Große Namen für ein gemeinsames Ziel: mehr Klimaschutz

Elf österreichische Unternehmen haben die strengen Anforderungen erfüllt und sich für die Teilnahme am klimaaktiv Pakt für Großbetriebe qualifiziert. Das ambitionierte Ziel der zukünftigen Paktpartner ist die Reduktion ihrer CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 50 Prozent (Basis 2005). Gemeinsam wird so ein weiterer Schritt hin zu Erreichung der Klimaneutralität bis 2040 gesetzt.

BUWOG, hali, HYPO NOE, Mc Donald’s Österreich, ORF, ÖBB, Ölz der Meisterbäcker, REWE International AG, UniCredit Bank Austria, Vöslauer, Zumtobel Group – sie alle haben sich mit der Bewerbung zum klimaaktiv Pakt zu einem weiteren, aktiven und weitreichenden Beitrag zur Klimaneutralität entschlossen. Denn mit dem klimaaktiv Pakt bietet das Klimaschutzministerium (BMK) österreichischen Unternehmen ein glaubwürdiges, zukunftsweisendes und tatkräftiges Bündnis für den Klimaschutz, das auf messbaren Ergebnissen fußt und konkrete Maßnahmen erfordert.

So umfassen die vorgeschlagenen Klimaschutzkonzepte der Paktpartner unter anderem Aktivitäten in den fünf Maßnahmenbereichen Energiesparen & Energieeffizienz, Bauen & Sanieren, Mobilität, Erneuerbare Energieträger, nachwachsende Rohstoffe & Ressourceneffizienz sowie Sensibilisierungsmaßnahmen.

Die BUWOG saniert bestehende Wohneinheiten kontinuierlich thermisch auf Niedrigenergiehausstandard. Im Neubau werden die in der Bauordnung festgeschriebenen Mindeststandards im Durchschnitt um rund 15 Prozent übertroffen. Bei geförderten Wohnbauprojekten, die voraussichtlich auch in Zukunft einen Anteil von 50 Prozent an der Neubauleistung der BUWOG darstellen werden, wird darüber hinaus der klimaaktiv Gebäudestandard eingehalten. Weitere Maßnahmen sind die Heizungsumstellung auf Fernwärme oder Biomasse, Umstellung des Fuhrparks auf E-Mobilität bzw. Hybrid, Job-Ticket für Mitarbeitende, Errichtung von PV-Anlagen bzw. thermischer Solaranlagen, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie Mobilitätsangebote für Bewohner:innen wie E-Ladeinfrastruktur und Sharing-Angebote.

Im Werk in Eferding wird der gesamte Wärmebedarf des Produktionsstandorts bereits zu 100 Prozent aus dem eigenen Verschnitt gedeckt. Bis 2030 möchte hali der Büromöbelproduzent mit dem besten Kreislaufwirtschaftsangebot werden. Zur Erreichung der klimaaktiv Pakt-Ziele setzt hali auf Maßnahmen wie der Errichtung einer 500 kWp PV-Anlage, Steigerung der Energieeffizienz (effiziente Motoren, Stapler, IT-Ausstattung, …) sowie der Entwicklung eines Mobilitätskonzeptes.

Erklärtes Ziel der HYPO NOE ist es, in den nächsten Jahren durch unterschiedliche Maßnahmen schrittweise den Energieverbrauch zu verringern. Darüber hinaus ist umweltfreundliche Mobilität ein wichtiges Thema. Zu diesem Zweck wurden der Ausbau von E-Ladestellen in der Konzernzentrale auf 16 Stück ebenso forciert, wie die Reduktion des Fuhrparks von 193 auf 40 KFZ mit einem E-KFZ-Anteil von bereits über 27 Prozent. Zusätzlich setzt die HYPO NOE auf saubere Energie und verdreifacht noch im Jahr 2021 ihre bestehende Photovoltaikanlage. Bei Neubauten oder Sanierungen von Gebäuden der HYPO NOE, wie Filialen oder Zweigstellen, wird auf höchste Energieeffizienz geachtet und nach Möglichkeit der klimaaktiv-Gebäudestandard in Gold angewandt.

McDonald’s Österreich verpflichtet sich freiwillig dazu die österreichischen Klimaziele bis zum Jahr 2030 durch die Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 85 Prozent (im Vergleich zum Jahr 2005) zu unterstützen. Das Unternehmen setzt dabei auf Eigenstromerzeugung durch PV-Anlagen, Errichtung effizienter Neubauten, Senkungen des Energieverbrauchs der Gewerbekälte, Senkung des elektrischen Energieverbrauchs der Lüftungs-Anlagen sowie die sukzessive Umstellung auf E-Mobilität.

Ein wichtiger Hebel zur Unterstützung der österreichischen Klimaziele ist die Verkehrsverlagerung des Straßen- und Flugverkehrs auf die Schiene. Hierzu sind sowohl Qualitätssteigerungen im Angebot als auch die Vereinfachung des Zugangs zum Streckennetz der ÖBB notwendig. Mit dem Einsatz neuer Technologien im Bereich Steuerung und Betriebsführung sowie leistungsfähigeren Fahrzeugen wird die ÖBB ihre Kapazität in den nächsten Jahren deutlich steigern. Zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen wird die ÖBB ihre Bahnstrecken verstärkt Elektrifizieren sowie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz (besetzungsgradabhängige Klimaanlagensteuerung, rückspeisefähige Triebfahrzeuge, energieoptimierte Geschwindigkeiten…) treffen. Ebenfalls hat sich die ÖBB das Ziel gesetzt durch den Einsatz erneuerbarer, alternativer Antriebstechnologien ihren Busverkehr sukzessive zu dekarbonisieren (Einsatz von Elektro- und/oder Wasserstoffbussen sowie von E-Solar-Citybussen).

