und Umkleidemöglichkeiten, E-Ladestallen für den internen Fuhrpark und effizienten bewusstseinsbildenden Begleitmaßnahmen (Onboarding-Paket für neue Mitarbeitende mit Infos zu den nachhaltigen Mobilitätslösungen und Informationsveranstaltungen).

Land Salzburg und Stadt Wien setzen Radnetzausbau fort

Auf den konsequenten Ausbau des Radverkehrsnetzes setzt das Land Salzburg mit Lückenschlüssen im Landesradroutennetz in den Regionen Pinzgau, Pongau und Lungau. Das größte Radnetzausbauprogramm hat die Stadt Wien eingereicht. Für das mehr als 50 Maßnahmen umfassende Radwegbauprogramm mit einer Gesamtinvestitionssumme von mehr als 57 Mio. Euro, welches in den nächsten zwei Jahren umgesetzt werden soll, erhält die Stadt Wien eine Fördersumme von etwa 28 Millionen Euro. Unter den geförderten Maßnahmen befinden sich zahlreiche Großprojekte wie der neue Radhighway Süd, der Umbau der Argentinierstraße zur Fahrradstraße oder die Errichtung von mehr als zwei Kilometern Zwei-Richtungs-Radweg in der Donaustadtstraße – aber auch viele Lückenschlüsse sowie die Errichtung von Fahrradabstellanlagen. Gefördert werden nicht nur die Infrastruktur selbst, sondern etwa auch die Planung, begleitende Maßnahmen wie Beleuchtung, Radfahrabstell-Anlagen, Lastenrad-Förderung sowie pädagogische Maßnahmen wie die Gratis-Fahrradkurse und Bildungsprogramme für unterschiedliche Schulstufen durch die Mobilitätsagentur Wien.

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Veröffentlicht am 10.08.2023