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Wissenswertes und FAQs zum klimaaktiv Gebäudestandard

Sie haben Fragen zum klimaaktiv Gebäudestandard? Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um Gebäudedeklaration, Kriterien, Zertifizierung und Auszeichnung. Darüber hinaus erfahren Sie mehr über die rechtliche Einordnung des Standards sowie seine Bedeutung für Förderungen und Richtlinien.

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Rechtliche Einordnung des klimaaktiv Gebäudestandards

Das Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) hat die Kanzlei Niederhuber & Partner Rechtsanwälte GmbH (nhp Rechtsanwälte) mit einer rechtlichen Einordnung betreffend verschiedene Aspekte des klimaaktiv Gebäudestandards beauftragt. Das Gutachten analysiert den klimaaktiv Gebäudestandard im Vergleich zu anderen Zertifizierungssystemen für nachhaltiges Bauen in Österreich. Es behandelt insbesondere die Begriffe Deklaration und Zertifizierung, Haftungsfragen, die EU-Taxonomie sowie Fördervoraussetzungen. Hier geht's zum Download!

Kernaussagen aus der rechtlichen Einordnung

  • Die rechtswissenschaftliche Literatur qualifiziert klimaaktiv als eine Zertifizierung und setzt es mit den privat organisierten Zertifizierungssystemen gleich. Gleichzeitig bestehen zwischen Deklaration und Zertifizierung keine gravierenden Unterschiede. Beide Verfahren müssen Nachweise über die Einhaltung der geforderten Kriterien vorlegen und werden von Fachleuten begleitet.
  • Die klimaaktiv Gebäudezertifizierung basiert wie andere Systeme auf fachlich fundierten Nachweisen und Prüfungen durch qualifizierte Personen.
  • Eine klimaaktiv Zertifizierung erfüllt darüber hinaus noch den Begriff eines Gütezeichens laut österreichischem Vergaberecht (BVergG 2018), da Informationen, Bewertungskriterien und Gewichtungen von klimaaktiv vollständig und transparent nachzuvollziehen sind.
  • In Bezug auf die EU-Taxonomie gilt: Weder privat organisierte Zertifikate noch die klimaaktiv-Deklaration können eine rechtlich verbindliche Bestätigung der Taxonomiekonformität liefern. Dies ist ausschließlich durch einen Wirtschaftsprüfer im Rahmen der unternehmerischen Nachhaltigkeitsberichterstattung möglich. Die Systeme bieten aber eine hilfreiche Vorprüfungsmodelle.
  • Es bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken, wenn der Gesetzgeber für Förderungen ausschließlich auf die klimaaktiv-Zertifizierung als Nachweis der Nachhaltigkeit abstellt.

 

Fazit

Das Gutachten bestätigt die hohe fachliche Qualität und Rechtssicherheit der klimaaktiv Gebäudebewertung. Es eignet sich als Nachweis nachhaltiger Bauweise für Förderungen und Wettbewerbe und ist rechtlich als Zertifizierung anerkannt. Eine klimaaktiv Zertifizierung erfüllt darüber hinaus noch den Begriff eines Gütezeichens. 

Die rechtliche Einordnung des klimaaktiv Gebäudestandards wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) von der Rechtsanwaltskanzlei nhp Rechtsanwälte erstellt. In der ausführlichen Langversion des Gutachtens findet sich die Detailbegründungen und die vertiefte rechtliche Argumentation.

FAQ zum klimaaktiv Gebäudestandard

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist ein österreichischer Qualitätsstandard für nachhaltige Gebäude. Er bewertet Neubauten und Sanierungen ganzheitlich anhand von Kriterien wie Energieeffizienz, Klimaschutz, Ressourcenschonung, Komfort sowie Ausführungs- und Prozessqualität.

Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum klimaaktiv Gebäudestandard – von der Gebäudedeklaration und den Bewertungskriterien über den Ablauf der Registrierung bis hin zu Nachweisen, Auszeichnungen und den verschiedenen Deklarationsstufen. Die FAQ bieten einen schnellen Überblick und helfen dabei, die Anforderungen des klimaaktiv Gebäudestandards besser zu verstehen.

