JobRad statt Dienst-Auto

Gesund, umweltschonend und stressfrei: Mit dem „JobRad“ Modell unterstützen Betriebe Ihre Mitarbeitenden, private und berufliche Wege vermehrt gesund und umweltfreundlich zurückzulegen - was mitunter Euphorie auslöst und ansteckend wirkt.

Umsetzungsdetails noch in Abstimmung

Mit der Steuerreform ab 1.1.2020 wurde der Steuervorteil des E-Pkw auch dem Elektrofahrrad gewährt. So ist das Dienst-Fahrrad und Dienst-Elektrofahrrad nun klar vorsteuerabzugsfähig, und auch die Privatnutzung ist vom Sachbezug befreit. Derzeit werden noch Umsetzungsdetails zum „JobRad" Modell im Finanzministerium abgestimmt, so dass hier nur allgemeine Informationen zu finden sind.

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Was ist das JobRad-Modell?

Das Unternehmen stellt dazu interessierten MitarbeiterInnen zu attraktiven Bedingungen ein alltagstaugliches „Dienstfahrrad“ zur Verfügung, das sowohl dienstlich als auch privat genutzt werden kann. Im Gegenzug verpflichtet sich der/die MitarbeiterIn, das Fahrrad nach Möglichkeit oft auch für den Weg zur Arbeit und für dienstliche Wege einzusetzen.

Dafür können durch den Betrieb attraktive Förderungen in Anspruch genommen werden (z.B. die klimaaktiv mobil E-Bike-Förderung). Manchmal zahlt der/die MitarbeiterIn auch den Restbetrag in Form einer monatlichen „Nutzungsgebühr“ in 48 Monatsraten ab. Viele Gemeinden und Betriebe vor allem in Vorarlberg bieten neben einem „JobTicket“ auch das „JobRad“ Modell jetzt schon an.

Häufig gestellte Fragen:

Ist das JobRad-Modell auch für Gemeinden umsetzbar?

Gemeinden als Arbeitgeber können für ihre Mitarbeitenden auch das JobRad Modell einführen aber für Mitarbeitende aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich keine Vorsteuer abziehen.

Kann eine monatliche Nutzungsgebühr/Kostenbeitrag verrechnet werden?

Ja, üblicherweise wird der Kostenbeitrag des Mitarbeitenden abgezogen. Der Betrieb kann den Mitarbeitenden die Fahrräder auch kostenlos zur Verfügung stellen. Die steuerrechtlichen Umsetzungsdetails dazu werden derzeit geklärt.

Wie hoch kann die monatliche Nutzugsgebühr/Kostenbeitrag angesetzt werden?

Die steuerrechtlichen Umsetzungsdetails werden derzeit geklärt.

Wird die Nutzugsgebühr vom Brutto- oder Nettogehalt abgezogen?

Die steuerrechtlichen Umsetzungsdetails werden derzeit geklärt.

Was ist, wenn die MitarbeiterInnen ausscheiden oder in Karenz gehen?

In einer Nutzungsvereinbarung zwischen Betrieb und MitarbeiterIn wird festgehalten, dass diese beim Ausscheiden die noch offenen Raten an den Betrieb als Vorschuss bezahlen kann. Das Rad bleibt jedoch aufgrund der klimaaktiv mobil Förderbedingungen für 48 Monate im Eigentum des Betriebs.

Muss die Laufzeit 48 Monate betragen? Und, warum gerade 48 Monate?

Wenn bei der Anschaffung des Fahrrads auch Förderung im Rahmen der #mission2030 E-Mobilitätsoffensive (klimaaktiv mobil) in Anspruch genommen wird, dann bleibt das Fahrzeug aufgrund der klimaaktiv mobil Förderbedingungen für 48 Monate im Eigentum des Betriebs. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei Anschaffung ohne Förderung als steuerrechtliches Umsetzungsdetails werden derzeit geklärt.

Muss das JobRad zwingend ein E-Bike sein?

Nein. Es können auch „normale“ Fahrräder / Falträder sein.