 

Konkretes nachhaltiges Handeln zeigt sich bei Ölz der Meisterbäcker beim Erweiterungsbau am Standort Dornbirn, Wallenmahd: Dabei spielen nicht nur u.a. verdichtete Bauweise, Photovoltaik (rd. 1000 qm, 202.304 kWh/Jahr) und Dachflächenbegrünung eine wichtige Rolle, sondern auch soziale Nachhaltigkeit im Hinblick auf die optimale Arbeitsplatzgestaltung (Ergonomie, Einbindung des Teams bereits in der Planungsphase) für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Fokus für das gesamte Unternehmen steht der Einsatz erneuerbarer Energieträger. Zukunftsorientierte Technologien wie die Nutzung von Wasserstoff werden in diesem Zusammenhang geprüft. Weitere konkrete Maßnahmen gegen die Klimakrise setzt Ölz der Meisterbäcker im Bereich der Optimierung von Beleuchtungen und Wärmerückgewinnung.

Neben bewährten und etablierten Maßnahmen wie Errichtung von PV auf Dächern von ORF-Gebäuden, 100 % Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energieträgern oder umweltfreundlicher Fernwärme, LED-Beleuchtung als Standard an allen ORF-Standorten, automatisierte Licht-Abschaltung, schrittweiser Umrüstung des Fuhrparks auf emissionsfrei betriebene Fahrzeuge, Installation von Ladestellen und Forcierung von Intermodalität im Mobilitätsbereich plant das Unternehmen auch sehr innovative Maßnahmen. Green Producing soll als Schritt für Schritt soweit als möglich als Standard etabliert werden (Zertifizierung nach Umweltzeichen 76), vollständige Umrüstung auf LED-Beleuchtung und ein weitreichendes Produkt- und Chemikalienmanagement sind ebenso Teil des Maßnahmenpakets.

Die Steigerung der Energieeffizienz wird mit bewährten Maßnahmen, wie Beleuchtungsoptimierung, Wärmerückgewinnung und dem Einsatz von Wärmepumpensystemen weiter vorangetrieben. Ebenfalls wird ein stetiger Ausbau von Photovoltaik-Anlagen konsequent verfolgt. Den Schwerpunkt der Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen bilden der energieeffiziente Betrieb von Kühlanlagen, Türen bei Wandkühlregalen, die Vermeidung von Leckagen und vor allem die Umstellung auf klimaschonende Kältemittel. Dafür werden Monitoringsysteme ausgebaut und bewusstseinsbildende Maßnahmen verstärkt. Im Bereich Elektromobilität wird ein Zuwachs von weiteren 500 E-Dienstfahrzeugen sowie die Anschaffung von LKWs mit Zero-Emission-Antrieben erwartet.

Die UniCredit Bank Austria AG hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt die österreichischen Klimaziele bis zum Jahr 2030 durch eine Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen um 90 % (im Vergleich zum Jahr 2005) zu unterstützen. Die Berücksichtigung von Environmental, Social & Governance (ESG)-Kriterien bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen, sowie die Entwicklung eigener umwelt- und klimafreundlicher Finanzprodukte, gewährleisten eine fortlaufende Verbesserung der Klimabilanz und leisten einen wesentlichen Beitrag, die österreichische Wirtschaft zu einem nachhaltigen, klimaschonenden System umzubauen. Weitere Maßnahmen: Umstellung der Firmenflotte auf alternative Antriebssysteme; Laufende Optimierung der Kälte- und Klimaanlagen sowie Umstellung auf LED-Beleuchtung in den Filialen; Stromversorgung durch 100% Ökostrom (UZ46).

Vöslauer bezieht bereits aktuell 100 Prozent Grünstrom nach Österreichischem Umweltzeichen (UZ46) und produziert seinen eigenen erneuerbaren Strom auf dem Dach des Lagergebäudes. Bereits ein Viertel der Transportwege wird österreichweit mit der Bahn zurückgelegt. Ziel ist es, den Schienenanteil in der Logistik in den nächsten Jahren auf 30 Prozent zu erhöhen. Vöslauer setzt zur Erreichung der Ziele auch auf Abwärmenutzung bei neuen Druckluftkompressoren zur Vorwärmung des Prozesswassers (WRG); Anschluss an (CO2-neutrale) Fernwärmeversorgung der Gemeinde Baden; Installation zusätzlicher PV-Anlage mit 405 kWp sowie auf Kooperationen mit renommierten Partnern zur Bewusstseinsbildung bei Endkund:innen zum Recyclingkreislauf.

Die Zumtobel Group bietet Kundinnen und Kunden in aller Welt zukunftsorientierte Lichtlösungen an, die immer weniger Energie- und Ressourcen verbrauchen und gleichzeitig die bestmögliche Lichtqualität für den Menschen erzielen. Im Rahmen des klimaaktiv Pakts unterstützt der Lichtkonzern die nationale Klimaschutzinitiative und setzt dabei auf eine Erhöhung des Anteils Erneuerbarer am Gesamtenergieeinkauf, den Ausbau der innerbetrieblichen PV-Anlagen, die Optimierung des Anlagenparks, energetische Optimierung von Kühl- und Druckluftanlagen, eine kontinuierliche Beleuchtungserneuerung und tageslichtabhängige Steuerung der betriebsinternen Beleuchtungslösungen sowie auf die nachhaltige Umstellung des internen Fuhrparks.

Veröffentlicht am 06.07.2021

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