Detailfragen zu den einzelnen Bewertungskategorien und ausgewählten Kriterien finden Sie auf der Online Deklarationsplattform baudock.

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist nach dem Open Source Prinzip für alle Interessierten für jede Gebäudekategorie, frei und kostenlos verfügbar. Da Qualitäten und Mindestanforderungen exakt definiert sind und jedes klimaaktiv Gebäude mit den wesentlichen Kennwerten veröffentlicht wird, wird maximale Transparenz erreicht. Immobilienbetreiber und Bauträger, aber auch Gemeinden und Städte können bei ihren Bauvorhaben mit dem offen zugänglichen System schon in der Ausschreibungsphase und Vergabe die gewünschte Qualität einfordern.

Auf der Deklarationsplattform baudock kann sich jede Person oder jedes Unternehmen kostenlos registrieren und eine Gebäudebewertung nach klimaaktiv durchführen. Nach der Registrierung erhalten Sie Ihre eigenen Zugangsdaten, und Sie werden Schritt für Schritt durch die Deklaration geleitet. Sie erhalten alle erforderlichen Informationen, die Sie für die Eingabe Ihres Gebäudes benötigen. Eine laufende Deklaration kann jederzeit unterbrochen, später fortgesetzt oder abgebrochen werden.

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist nach dem Open-Source-Prinzip für alle Interessierten für jede Gebäudekategorie, frei und kostenlos verfügbar. Es fallen keine Benützungsgebühren für die Gebäudebewertung an. Die Kosten für die Prüfung der eingegebenen Gebäudedaten und für die Veröffentlichung der klimaaktiv Gebäude übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus. Damit Sie die Gebäudebewertung anhand des klimaaktiv Gebäudestandards durchführen können, müssen Sie sich einmalig auf der Deklarationsplattform registrieren. Nach der anschließenden Anmeldung können Sie die entsprechenden Deklarationsformulare ausfüllen und online einreichen. Die Qualitäten und Mindestanforderungen sind exakt definiert, und jedes klimaaktiv Gebäude wird mit den wesentlichen Kennwerten veröffentlicht. Damit wird eine maximale Transparenz erreicht. Immobilienbetreiber und Bauträger, aber auch Gemeinden und Städte können bei ihren Bauvorhaben mit dem offen zugänglichen System schon in der Ausschreibungsphase und Vergabe die gewünschte Qualität einfordern.

Um die Qualität eines Gebäudes von der ersten Planung bis zur Nutzung zu sichern, bietet klimaaktiv vier Stufen der Gebäudebewertung an. Damit können die Qualitätsanforderungen des Gebäudestandards für jede Immobilie übersetzt und in jeder Phase – von der Zielformulierung bis hin zur Nutzungsphase – berücksichtigt und nachgewiesen werden. Folgende Stufen der klimaaktiv Gebäudedeklaration stehen zur Verfügung:

  1. Deklaration in der Planung
  2. Deklaration Planung mit Sanierungsfahrplan
  3. Deklaration in der Fertigstellung
  4. Deklaration in der Nutzung

Detaillierte Beschreibung der vier Stufen der klimaaktiv Gebäudebewertung

Immer mehr Immobilienentwickler, Bauträger, aber auch Institutionen verankern die Qualitätskriterien von klimaaktiv in den eigenen Unternehmenszielen und Richtlinien.

BIG und ARE: klimaaktiv Silber als Standard für Neubauten und Sanierungen

Seit Jänner 2020 gibt es einen verpflichtenden nachhaltigen Mindeststandard für alle Neubauten und Generalsanierungen des BIG-Konzerns. Das Holistic Building Program (HBP) geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und stellt sicher, dass alle Projekte der BIG und ihrer Tochter ARE mindestens dem klimaaktiv SILBER-Standard entsprechen müssen. Mit jährlich rund 25 Neubauten und Sanierungsprojekten und einem Auftragsvolumen von rund 380 Mio. Euro hat der BIG Konzern eine große Gestaltungschance. Durch die Umsetzung des Mindeststandards werden die CO2-Emissionswerte deutlich reduziert, klimaschädliche Baustoffe vermieden und der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen forciert.