Kann ein Betrieb die Vorsteuer beim Fahrradkauf abziehen?

Ja, ab 1.1.2020 sind Fahrräder und Elektro-Fahrräder vorsteuerabzugsberechtigt.

Kann ein Betrieb den Nettopreis für die monatlichen Nutzungsgebühren heranziehen?

Die steuerrechtlichen Umsetzungsdetails werden derzeit geklärt.

Wie kann die Befreiung der Vorsteuerzug an die Mitarbeitenden weitergegeben werden?

Die steuerrechtlichen Umsetzungsdetails werden derzeit geklärt.

Ist die Privatnutzung des Dienstfahrrads lohnsteuerpflichtig? Fällt für das JobRad Sachbezug an?

Nein, ab 1.1.2020 ist die Privatnutzung von Dienstfahrrädern und Dienst Elektro-Fahrrädern wie beim Elektro-Auto lohnsteuerfrei, d.h. der Sachbezug ist lohnsteuerfrei.

Kann es sein, dass die zur Verfügungstellung eines Dienstfahrrades seitens der Sozialversicherung sehr wohl berücksichtigt wird und der geringfügig beschäftigte Dienstnehmer damit über die Geringfügigkeitsgrenze kommt?

Die steuerrechtlichen Umsetzungsdetails werden derzeit geklärt.

Können auch teilzeit/geringfügig angestellte Mitarbeitende ein JobRad erhalten? Was ist dabei zu beachten?

Die steuerrechtlichen Umsetzungsdetails werden derzeit geklärt.

Können die MitarbeiterInnen jedes Fahrrad als JobRad wählen?

Grundsätzlich ja. Wir empfehlen aber nur straßentaugliche JobRäder (d.h. mit Schutzblech, Lichtanlage etc.) anzubieten, damit der Arbeits- und Dienstwege mit dem JobRad gefahren werden können.

Können die Räder nur von bestimmten, zertifizierten Händlern gekauft werden?

Nein, grundsätzlich ist es egal bei wem die (Dienst)Fahrräder gekauft werden.

Wird das JobRad gefördert?

In der #mission2030 E-Mobilitätsoffensive können (Dienst)E-Fahrräder gefördert werden (ab einer Stückzahl von 10 E-Fahrrädern).

Was geschieht nachdem die/der ArbeitgeberIn das Fahrrad 4 Jahre lang zur Verfügung gestellt hat?

Die/der MitarbeiterIn kann das Fahrrad um einen symbolischen Betrag von 1 Euro erwerben. Dazu werden auch noch die steuerrechtlichen Umsetzungsdetails derzeit geklärt.

Haben Mitarbeitende Verpflichtungen?

Mitarbeitende sollten sich verpflichten, das Dienstfahrrad möglichst oft bei Arbeits-/ Dienstwegen einzusetzen.

Wie/Wo werden die Rahmenbedingungen des JobRad festgehalten?

MitabeiterInnen schließen mit dem Betrieb eine Nutzungsvereinbarung ab, in der die Rahmenbedingungen geregelt sind.

Gibt es einen Vorschlag/Rohentwurf für den Vertrag / die Nutzungsvereinbarung?

Wenn alle steuerrechtlichen Umsetzungsdetails geklärt sind, soll es hier eine Vorlage für eine Nutzungsvereinbarung geben.

Kann das JobRad-Modell überall umgesetzt werden, oder nur in der genannten Modellregion in Vorarlberg?

Das JobRad-Modell kann in ganz Österreich umgesetzt werden. Die Modellregion Vorderwald in Vorarlberg ist ein Umsetzungsbeispiel.

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Für konkrete Fragen zur Umsetzung in Unternemen steht Ihnen das klimaaktiv mobil Beratungsprogramm "Mobilitätsmanagement für Betriebe, Bauträger und Flottenbetreiber" zur Verfügung. Kontakt: office@mobilitaetsmanagement.at; Tel.: 01 504 12 58 DW 19 (Hr. DI Gilbert Gugg).

Veröffentlicht am 17.03.2020