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Photovoltaik: fit für die Zukunft

Österreichs Klimaziele stellen das Stromsystem vor große Herausforderungen: Bis 2040 muss sich die heimische Stromproduktion nahezu verdoppeln, wofür rund 30 GW installierte Photovoltaikleistung erforderlich sein werden. Um dennoch einen hohen Anteil an Solarenergie im Stromsystem zu ermöglichen und gleichzeitig eine gute Netzstabilität zu gewährleisten, braucht es das Zusammenspiel aller Akteure – insbesondere auch der Betreiber und Betreiberinnen von PV-Anlagen. Die PV-Anlage der Zukunft reduziert Mittagsspitzen, ist optimiert geplant und profitabel.

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Eigenverbrauchsoptimierung für Gemeinden und ihre Einwohner:innen

Zur Erreichung von Österreichs Klimazielen ist die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger und die Erhöhung der Energieeffizienz in allen Sektoren unabdingbar. Die dafür erforderliche Energie-, Mobilitäts- und Wärmewende wird zu einer Verdopplung der Stromproduktion in Österreich bis 2040 führen, wodurch insgesamt 30 GW an installierter PV-Leistung bis 2040 notwendig wären. Um dies realisieren zu können braucht es Stromspeicher, Netzausbau sowie eine optimierte Nutzung von Photovoltaik.

Der starke Ausbau der Photovoltaik in den vergangenen Jahren hat jedoch auch neue Herausforderungen für das Stromsystem mit sich gebracht. In Zeiten der Energiekrise wurden PV-Anlagen häufig nicht auf einen hohen Eigenverbrauch ausgelegt, sondern auf einen möglichst hohen Ertrag. Es wurde die maximal nutzbare Dachfläche ausgenutzt, um im Sinne der Versorgungssicherheit möglichst viel eigenen Strom zu erzeugen und von den damals hohen Einspeisetarifen zu profitieren. 

Allein 2023 wurden in Österreich über 2 GW Photovoltaikleistung neu installiert. Die Folge sind zunehmende Stromüberschüsse zu Zeiten hoher Sonneneinstrahlung, insbesondere zur sommerlichen Mittagszeit und damit einhergehende niedrige oder sogar negative Strompreise und wachsende Belastungen für das Stromnetz.  

Die mittlerweile rund 500.000 PV-Anlagen in Österreich erzeugen insbesondere zur Mittagszeit hohe Einspeisespitzen. Obwohl diese nur wenige Stunden pro Jahr auftreten, muss das Stromnetz dafür ausgelegt werden. Sind die verfügbaren Netzkapazitäten ausgeschöpft, können zusätzliche Anlagen häufig nur nach kostspieligen Netzausbauten angeschlossen werden. 

Vor diesem Hintergrund rücken neue Lösungsansätze in den Fokus. Durch gezielte Maßnahmen wie höheren Eigenverbrauch, Lastverschiebung oder die Reduktion von Einspeisespitzen können PV-Anlagen auch künftig wirtschaftlich installiert und betrieben werden.

Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG)

Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen wurden entsprechend weiterentwickelt. Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG), das seit 24. Dezember 2025 in Kraft ist, wurden zahlreiche Regelungen geschaffen, um verfügbare Netzkapazitäten effizienter zu nutzen, den Netzanschluss neuer Erzeugungsanlagen zu erleichtern und einen systemdienlichen Betrieb zu fördern. Die für PV-Anlagen relevanten Bestimmungen werden im Folgenden jeweils im Zusammenhang mit den entsprechenden Maßnahmen erläutert.

Wie können PV-Anlagen in Zukunft bestmöglich genutzt werden?

Der Großteil der bestehenden PV-Anlagen in Österreich ist klassisch nach Süden ausgerichtet. Diese Bauweise maximiert zwar den Jahresertrag, führt jedoch zu ausgeprägten Einspeisespitzen rund um die Mittagszeit. Genau diese Spitzen bringen das Stromnetz zunehmend an seine Grenzen und tragen zu niedrigen oder sogar negativen Strompreisen bei.