Umweltzeichen 49 – Nachhaltige Finanzprodukte. klimaaktiv als Basis für Immobilien in Fonds

Für Immobilienfonds, die mit dem Umweltzeichen 49 – Nachhaltige Finanzprodukte ausgezeichnet werden, gilt die Vorgabe, dass die betreffenden Immobilien die Basiskriterien (klimaaktiv Bronze) des klimaaktiv Gebäudestandard einhalten müssen. Für noch nicht sanierte Gebäude (Bestandsgebäude) muss ein Sanierungsfahrplan erstellt werden. Nähere Informationen

Schulentwicklungsprogramm 2020 (SCHEP 2020): klimaaktiv Silber

Mit dem Schulentwicklungsprogramm 2020 wurde dieser Mindeststandard auch in konkrete Zahlen gegossen. Die Bundesregierung investiert in den nächsten Jahren 2,4 Milliarden Euro in Österreichs Schulen. Österreichweit wird es damit rund 270 Bauprojekte an den Bundesschulen geben. Die Einhaltung der ökologischen Standards bei Neubauten und Sanierungen wird mit dem HBP Standard der BIG und damit mit dem klimaaktiv Gebäudestandard des BMK als Mindeststandards gewährleistet. Ziel ist das Erreichen von 750 klimaaktiv Punkten (Silber) von max. 1000 möglichen Punkten.

Aktionsplan nachhaltige öffentliche Beschaffung (naBe): klimaaktiv Silber für Hochbaukriterien

Im Aktionsplan nachhaltige öffentliche Beschaffung (naBe) 2020 wird die Erreichung des klimaaktiv Silber Standards als Voraussetzung für Hochbauprojekte gefordert. Bis dato war im naBe der Verweis auf die klimaaktiv Basiskriterien (klimaaktiv Bronze) verankert.

Gemeinden und Bauträger verpflichten sich für klimaaktiv

Sowohl kleinere Gemeinden als auch Städte arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng mit den klimaaktiv Regionalpartnern in den Bundesländern zusammen. Ca. 16 Gemeinden und Städte haben bereits festgelegt, den klimaaktiv Gebäudestandard bei ihren Gebäuden anzuwenden (z.B. über Gemeinderatsbeschluss). Nähere Informationen.

Der klimaaktiv Gebäudestandard - für alle zugänglich

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist nach dem Open-Source-Prinzip für alle Interessierten, für jede Gebäudekategorie, frei und kostenlos verfügbar. Da Qualitäten und Mindestanforderungen exakt definiert sind und jedes klimaaktiv Gebäude mit den wesentlichen Kennwerten veröffentlicht wird, wird maximale Transparenz erreicht. Immobilienbetreiber und Bauträger, aber auch Gemeinden und Städte, können bei ihren Bauvorhaben mit dem offen zugänglichen System schon in der Ausschreibungsphase und Vergabe die gewünschte Qualität einfordern.

Der klimaaktiv Gebäudestandard zählt europaweit zu den erfolgreichsten Gütesiegeln für nachhaltiges Bauen und Sanieren. Seit der Etablierung des Gebäudestandards wurden rund 2.200 Gebäude (Stand Jänner 2026) nach diesen Qualitätskriterien geplant und errichtet. Der kontinuierliche und beeindruckende Zuwachs ist insofern bemerkenswert, da der klimaaktiv Gebäudestandard europaweit als strengstes und anspruchsvollstes Bewertungssystem im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz gilt. Mit ein Grund für diesen Erfolg ist die Tatsache, dass immer mehr Förderungen, Richtlinien und Vorgaben des Bundes, aber auch der Länder auf die Qualitätskriterien von klimaaktiv referenzieren. Im folgenden Überblick finden Sie die aktuellen Förderung und Richtlinien, bei denen der klimaaktiv Gebäudestandard als Qualitätszeichen für nachhaltige Gebäude implementiert ist:

Sanierungsoffensive 2026 (ausgeschöpft)

