Energiebilanz - Corona spürbar, Erneuerbare im Aufwind

Laut aktueller Energiebilanz der Statistik Austria ist der energetische Endverbrauch gegenüber dem Jahr 2019 um etwa 8 % auf 1.053 PJ gesunken. Dies ist zum Großteil auf die Corona-Pandemie und auf ein geringeres Verkehrsaufkommen zurückzuführen. Energieholz konnte hingegen ein Wachstum verzeichnen.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Bruttoinlandsverbrauch von Pellets um 2,7 %, von Holzabfall um 2,1 % und von sonstigen, festen Biogenen Energieträgern um 3,7 %. Der Verbrauch von Scheitholz (Brennholz) blieb in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt leistete Energieholz einen wichtigen Beitrag, um den Anteil anrechenbarer erneuerbarer Energie gemäß EU-Erneuerbaren Richtlinie auf 36,5 % zu steigern.

Die Bioenergie stellt mit 53% den Großteil aller erneuerbaren Energieträger, Holz ist hier mit Abstand der wichtigste Energieträger. Der Anteil von Holz lag bei 15 % des gesamten Bruttoinlandsverbrauchs an Energie.

Bei der inländischen Erzeugung von Rohenergie gab es in Folge der Corona-Einschränkungen einen starken Rückgang bei den fossilen Energieträgern wie Erdöl (-14 %) und Erdgas (-18 %). Erfreulicher Weise stieg die Erzeugung bei den erneuerbaren Energieträgern in Summe um 2 %.

Auch die Nutzenergieanalyse ist seit 10. Dezember 2021 aktualisiert verfügbar. Bezüglich des Einsatzes von Energieholz nach Nutzenkategorien zeigt sich hier wenig Veränderung zu Vorjahr. Die Nutzenergieanalyse macht aber wichtige Zusammenhänge deutlich, etwa dass rund ein Drittel des energetischen Endverbrauchs für Raumklima und Warmwasser eingesetzt werden. Hier zeigt sich die Notwendigkeit für einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern sehr deutlich. Obwohl im Bereich Raumtemperatur und Warmwasser bereits große Mengen an Fernwärme, biogene Brenn- und Treibstoffe, Brennholz und Umgebungswärme eingesetzt werden (in Summe rund 155 PJ), kamen hierfür 2020 noch immer rund 81,5 PJ Erdgas (inkl. Flüssiggas) und 41 PJ Heizöl (HEL und leicht) zum Einsatz. Energieholz kann viele dieser Anwendungen insbesondere im Gebäudebestand optimal ersetzen und somit aktiv zum Klimaschutz beitragen.

Veröffentlicht am 21.12.2021