Eine zukunftsfähige Nutzung von Photovoltaik erfordert daher ein Umdenken: Statt möglichst viel Strom zur gleichen Zeit zu erzeugen, gilt es, die Mittagseinspeisung zu reduzieren und die Erzeugung stärker auf die Tagesrandzeiten zu verlagern. Ziel ist es, die Einspeisedauer zu verlängern, die PV-Erzeugung gleichmäßiger über den Tag zu verteilen und ihn möglichst dann bereitzustellen, wenn er tatsächlich gebraucht wird. Ein solches System ist sowohl für das Stromnetz als auch für die Anlagenbetreiber und -betreiberinnen von Vorteil durch höhere Wirtschaftlichkeit. 

Bei Neuanlagen können diese Aspekte schon bei der Planung mitgedacht werden. Die sinnvolle Nutzung nachträglich installierter Batteriespeicher, Elektrofahrzeuge oder anderer flexibler Verbraucher können die Systemverträglichkeit bestehender Anlagen weiter erhöhen. Sie ermöglichen es, Solarstrom zeitlich zu verschieben, Einspeisespitzen zu glätten und den Eigenverbrauch zu steigern. 

ElWG kompakt: Spitzenkappung ermöglicht mehr Netzanschlüsse (§ 101)

Diesen Ansatz greift auch das ElWG auf. Um vorhandene Netzkapazitäten besser auszunutzen, können Netzbetreiber bei neuen oder wesentlich geänderten Erzeugungsanlagen die maximal zulässige Einspeiseleistung begrenzen. Bei Photovoltaikanlagen darf diese Begrenzung grundsätzlich nicht unter 70 % der installierten Modulspitzenleistung liegen. Anlagen mit einer vereinbarten netzwirksamen Leistung von weniger als 7 kW sind von dieser Regelung ausgenommen. Für eine solche Begrenzung ist gesetzlich kein finanzieller Ausgleich vorgesehen.

ElWG kompakt: Flexibler Netzzugang ermöglicht früheren Netzanschluss (§ 103)

Reichen die verfügbaren Netzkapazitäten für einen uneingeschränkten Netzanschluss nicht aus, kann zwischen Netzbetreiber und Anlagenbetreiber ein flexibler Netzzugang vereinbart werden. Dabei wird die Einspeiseleistung vorübergehend statisch oder dynamisch begrenzt. Sobald ausreichende Netzkapazitäten verfügbar sind, ist innerhalb der gesetzlich festgelegten Fristen ein vollständiger Netzzugang bereitzustellen. Während dieser Übergangsphase kann die zulässige Einspeiseleistung auch unter 70 % der Modulspitzenleistung liegen. Dadurch können neue PV-Anlagen häufig deutlich früher in Betrieb genommen werden.

PV-Anlagen eigenverbrauchsoptimiert planen

Bereits bei der Planung einer Photovoltaikanlage lassen sich wesentliche Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen und netzdienlichen Betrieb schaffen. Anstatt ausschließlich auf maximale Erträge zu optimieren, sollte bei der Planung neuer PV-Anlagen ein möglichst hoher Eigenverbrauch und eine Glättung der Erzeugungskurve im Vordergrund stehen. Eigenverbrauchsoptimierte Planung bedeutet, die Anlage so auszulegen, dass sie vor allem dann viel Strom liefert, wenn ein hoher Bedarf besteht. Während Haushalte typischerweise morgens und abends einen erhöhten Stromverbrauch haben, weisen viele Betriebe eine relativ konstante Last zwischen 8 und 17 Uhr auf. Je besser sich Erzeugungs- und Verbrauchskurve überlappen, desto höher fällt der Eigenverbrauch aus.

ElWG kompakt: Eigenverbrauch gewinnt wirtschaftlich an Bedeutung (§ 130)

Auch das ElWG setzt wirtschaftliche Anreize für eine stärkere Eigennutzung des erzeugten Solarstroms. Für Einspeiseanlagen ab 15 kW gelten künftig angepasste Regelungen beim Netzanschluss. Zusätzlich wird ab 1. Jänner 2027 für Anlagen mit einer netzwirksamen Leistung von mehr als 20 kW ein Versorgungsinfrastrukturbeitrag eingeführt. Dieser wird auf die eingespeiste Strommenge erhoben und ist gesetzlich mit höchstens 0,05 Cent/kWh begrenzt. Dadurch können Anreize entstehen, den erzeugten Solarstrom verstärkt direkt vor Ort zu nutzen und die Netzeinspeisung zu reduzieren. Anlagen bis einschließlich 20 kW sind davon allerdings ausgenommen. 

