Wo kann ich mein E-Fahrzeug aufladen?

www.ladestellen.at zeigt Autofahrerinnen und Autofahrern den nächsten öffentlichen Standort, die verfügbare Ladeleistung und die vorhandenen Stecker-Typen für das Laden ihres E-Autos. 

Auf Initiative des BMNT wurde von der E-Control in enger Zusammenarbeit mit der Branche ein Online-Ladestellenverzeichnis (www.ladestellen.at) entwickelt, das Autofahrerinnen und Autofahrern den nächsten öffentlichen Standort, die verfügbare Ladeleistung und die vorhandenen Stecker-Typen für das Laden ihres E-Autos zeigt. 

Nach Eingabe des aktuellen Standortes, des Steckertyps und der benötigten Ladeleistung zeigt das Tool zunächst die zehn nächstgelegenen Ladestellen. Diese werden sowohl auf einer Karte als auch in einer Liste angezeigt. Beim Online Ladestellenverzeichnis handelt es sich derzeit noch um eine Beta-Version. Die wesentlichen Funktionen sind jedoch bereits nutzbar. Um die Datenqualität zu verbessern, sind auch die Rückmeldungen der Nutzerinnen und Nutzer gefragt.

Laden unterwegs

Die Zunahme von Elektromobilität und der Ausbau von öffentlichen Ladestationen gehen Hand in Hand. Laut den aktuellsten Zahlen des BMVIT umfasst das österreichische Ladenetz mit Stand  September 2019 3.696 Normalladepunkte (bis 22kW) und 533 Schnellladepunkte mit mehr als 22kW. Somit kommen in Österreich aktuell auf 34.843  Elektrofahrzeuge (reine Elektrofahrzeuge und Plug-In Hybrid Fahrzeuge) 4.229 öffentliche Ladepunkte. Auf einen Ladepunkt kommen somit rund 8 Elektrofahrzeuge. 

Für die E-Mobilitätsnutzerinnen und -nutzer gilt es zu beachten: die Ladepunkte werden von unterschiedlichen Anbietern zu unterschiedlichen Tarifen betrieben. Die verfügbaren Ladeleistungen beginnen bei 3,7 kW und reichen bis zu 350 kW. Je nach Leistung unterscheidet sich die benötigte Ladedauer um ein Vielfaches. 
Üblicherweise erhalten die Kundinnen und Kunden mit einer Ladekarte (oder mittels App) eines Anbieters Zugang zu den Ladesäulen des Betreibers. Unter E-Roaming wird die Vernetzung verschiedener Anbieter verstanden, somit kann auch anbieterübergreifend Strom bezogen werden.

Laden zu Hause

Der Großteil der Elektrofahrzeuge wird zu Hause aufgeladen. Das Laden zu Hause ist bequem und einfach. Jedoch ist die Haushalts-Steckdose nicht für die Abgabe von großen Strommengen über einen längeren Zeitraum ausgelegt.
Damit der Ladevorgang zu Hause garantiert sicher ist, empfiehlt sich die Verwendung einer kostengünstigen Wallbox. Mit dieser können auch Fahrzeuge mit hoher Batteriekapazität problemlos über Nacht aufgeladen werden. 
 

topprodukte.at bietet einen Überblick über die auf dem österreichischen Markt aktuell erhältlichen Ladestationen (Leistung bis 4,6 kW, 11 kW und 22 kW) inkl. Ratgeber für die Auswahl der geeigneten Ladestation.

Langsam oder schnell laden?

Hohe Ladeleistungen belasten das Stromnetz als auch den Akku und verursachen oft unnötige Kosten. Im Gegensatz zu Schnellladestationen an Autobahnen sollten im Wohnbereich deshalb eher geringe Ladeleistungen zum Einsatz kommen (maximal 11 kW, in den meisten Fällen reichen auch bereits 3,7 kW aus). Damit kann das Elektroauto über Nacht verlässlich und günstig wieder voll aufgeladen werden.

Wie lange dauert es, ein Elektroauto zu laden?

Folgende Faktoren beeinflussen die Ladedauer eines Elektroautos:

  • Kapazität und Typ der Batterie, 
  • Anschlussleistung der Ladestation, 
  • Ladetechnik des Elektroautos,
  • sowie der Ladestand des Akkus.

Beispiel Renault Zoe R110 (Batteriekapazität 41 kWh):

  • 3,7 kW: ca 15h
  • 11 kW: ca 4,5h
  • 22 kW: ca 2,65h

(Quelle: Austrian Mobile Power


Eine umfangreiche Übersicht über die Ladezeiten gängiger Elektrofahrzeuge bei verschiedenen Ladeleistungen finden Sie hier.

Förderungsaktion E-Ladeinfrastruktur des BMNT 

Die Förderungsaktion des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) unterstützt derzeit die Anschaffung von E-Ladestellen (Standsäule bzw. Wallbox). Voraussetzung ist, dass ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energieträgern als Antriebsenergie für Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommt. Die Förderhöhe ist abhängig von der technischen Ausgestaltung der Ladestelle und beträgt bis zu 10.000 EUR (Schnellladen) bzw. 20.000 EUR (Schnellladen für E-Nutzfahrzeuge). 

 

Veröffentlicht am 13.11.2019