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Windkraft – ein Gewinn für Gemeinden

Windkraft ist eine der wichtigsten erneuerbaren Energietechnologien für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Stromversorgung. Sie liefert kostengünstig große Mengen Strom, reduziert die Abhängigkeit von Energieimporten und wird zunehmend zum Standortfaktor. Für Gemeinden zahlt sich der Ausbau in mehrfacher Hinsicht aus.

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Windkraft bringt zahlreiche Vorteile für die Gemeinde

  • Bezahlbarer Strom: Windkraft senkt Strompreise, gleicht Preisschwankungen aus und steigert somit die Wettbewerbsfähigkeit.
  • Attraktivität für Investor:innen: Die Verfügbarkeit von günstigem erneuerbaren Strom wird zunehmend zu einem wichtigen Standortfaktor für Unternehmen und Investitionen.
  • Zusätzliche Einnahmen: Windkraft schafft neue finanzielle Spielräume für Gemeinden durch Steuern, Abgaben, Pachteinnahmen und Beteiligungen.
  • Regionale Wertschöpfung: Gemeinden, Unternehmen und Bürger:innen profitieren. Ein großer Teil der Ausgaben bleibt in der Region und stärkt die lokale Wirtschaft langfristig.
  • Finanzierung kommunaler Projekte: Zusätzliche Einnahmen können für Schulen, Kindergärten, Sportanlagen oder soziale Einrichtungen eingesetzt werden.
  • Versorgungssicherheit: Regionale Stromerzeugung reduziert die Abhängigkeit von Energieimporten, für die wir jedes Jahr Milliarden ans Ausland überweisen.
  • Zukunftssichere regionale Entwicklung: Windkraft fördert eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung über Jahrzehnte.
  • Nachhaltiger Standort: Windkraft stärkt das Profil einer Gemeinde als zukunftsorientierter Standort für Unternehmen, Fachkräfte und die Bevölkerung

Vorteile für Bürger:innen

Gemeinden und Bürger:innen können sich über Energiegemeinschaften oder andere Beteiligungsmodelle direkt an Windkraftprojekten beteiligen. Dadurch erhalten sie die Möglichkeit, von den wirtschaftlichen Erträgen der erzeugten erneuerbaren Energie zu profitieren. Finanzielle Beteiligungen stärken die regionale Wertschöpfung, da ein Teil der Einnahmen in der Gemeinde bleibt und den Menschen vor Ort zugutekommt. Gleichzeitig fördern sie die Identifikation mit dem Projekt und ermöglichen es, die Energiewende aktiv mitzugestalten.

Schon gewusst? Fakten zu Windkraft

  • Strom aus Windkraft ist günstig und senkt die Preise auf Strommärkten.
  • Ein modernes Windrad erzeugt Strom für mehr als 5.000 Haushalte.
  • Windkraft versorgt bereits 2,7 Millionen österreichische Haushalte.
  • Die energetische Amortisationszeit liegt bei drei bis sechs Monaten.

Rückhalt in der Bevölkerung

Die Zustimmung zur Windkraft ist breiter, als die Lautstärke einzelner Gegeninitiativen vermuten lässt. Eine aktuelle Umfrage des Pragmaticus (Mai 2026) weist rund 80 Prozent Zustimmung zum Windkraftausbau aus, ausdrücklich auch im eigenen Umfeld. Die Ö3-Jugendstudie 2026 mit über 13.500 Befragten bestätigt dieses Bild für die junge Generation: 78 Prozent finden ein Windrad in der eigenen Umgebung gut. Klar ist aber auch: Wo Windkraft neu hinzukommt, gibt es oft Fragen zu Lärm, Schattenwurf, Landschaftsbild und Auswirkungen auf die Natur. Diese Sorgen sind ernst zu nehmen. Gleichzeitig sind die Wirkungen gut untersucht und durch gesetzliche Vorgaben geregelt: Mindestabstände, Schall- und Schattengrenzwerte sowie naturschutzfachliche Prüfungen sind Teil jedes Genehmigungsverfahrens. Entscheidend ist, frühzeitig zu informieren, Fragen ernst zu nehmen und verständlich zu vermitteln, was ein Projekt für die Gemeinde bedeutet – das schafft Vertrauen und Akzeptanz.

Windkraft ist ein sicheres Zeichen einer unabhängigen Energieversorgung.

Zum Thema Windenergie kursieren widersprüchliche Meinungen und Aussagen, doch wie viele davon halten einer objektiven Betrachtung stand? Lesen Sie in unserem FAQ zu Windkraft, die Antworten zu grundlegenden Fragen. Weiterlesen

Wind und Sonne sind ein gutes Team!

Die Stromerzeugung aus Windkraft und Photovoltaik ergänzt sich im Jahresverlauf gut. Windkraft liefert im Winter verlässlich Strom, wenn die PV-Stromproduktion geringer ist. Das ist in der folgenden Abbildung deutlich zu sehen:

© Österreichische Energieagentur (AEA)
Tägliche Stromerzeugung aus PV und Wind in GWh (2024). Quelle: Grafik AEA, Daten ENTSO-E

Windkraft und Landwirtschaft gehen Hand in Hand

Windkraft und bestehende Landnutzungen lassen sich hervorragend miteinander verbinden, da Windkraftanlagen nur einen sehr kleinen Teil der bewirtschafteten Flächen beanspruchen. Ackerbau, Grünlandbewirtschaftung, Viehhaltung und die Jagd bleiben auch nach der Errichtung eines Windparks uneingeschränkt möglich. Gleichzeitig profitieren Landwirt:innen von langfristigen Pachteinnahmen.

Was bringt das EABG?

Das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) wurde im Juni 2026 beschlossen. Es bringt für Gemeinden im Zusammenhang mit Windkraftanlagen wesentliche Neuerungen:

  • Vorschlagsrecht und Ausschlusszonen: Gemeinden haben nun ein gesetzlich verankertes Vorschlagsrecht, welche Flächen sich für Windkraft (und andere Erneuerbare) als Beschleunigungsgebiete eignen und welche ausgeschlossen werden sollen.
  • Finanzielle Beteiligung der Standortgemeinden: Gemeinden können mit Projektwerber:innen Vereinbarungen über eine Energiewendebeteiligung abschließen.
  • Beschleunigte Genehmigungen: Ab 2027 gelten neue Verfahrensregeln mit kürzeren Fristen, gebündelten Zuständigkeiten, digitalen Verfahrensführungen und schnelleren Rechtsmittelverfahren.

Konkret bedeutet das: mehr Einfluss durch frühzeitige Mitwirkung an regionaler Planung sowie bessere finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten. Ob sich ein Standort für die Windkraft eignet, lässt sich auf einen Blick im aktuellen Windatlas feststellen.

Tipp: Legen Sie möglichst früh fest, welche Flächen sich für Windkraft eigenen!

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