Für Wohngebäude, die eine umfassende Sanierung nach dem klimaaktiv Standard durchführen, wurde die maximale Förderhöhe auf 20.000 Euro erhöht. Der Fördertopf des Sanierungsbonus ist derzeit ausgeschöpft, eine Antragstellung ist daher aktuell nicht mehr möglich. Weitere Informationen.

klimaaktiv als Kriterium in Wohnbauförderungen ausgewählter Länder

In den Wohnbauförderungen (WBF) Tirol, Kärnten, Steiermark und Vorarlberg gibt es entweder die höchste Förderstufe oder einen Bonus beim Erreichen des klimaaktiv Standards. In anderen Bundesländern sind einzelne Kriterien der Wohnbauförderung mit den klimaaktiv Kriterien kompatibel und mit einer erfolgten klimaaktiv Deklaration nachweisbar.

Konjunkturpaket für den Wohnbau

Das Konjunkturpaket für Wohnbau sieht steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung der Baukonjunktur, die Bereitstellung von Bundesmitteln für die Schaffung von mehr und leistbarem Wohnraum, befristete Maßnahmen zur Erleichterung der Schaffung von Eigentum und Förderungen zur Verbesserung der Qualität des vorhandenen Wohnraums vor. Eine wesentliche steuerliche Maßnahme ist die befristete Erhöhung der Absetzung für Abnutzung (AfA) im Neubau. Um diese beanspruchen zu können, müssen Wohngebäude dem klimaaktiv Gebäudestandard in Bronze entsprechen. 

​​​​​TOP Tourismusförderung für Hotelgebäude durch die ÖHT

In der TOP-Tourismusförderung der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) ist die Erreichung des klimaaktiv Silber Standards für Hotelgebäude verankert. 

 

Die detaillierten Kriterienkataloge zu ALLEN Gebäudetypen können Sie nach der Registrierung direkt auf der Deklarationsplattform baudock  einsehen und in der Langfassung herunterladen (Exportieren). Bitte wählen Sie vor dem Exportieren der Langfassung unter Auswahl des Bewertungssystems Ihren Gebäudetyp und ob die Bewertung für Neubau, Sanierung oder Sanierung im Denkmalschutz erfolgen soll. Dementsprechend sind unterschiedliche Kriteriensets und Punktezuteilungen hinterlegt.

Auf der Deklarationsplattform baudock finden Sie eine Kurzanleitung zur Bedienung des klimaaktiv Deklarationstools. Darin enthalten sind Erläuterungen zu Kriterien die z.B. mit M oder * gekennzeichnet sind, wie Sie die Auswahl zum Nachweisverfahren angeben oder was das grüne Hackerl bedeutet. Die Anleitung zum Deklarationstool finden Sie hier.

Seit November 2024 steht ein aktualisierter Kriterienkatalog Version 2020.4 auf der Deklarationsplattform baudock zur Verfügung. Die aktuelle Kriterienversion für Wohn- und Dienstleistungsgebäude beinhaltet Anpassungen, die aufgrund von Anfragen und Anregungen im Zuge der Anwendung der Kriterienkataloge durchgeführt wurden. Damit soll die Praxistauglichkeit des Bewertungssystems nochmals verbessert werden.

Die in der Version 2020.4 durchgeführten Änderungen umfassen Erläuterungen und Präzisierungen zu einigen Kriteriendefinitionen sowie einzelne geringfügige inhaltliche Anpassungen bei den Qualitätsanforderungen. Alle Änderungen sind in einem Änderungsprotokoll auf der Deklarationsplattform dokumentiert.

Grundsätzlich werden neue Projekte auf der Onlineplattform baudock nach dem jeweils aktuellen Kriterienkatalog angelegt. Der derzeit aktuelle Kriterienkatalog ist der Kriterienkatalog 2026.

Gebäude, die vor 2026 nach dem Kriterienkatalog 2025 oder 2020 auf baudock angelegt wurden, können weiterhin in dieser Version bearbeitet und abgeschlossen werden.