Werden PV-Module statt der klassischen Südausrichtung nach Ost und West ausgerichtet, verteilt sich die Stromproduktion gleichmäßiger über den Tag. Ost-West-Anlagen erzeugen mehr Strom in den Morgen- und Nachmittagsstunden und weniger zur Mittagszeit als südlich ausgerichtete Anlagen – genau dann, wenn der Strombedarf vieler Haushalte besonders hoch ist. Daher ist diese Ausrichtung ideal, um den Eigenverbrauch zu erhöhen.

Nachgeführte PV-Anlagen eignen sich für Freiflächenanlagen und bieten ebenfalls deutlich gleichmäßigere Erzeugungsprofile ohne ausgeprägtes Mittagsmaximum. Die Ausrichtung der Module wird dabei mithilfe eines Motors kontinuierlich dem aktuellen Sonnenstand angepasst. Dadurch können insbesondere in den Vormittags- und Nachmittagsstunden höhere Erträge erzielt werden als bei starren, südlich ausgerichteten Anlagen. 

Auch eine steilere Südausrichtung, also mit einem höheren Neigungswinkel als den üblichen 30 Grad, kann dazu beitragen, die Erzeugung zur Mittagszeit zu reduzieren. Gleichzeitig steigt die Stromproduktion zu Tagesrandzeiten sowie in den Wintermonaten, da die steilere Neigung besser mit dem Sonnenstand in diesen Zeiten übereinstimmt. In der Agri-PV kann diese Bauweise ebenfalls in Form südlich ausgerichteter Solarzäune umgesetzt werden. 

Nicht zuletzt sollten bereits in der Planungsphase flexible Verbraucher mitgedacht werden. Batteriespeicher, Elektrofahrzeuge oder Wärmepumpensysteme können überschüssigen PV-Strom aufnehmen und zeitlich versetzt nutzen. Richtig eingesetzt tragen sie dazu bei, Einspeisespitzen zu vermeiden, den Eigenverbrauch zu erhöhen und die PV-Anlage insgesamt netzschonender zu betreiben.  Neben einer systemverträglichen Planung und Installation lassen sich auch im laufenden Betrieb einer PV-Anlage gewisse Stellschrauben drehen, um den Eigenverbrauch zu erhöhen und Einspeisespitzen zur Mittagszeit reduzieren. 

Ein zentraler Hebel ist die zeitliche Anpassung des Stromverbrauchs an die PV-Erzeugung. Ziel ist es, möglichst viele Stromverbräuche in jene Stunden zu verlagern, in denen die PV-Anlage viel Strom liefert. Das lässt sich sowohl im Kleinen bewerkstelligen indem beispielsweise Waschmaschine und Geschirrspüler zur Mittagszeit laufen als auch mit großen Verbrauchern wie etwa Batteriespeicher, Elektrofahrzeuge oder Wärmepumpen die intelligent gesteuert werden, um überschüssigen PV-Strom aufzunehmen oder zwischenzuspeichern. So wird weniger Strom ins Netz eingespeist und mehr direkt vor Ort genutzt. 

Besonders entscheidend ist eine vorausschauende Steuerung von Batteriespeichern. Werden Speicher bereits ab den ersten Sonnenstunden am Morgen geladen, sind sie zur Mittagszeit häufig voll. In diesem Fall können zusätzliche PV-Überschüsse nicht mehr aufgenommen werden und fließen, trotz Speicher, weiterhin ungebremst ins Netz. Die Einspeisespitzen zur Mittagszeit bleiben damit nahezu unverändert.

ElWG kompakt: Vereinfachter Netzanschluss für kleine PV-Anlagen (§ 96)

Das ElWG schafft die Rahmenbedingungen für eine erleichterte Planung einer PV-Anlage und sieht einen vereinfachten Netzanschluss bis 20 kWp vor. Das Anzeigeverfahren wird so weit vereinfacht, dass nach der Meldung der Anlage bei dem Netzbetreiber innerhalb von 4 Wochen der Anschluss als freigegeben gilt, insofern diese innerhalb dieser Zeit keine Bedenken in Bezug auf Sicherheit oder Technik äußert. So kann der Anschluss kleiner PV-Anlagen deutlich beschleunigt werden.

