Jubiläum mit Wirkung

20 Jahre klimaaktiv Gebäudestandard sind ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie konsequente Qualitätsarbeit Veränderung ermöglicht. Was mit einer Vision begann, hat die österreichische Bau- und Immobilienlandschaft maßgeblich geprägt – und wird dies auch in Zukunft tun

Als der klimaaktiv Gebäudestandard vor zwei Jahrzehnten ins Leben gerufen wurde, war die Baubranche noch weit von dem entfernt, was heute als selbstverständlich gilt: energieeffiziente Planung, konsequente Nutzung erneuerbarer Energien und ganzheitlich gedachte Nachhaltigkeit. 20 Jahre später zeigt sich, wie stark der Impuls war, den diese österreichische Vorreiterinitiative gesetzt hat.

Ein Qualitätsmaßstab, der die Branche mitgestaltet

Der klimaaktiv Gebäudestandard hat sich über die Jahre zu einem der wichtigsten Orientierungsrahmen für energieeffizientes und ökologisches Bauen in Österreich entwickelt. Er definiert klare, überprüfbare Kriterien und macht Qualität messbar – eine Grundvoraussetzung, um nachhaltiges Bauen systematisch zu etablieren. Ob Neubau oder Sanierung, Wohnbau, öffentliche Gebäude oder Gewerbeimmobilien: Der Standard hilft, ambitionierte Energie- und Klimaziele verlässlich in die Praxis zu bringen.

Breite Anwendung, Innovation als Motor

Ein breit verankertes Netzwerk aus Professionist:innen, Bauträgern, Städten und Gemeinden sowie Akteur:innen aus Technik, Wirtschaft und Verwaltung wendet den klimaaktiv Gebäudestandard an. Mehr als 2.200 zertifizierte Projekte belegen den Erfolg und verdeutlichen die Vielfalt, mit der nachhaltiges Bauen umgesetzt wird. Darüber hinaus wirkt der klimaaktiv Gebäudestandard als Katalysator für Innovation: Neue Technologien, Materialien und smarte Gebäudekonzepte haben rasch Eingang in die Praxis gefunden und den Gebäudesektor zu einem zentralen Hebel für die Energiewende gemacht.

Blick nach vorn

Zum 20-jährigen Jubiläum zeigt sich: Die Grundidee des klimaaktiv Gebäudestandards ist aktueller denn je. Angesichts wachsender Anforderungen im Klimaschutz und der Notwendigkeit, Gebäude resilient gegenüber den Folgen des Klimawandels zu gestalten, steht die Branche vor neuen Aufgaben. klimaaktiv begegnet diesen Herausforderungen mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Gebäudestandards und setzt damit erneut Maßstäbe für die Baukultur.

In der aktuellen Version des Kriterienkatalogs werden die Anforderungen aus der EU-Taxonomie stärker berücksichtigt als bisher. Die Themen Klimawandelanpassung, Baulandqualität und Biodiversität wurden ergänzt, und zentrale Aspekte des zirkulären Bauens erweitern bereits vorhandene Qualitäten bei Materialwahl und Umweltschutz. Bei Gesundheit und Komfort rücken Sommertauglichkeit und Tageslichtversorgung stärker in den Vordergrund.