FAQ-Webinar

Im Rahmen von regelmäßigen Online-Webinaren zum Thema „klimaaktiv Gebäudebewertung FAQ: Sie haben Fragen? – wir antworten!“ bieten wir seit 2022 die Möglichkeit, Detailfragen zur klimaaktiv Gebäudedeklaration und zum klimaaktiv Kriterienkatalog zu klären. Diese Veranstaltungsreihe richtet sich vorrangig an Personen, die den klimaaktiv Gebäudestandard bereits kennen. Für all jene, die den Kriterienkatalog grundsätzlich kennenlernen möchten, empfehlen wir einen Grundkurs zum Gebäudestandard. Aktuelle Termine finden Sie im Veranstaltungskalender.

 

klimaaktiv als Qualitätsstandard in Förderungen und Richtlinien

Der klimaaktiv Gebäudestandard zählt europaweit zu den erfolgreichsten Gütesiegeln für nachhaltiges Bauen und Sanieren. Seit der Etablierung des Gebäudestandards wurden über 2.180 Gebäude (Stand März 2026) nach diesen Qualitätskriterien geplant und errichtet. Der kontinuierliche und beeindruckende Zuwachs ist insofern bemerkenswert, als der klimaaktiv Gebäudestandard europaweit als strengstes und anspruchsvollstes Bewertungssystem im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz gilt. Mit ein Grund für diesen Erfolg ist die Tatsache, dass immer mehr Förderungen, Richtlinien und Vorgaben des Bundes, aber auch der Länder auf die Qualitätskriterien von klimaaktiv referenzieren. Im folgenden Überblick finden Sie die aktuellen Förderungen und Richtlinien, bei denen der klimaaktiv Gebäudestandard als Qualitätszeichen für nachhaltige Gebäude implementiert ist:

Das Konjunkturpaket für Wohnbau sieht steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung der Baukonjunktur, die Bereitstellung von Bundesmitteln für die Schaffung von mehr und leistbarem Wohnraum, befristete Maßnahmen zur Erleichterung der Schaffung von Eigentum und Förderungen zur Verbesserung der Qualität des vorhandenen Wohnraums vor. Eine wesentliche steuerliche Maßnahme ist die befristete Erhöhung der Absetzung für Abnutzung (AfA) im Neubau. Dafür müssen Wohngebäude dem klimaaktiv Gebäudestandard in Bronze entsprechen. 

Informationen des BMF zur erhöhten Afa klimaaktiv Bronze 

Mit dem Schulentwicklungsprogramm 2020 wurde dieser Mindeststandard auch in konkrete Zahlen gegossen. Die Bundesregierung investiert in den nächsten Jahren 2,4 Milliarden Euro in Österreichs Schulen. Österreichweit wird es damit rund 270 Bauprojekte an den Bundesschulen geben. Die Einhaltung der ökologischen Standards bei Neubauten und Sanierungen wird mit dem HBP-Standard der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und damit mit dem klimaaktiv Gebäudestandard des BMK als Mindeststandards gewährleistet. Ziel ist das Erreichen von 750 (Silber) von maximal 1.000 möglichen klimaaktiv Punkten. 

Nähere Informationen

Im Aktionsplan nachhaltige öffentliche Beschaffung (naBe) 2020 wird die Erreichung des klimaaktiv Silber Standards als Voraussetzung für Hochbauprojekte gefordert. Bis dato war im naBe der Verweis auf die klimaaktiv Basiskriterien (klimaaktiv Bronze) verankert. 

Nähere Informationen

Seit 1. September 2024 gibt es in der Steiermark eine aktualisierte Förderung für die Neuerrichtung eines Eigenheimes. Um die Grundförderung zu erhalten, muss man zumindest eines der angeführten Zuschlagskriterien nachweisen. Mit der Erreichung von klimaaktiv Bronze, Silber oder Gold kann dieses Kriterium erfüllt werden. 

Nähere Informationen

In der Roadmap zur klimaneutralen Landesverwaltung wird der klimaaktiv Silber Standard für Sanierungen der Landesgebäude als eine Maßnahme für den Gebäudebereich angeführt.

