Wellness

Wellness ist ein Bereich, in dem große Mengen an Ressourcen (Strom, Wärme, Wasser) verbraucht werden.

Die Raumlufttemperaturen sind etwas höher als in normalen Wohnräumen, die Luft muss entfeuchtet werden, Wasser muss transportiert, gereinigt und erneuert werden etc.

Hier zeigen wir Ihnen einige Maßnahmen, die es Ihnen ermöglichen, in den Bereichen Hallenbad, Ausgleichsbecken, Sauna etc. kleinere bzw. größere Einsparungen zu erzielen, ohne dabei Komfortverluste verzeichnen zu müssen.

Wellness

Maßnahme (1 entspricht gering, 4 entspricht hoch) Nutzen Zeit Komplexität Kosten

Betriebszeiten optimieren (Sofortmaßnahme)

Legen Sie bestimmte Betriebszeiten der Wellnessanlagen und Attraktionen (Schwimmbecken, Whirlpool, Sauna, Sprudel, Gegenstromanlage, Wasserfälle etc.) fest. Außerhalb dieser Zeiten soll der Betrieb der Haustechnikanlage (Wärme, Lüftung, Umwälzpumpe etc.) auf das hygienisch erforderliche Minimum reduziert werden.

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Lichtmanagement im Wellnessbereich (Sofortmaßnahme)

  • In den Toiletten Bewegungsmelder installieren
  • Im Solarium während der Nutzung die Beleuchtung automatisch dimmen
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Energieverbrauchs-Monitoring einrichten

In Bereichen mit großem Energieverbrauch ist der Einbau eigener Zähler für Wärme und Wasser sinnvoll. Diese sollten in die Gebäudeleittechnik implementiert sein. Genaue Daten zeigen, in welchen Bereichen wie viel Energie verbraucht wird. Dadurch kann rasch reagiert werden.

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Abwärme nutzen

Im Wellnessbereich und im Hallenbad ist es sinnvoll, die Lüftungsanlage mit einer Wärmerückgewinnung auszustatten. Die warme Abluft kann für das Vorwärmen der Frischluft verwendet werden. Durch den Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe kann die Wärme der Abluft für die Warmwasserbereitung verwendet werden.

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Schwimmbad

Maßnahme (1 entspricht gering, 4 entspricht hoch) Nutzen Zeit Komplexität Kosten

Wasserfläche abdecken (Sofortmaßnahme)

Eine Schwimmbadabdeckung vermindert den Wärmeverlust durch Auskühlung und Verdunstung. Lamellen mit hoher Eigenstabilität sind dafür am besten geeignet. Folien sind aus Sicherheitsgründen ungeeignet.

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Lufttemperatur verringern (Sofortmaßnahme)

Es reicht aus, die Lufttemperatur im Hallenbad 2 bis 3 °C über der Beckenwassertemperatur zu halten (ab 30 °C Wassertemperatur nur noch 1 °C).

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Luftfeuchte regulieren (Sofortmaßnahme)

Je nach Behaglichkeit sollte im Hallenbad die Luftfeuchte zwischen 45 und 65 % liegen. Dies lässt sich bei der Steuerung der Luftentfeuchtungsanlage einstellen.

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Bedarfsabhängige Steuerung installieren

Im Hallenbad ist es unbedingt nötig, eine automatische, bedarfsabhängige Steuerung zu installieren. Dadurch kann die Heizung bzw. Lüftungsanlage automatisch auf einen genauen Temperatur- und Feuchtewert geregelt werden.

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Whirlpool mit automatischer Wasseraufbereitung ausstatten

Nach jeder Benutzung muss der Whirlpool entleert und desinfiziert werden. Eine automatische Wasseraufbereitungsanlage spart Wasser und Energie.

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Ausgleichsbecken abdecken und dämmen

Um Wärmeverluste zu reduzieren, werden das Ausgleichsbecken mit einem gedämmten Deckel geschlossen und die Beckenwände gedämmt.

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Umwälzpumpen drosseln

Die Umwälzpumpen müssen immer eingeschaltet sein, um einen entsprechenden Wasseraustausch im Becken sicherzustellen. An Tagen mit wenig Frequenz können die Pumpen mit einem Frequenzumformer gedrosselt werden, um nicht unnötig in Volllast betrieben zu werden.

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Rückspülwasser zur Wärmerückgewinnung nutzen

Das Wasser für das Rückspülen der Filter kann vor der Einleitung in den Abwasserkanal über einen Wärmetauscher geführt werden und das Warmwasser vorwärmen.

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Stehendes Oberflächenwasser durch Quergefälle ableiten

Die Verdunstung von Wasserpfützen kann je nach Größe in Hallenbädern einen hohen Mehrverbrauch an Wärmeenergie verursachen. Das Spritzwasser sollte durch entsprechendes Gefälle der Bodenoberfläche in Gullys abfließen können.

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Alternative Energieversorgung einbinden

Solarthermie-Anlagen eignen sich hervorragend für das Erwärmen des Schwimmbadwassers.

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 Sauna/Dampfbad/Solarium

Maßnahme (1 entspricht gering, 4 entspricht hoch) Nutzen Zeit Komplexität Kosten

Einschaltzeiten optimieren (Sofortmaßnahme)

Bei der Sauna ist speziell auf die Einschalt- und Benützungszeiten zu achten. Es ist sinnvoll, die Einschalt- und Vorwärmzeiten abzuschätzen und entsprechend den Nutzungszeiten anzupassen.

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Wärmeschutzverglasung einsetzen

Verglaste Bereiche in der Sauna ermöglichen die Sicht nach außen und erhöhen den Erlebniswert. Wichtig ist es, Verglasungen mit besonders guten Dämmwerten einzusetzen (z.B. Dreischeibenverglasung mit einem U-Wert von 0,5 W/m²K).

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Wasseranschluss zum Dampfbad dämmen

Der Wasseranschluss zum Dampfbad soll gut gedämmt und möglichst kurz geführt sein. Der Schlauch im Dampfbad muss frei hängend sein, damit er leerlaufen kann und die Bakterienbildung verhindert wird.

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Saunakabine dämmen

Eine gute Dämmung der Sauna verhindert eine mögliche Kondensation hinter der Holzverschalung und reduziert Wärmeverluste. Es wird empfohlen, die Dämmung zwischen Saunawand und Gebäude-Außenwand anzubringen.

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Abwärme nutzen

Die Luft in der Sauna und im Dampfbad muss regelmäßig getauscht werden. Die warme Abluft bietet sich für eine Wärmerückgewinnung an. Durch den Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe kann die Wärme der Abluft für die Warmwasserbereitung verwendet werden.

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Veröffentlicht am 14.05.2019