ElWG kompakt: Mehr Transparenz verfügbarer Netzanschlusskapazitäten (§ 99)

Außerdem müssen Netzbetreiber künftig Informationen über verfügbare Netzanschlusskapazitäten veröffentlichen. Darüber hinaus können Netzkapazitäten für geplante Projekte gegen eine Anzahlung reserviert werden. Wird das Vorhaben innerhalb von zwölf Monaten nicht umgesetzt, verfällt die Reservierung. Dadurch wird die Planung neuer Photovoltaikanlagen erleichtert und die Transparenz bei der Netzanschlussplanung erhöht.PV-Anlagen eigenverbrauchsoptimiert betreiben

ElWG kompakt: Anreize für systemdienliche Batteriespeicher (§ 127)

Der systemdienliche Betrieb von Energiespeichern bekommt mit dem neuen ElWG außerdem finanzielle Anreize: Wer einen Speicher systemdienlich betreibt, kann beim Strombezug zum Laden des Speichers unter bestimmten Voraussetzungen für bis zu 20 Jahre von bestimmten Netzentgelten befreit werden. Dadurch verbessert sich die Wirtschaftlichkeit von Batteriespeichern und ihre Einbindung in ein zukunftsfähiges Energiesystem wird attraktiver.

Energie teilen in EEGs

Nicht jeder erzeugte Solarstrom kann direkt am Ort seiner Erzeugung verbraucht werden. Eine Möglichkeit, den Eigenverbrauch dennoch zu erhöhen und überschüssigen PV-Strom sinnvoll zu nutzen, ist die gemeinsame Energienutzung. Sie ermöglicht es sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, lokal erzeugten Strom innerhalb eines definierten Nutzerkreises gemeinsam zu nutzen, anstatt ihn vollständig in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen.

Eine besonders etablierte Form der gemeinsamen Energienutzung sind Energiegemeinschaften. Sie ermöglichen es Haushalten, Unternehmen und Gemeinden, gemeinsam erzeugten Strom zu teilen und lokal zu verbrauchen – auch wenn nicht alle Mitglieder selbst über eine Photovoltaikanlage verfügen. Besonders vorteilhaft sind Energiegemeinschaften, deren Mitglieder unterschiedliche Verbrauchsprofile aufweisen. So können beispielsweise Unternehmen mit hohem Strombedarf während des Tages und Haushalte mit höherem Verbrauch in den Abendstunden den lokal erzeugten Solarstrom zeitlich besser nutzen. Dadurch steigt der Eigenverbrauch innerhalb der Gemeinschaft, während gleichzeitig die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz reduziert wird. 

Finanzielle Beteiligungen von Bürger:innen an PV-Projekten von Gemeinden wurden bereits vielfach ermöglicht. In Niederösterreich etwa wurde zur Unterstützung von Gemeinden bei der Suche nach Investor:innen für gemeindeeigene PV-Projekte die Plattform „Sonnenkraftwerk Gemeinde“ eingerichtet und ein Beratungs- und Kommunikationspaket entwickelt. Eines der zahlreichen Praxisbeispiele stellt das Projekt Bürgersolarkraftwerk Bisamberg dar.

Durch ein intelligentes Speichermanagement wird nachhaltig erzeugter Strom in Zeiten verschoben, in denen Verbrauchsspitzen auftreten. Damit erhöht sich nicht nur die Eigenverbrauchsquote, sondern auch die Wirtschaftlichkeit der Gemeinschaft. Voraussetzung ist, dass der Speicher ausschließlich mit Strom aus der Erzeugungsanlage beladen wird und nicht über das Netz geladen werden kann. Ein solches Konzept lässt sich technisch einfach umsetzen und ermöglicht eine Einspeisung zu Zeiten, in denen der Verbrauch der EG die Erzeugung übersteigt und es wirtschaftlich sinnvoll ist. Unter diesen Rahmenbedingungen kann die Einbindung eines Speichers die möglichen Erlöse durch Einspeisung in die EG nochmals deutlich steigern. 

