Erdölabhängigkeit 2019 auf Rekordniveau

Im Jahr 2019 wurden laut aktueller Energiebilanz der Statistik Austria rund 5 % mehr fossile Energieträger importiert. Gleichzeitig war die inländische Erzeugung von Rohenergie bei Erdgas (-10 %) und Erdöl (-5 %) rückläufig. Insgesamt hat sich die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten deutlich vergrößert.

Zwei Drittel des Energieverbrauchs entfallen immer noch auf Erdöl, Erdgas und Kohle

In Österreich entfielen 2019 rund 67,5 % des Bruttoinlandsverbrauchs an Energie auf fossile Energieträger, davon rund 37,2 % auf Erdöl, 22,1 % auf Erdgas und 8,2 % auf Kohle. Die Nutzung dieser Energietärger ist das Grundproblem der Klimakrise. Zudem müssen sie im Gegensatz zu heimischen Erneuerbaren teuer importiert werden und stammen oft aus Krisengebieten.

Insgesamt nahm der Bruttoinlandsverbrauch an Energie gegenüber dem Jahr 2018 um ca. 2 % zu. Diese Entwicklung war insbesondere auf den Verkehr und die privaten Haushalte zurück zu führen.

Erfreuliche Entwicklungen gibt es beim Einsatz erneuerbarer Energieträger zu vermelden. Diese stiegen im Jahresvergleich um etwa 3,4 %. Betrachtet man aber einen längeren Zeitraum, dann stagniert der Anteil erneuerbarer Energie am Bruttoinlandsverbrauch leider seit einigen Jahren – im Jahr 2019 lag er bei 29,8 %.

Bioenergie nach wie vor wichtigster Erneuerbarer Energieträger in Österreich

Der Anteil der Bioenergie war im Jahresvergleich rückläufig (-1,5 %), dennoch ist sie die bedeutendste heimische, erneuerbare Energiequelle: 53 % aller Erneuerbaren entfallen auf Bioenergie. Der Anteil der Bioenergie am gesamten Bruttoinlandsverbrauch beträg rund 16 %. Dies unterstreicht die Wichtigkeit der Bioenergie zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2040.

Veröffentlicht am 17.12.2020