Das Maßnahmenpaket ist Teil des „Klimaneutralen Landesverwaltung 2030" (KLIM2030) der Steiermark und verfolgt das Ziel, die landeseigenen Liegenschaften nachhaltig, energieeffizient und klimaresilient zu gestalten.

Dabei geht es nicht nur um die thermische Sanierung, sondern um ganzheitliche Qualität im gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes – von Standort und Energieversorgung bis hin zu Baustoffwahl, Komfort und Gesundheit.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden mehrere Schritte gesetzt:

  • Analyse des Gebäudebestands hinsichtlich Klima- und Energieeffizienz
  • Priorisierung jener Gebäude, die zuerst saniert werden sollen
  • Integration der klimaaktiv-Kriterien in Planungs- und Ausschreibungsleitfäden der Landesimmobiliengesellschaft (LIG)
  • Konsequente Umsetzung konkreter Sanierungsprojekte

Neben der Energieeffizienz legt das Land besonderen Wert auf eine klimaangepasste Gestaltung der Liegenschaften. Maßnahmen wie verbesserte Wärmedämmung, natürliche Belüftungssysteme und begrünte Dächer tragen dazu bei, die Auswirkungen des Klimawandels – etwa den Wärmeinsel-Effekt in Städten – zu mildern.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem nachhaltigen Umgang mit Wasser. Durch die Sammlung und Nutzung von Regenwasser etwa zur Bewässerung von Grünflächen oder als Brauchwasser in Gebäuden wird der Trinkwasserverbrauch gesenkt und die Unabhängigkeit von der öffentlichen Versorgung gestärkt.
Mehr Informationen dazu unter https://www.technik.steiermark.at/cms/beitrag/12962896/181260412/

Immobilienfonds und klimaaktiv Gebäude – UZ 49

Nur der klimaaktiv Gebäudestandard ermöglicht Immobilien die Aufnahme in Fonds, die das Österreichische Umweltzeichen für Nachhaltige Finanzprodukte tragen – und diese sind auf dem Finanzmarkt zunehmend gefragt.

Kommen ökologische Immobilienfonds auf dem Finanzmarkt besser an?

Geprüfte, nachhaltige Immobilien spielen auf dem Finanzmarkt eine immer bedeutendere Rolle – und das nicht nur wegen des wachsenden Klimabewusstseins. Der Hintergrund: Ambitionierte nationale Klimaschutzziele, internationale Vorgaben und Programme wie EU-Taxonomie und Green Deal prägen Wirtschaftlichkeit und Attraktivität von Gebäuden und damit auch die Performance von Immobilien-Fonds. Ökologische, effiziente Immobilien überzeugen auch Investor:innen, die nach rein ökonomischen Kriterien entscheiden: Unter anderem wegen der steigenden Energiekosten und der Bepreisung von CO2 werden sie finanziell zunehmend attraktiv. „Grüne Immobilienfonds brauchen nachhaltige Gebäude, die fit für die Zukunft sind“, sagt Inge Schrattenecker, Leiterin des Programms klimaaktiv Gebäude.

klimaaktiv und das Umweltzeichen 49
Für Immobilienfonds, die mit dem Umweltzeichen 49 – Nachhaltige Finanzprodukte ausgezeichnet werden, gilt die Vorgabe, dass die betreffenden Immobilien die Mindestkriterien des klimaaktiv Gebäudestandard einhalten müssen. Für noch nicht sanierte Gebäude (Bestandsgebäude) muss ein Sanierungsfahrplan erstellt werden. Der klimaaktiv Leitfaden „Sanierungsfahrplan“ bietet dazu Unterstützung.

 

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Vom räumlichen Entwicklungskonzept bis zur Nutzung: Der Siedlungsstandard sichert Klimaneutralität und Lebensqualität.
Staatspreis 2021, Ikea Wien, Staatspreis Architekten © Kurt Hörbst

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Große Kühlanlage mit vielen einzelnen Ventilatoren am Dach eines Gebäudes. Im Hintergrund sind andere Dächer zu sehen. © istock.com/Derweduwen Marrcel

Gebäudetechnik

Praxisorientierte Tools und Leitfäden für nachhaltige Lösungen