ElWG kompakt: Gemeinsame Energienutzung wird erleichtert (§ 68)

Aktive Kundinnen und Kunden können zusätzlich zu ihrem Stromliefervertrag an der gemeinsamen Energienutzung teilnehmen. Strom aus einer Erzeugungsanlage wie etwa einer Photovoltaikanlage auf einem Wohn- oder Betriebsgebäude, kann dadurch zwischen mehreren teilnehmenden Netzbenutzerinnen und Netzbenutzern aufgeteilt und genutzt werden, ohne dass dafür zwingend ein klassisches Energieversorgungsunternehmen erforderlich ist. Die gemeinsame Energienutzung ist sowohl innerhalb derselben juristischen Person, etwa zwischen verschiedenen Betriebsstandorten, als auch auf Basis vertraglicher Vereinbarungen zwischen unterschiedlichen Teilnehmern (Peer-to-Peer-Modelle) möglich. Für Anlagen mit einer Leistung von mehr als 6 MW gelten zusätzliche Informationspflichten.

Folgend werden die Last- und Erzeugungsverläufe einer eigenverbrauchsoptimierten Erneuerbaren Energiegemeinschaft (EEG) gezeigt.  Diese sollen verdeutlichen, wie sich Erzeugung und Verbrauch sinnvoll aufeinander abstimmen lassen und welche Effekte dies auf Eigenverbrauch, Einspeisespitzen und Netzbelastung hat. Aus Gründen des Datenschutzes und zur Wahrung von Eigeninteressen wurden einzelne Datensätze anonymisiert oder leicht verändert. Die dargestellten Verläufe und Zusammenhänge entsprechen jedoch in ihrer Aussagekraft und Tendenz den realen Betriebsdaten.

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Die Österreichische Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften bietet Gemeinden und Privatpersonen ein weitreichendes Informations- und Beratungsangebot rund um die Themen Aufbau und Betrieb von Energiegemeinschaften. Gemeinden können ihre Bürger:innen über dieses Beratungsangebot informieren oder es auch selbst aktiv nutzen. Gemeinden finden dort auch einen Übersicht zu denBeratungsstellen in den Bundesländern.

Gewerblicher Betrieb 

Ein weiteres Praxisbeispiel ist ein Lebensmittelmarkt in Niederösterreich, der durch den Einsatz einer optimal ausgelegten PV-Anlage einen hohen Eigenverbrauch erzielt. Die Energiekosten des Betriebs waren vor der Installation der PV-Anlage hoch, vorallem aufgrund der Kühlkette: Tiefkühlhäuser und Kühlmaschinen brauchen über den Tag verteilt viel Strom. Der über den gesamten Tagesverlauf hohe Strombedarf, der sowohl durch die kontinuierliche Kühlung als auch durch die Öffnungszeiten des Marktes geprägt ist, deckt sich sehr gut mit der Erzeugungskurve einer PV-Anlage. Gewerbliche Betriebe mit einer derartigen kontinuierlichen Tageslast eignen sich grundsätzlich besonders gut für den Einsatz von PV-Anlagen, da ein erheblicher Anteil des erzeugten Solarstroms unmittelbar vor Ort genutzt werden kann.

Zur Deckung dieses Energiebedarfs wurde auf dem Flachdach des Betriebs eine 42 kWp starke, ost-west-ausgerichtete Photovoltaikanlage installiert. Diese Ausrichtung ermöglicht eine gleichmäßigere Stromerzeugung über den Tagesverlauf und passt somit gut zur Bandlast des Betriebs. Die eigenverbrauchsorientierte Auslegung der Anlage führte zu einer Reduktion der Stromkosten von etwa 35–40 % und wirkt zugleich weniger netzbelastend, da ein Großteil der PV-Erzeugung unmittelbar im Betrieb genutzt wird, anstatt ins öffentliche Netz eingespeist zu werden.

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Gemeinden können durch gezielte Information dazu beitragen, dass kleine und mittelständische Unternehmen eigene Projekte im Bereich erneuerbarer Energie leichter umsetzen können. Die WKO (Wirtschaftskammer Österreich) gibt einen Überblick zum Thema Crowdfunding für österreichische Unternehmen.

 

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