Erneuerbare Energiegemeinschaft Hermagor-Pressegger See

Eine Erneuerbare Energiegemeinschaft als Teil des gesamtheitlichen Energie-Konzepts in Hermagor, welches Stromtankstellen, PV-Anlagen auf gewerblichen und öffentlichen Einrichtungen sowie bestehende Kleinwasserkraftwerke verbinden soll.

Name des Projekts:

Erneuerbare Energiegemeinschaft Hermagor-Wulfenia

Beteiligte Institutionen:

Stadtgemeinde Hermagor – Pressegger See, Nobilegroup – NIG GmbH, KEM Tourismus Nassfeld – Lesachtal – Weißensee, Nassfeld Mountains & Lakes, Natürlich Wir!, Klima- und Energiefonds, NLW Tourismus Marketing GmbH, Abwasserverband Karnische Region, Autohaus Patterer, Wiedenig GmbH, REG-Bioenergie, Elektro Schuller, Steinwender KG

Projektstandort:

Stadtgemeinde Hermagor – Pressegger See

Name Kontaktperson:

Michaela Kaineder

Position/Funktion Kontaktperson:

Head of Energy Communities

Zitat zum Projekt:

Die Umsetzung einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft in Hermagor sehen wir als einen der wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einer grünen, lokalen Energieversorgung. Die Preisstabilität ist ebenfalls ein wichtiger Faktor für die Gemeinde.

Person hinter dem Zitat inkl. Funktion:

Leopold Astner, Bürgermeister Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See

Gesamtinvestitionsvolumen:

1,5 Mio. €

Projektkategorien:

Erneuerbare Energie und Nachhaltige Mobilität

Art der Finanzierung:

Verantwortungsvolle Investments

Kurzbeschreibung des Projekts:

Die Energiegemeinschaft als Baustein auf dem Weg zur nachhaltigsten Tourismus Region Österreichs:

Die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See sieht die Etablierung einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft (EEG) als Teil des gesamtheitlichen Energie-Konzepts in Hermagor, welches Stromtankstellen, PV-Anlagen auf gewerblichen und öffentlichen Einrichtungen sowie bestehende Kleinwasserkraftwerke verbinden soll.

Durch die finanziellen Vorteile einer EEG und damit einer schnelleren Amortisation der Anlagen sollen weitere Investitionen in erneuerbare Energiegewinnung ausgelöst werden.

Die Erneuerbare Energiegemeinschaft im Überblick:

  • 13 Gemeindeobjekte
  • 12 Unternehmens-Standorte
  • 1.980 MWh Stromverbrauch / pro Jahr
  • 8 bestehende PV-Anlagen und
  • 1 Kleinwasserkraftwerk wurden eingebunden
  • Neue PV-Anlagen auf Bildungseinrichtungen, Unternehmensstandorten, sowie eine Freiflächenanlage werden nach und nach umgesetzt.
  • 1.760 MWh/a sollen bis Ende 2024 lokal und erneuerbar erzeugt werden
  • 50% Eigenversorgung dauerhaft angestrebt

Ablauf und Meilensteine:

Februar 2022: Projektstart

Dezember 2022: Energiewirtschaftliches, rechtliches und finanzielles Konzept der EEG

Jänner 2023: Simulation der EEG

März 2023: Entwicklung eines EEG-Tarifmodells

Mai 2023: Gründung der EEG

März 2023: Finanzplan

Februar 2023: Informationsveranstaltungen für Gründungsmitglieder und weitere Stakeholder

Wurde das Projekt über Förderungen mitfinanziert? Wenn ja, über welche und wie hoch waren sie?

  • Für die Konzeptionierung der EEG wurden keine Förderungen in Anspruch genommen.
  • Für die Errichtung der PV-Anlagen konnten mittels EAG-Förderung Investitionszuschüsse i.H.v. ca. 10.000 € gewährt werden.
  • Einen wesentlichen Beitrag leistete die KEM Tourismus: Aus dem Gewinn eines Wettbewerbes des Klimaministeriums um die nachhaltigste Region Österreichs standen der Region eine Million Euro für Nachhaltigkeits-Projekte u.a. für mind. 2 EEGs zur Verfügung.

Projekterfolge:

  • Bestehende Wasserkraftwerke wurden in die Energiegemeinschaft integriert. Mit den Stromtankstellen und PV-Anlagen auf gewerblichen und öffentlichen Einrichtungen ist damit ein optimaler Erzeugungsmix möglich.
  • Auf dem Weg zu einem Autarkie-Grad von 50%.
  • Ein Vorzeigeprojekt, das zeigt, wie Tourismus, Industrie, die öffentliche Hand und künftig auch Privathaushalte zusammen Großes bewirken können.
  • Gewerbebetriebe kommt eine Schlüsselrolle in der Dekarbonisierung der Region zu: durch Kopplung von Strom, Wärme und Mobilität.
  • Die überaus gute Partnerschaft zwischen der Stadtgemeinde und den Unternehmen hat dieses Projekt ermöglicht. Vorreiterbetriebe waren von Beginn an als Gründungsmitglieder dabei.

Projektrelevante Webadresse und/ oder weiterführende Links:

Hermagor-Presseger See wird eine Erneuerbare Energiegmeinschaft

Erneuerbare Energiegemeinschaft Wulfenia gegründet

Hermagor gründet Energiegemeinschaft

Nobile-Group

Weitere Anmerkungen/Aus was haben wir gelernt?

  • Die Betriebe, die sich initial an der EEG beteiligt haben, haben Vorbildwirkung auf andere Unternehmen in der Region und lösen damit weitere Investitionen aus.
  • Der Mix aus PV-Strom und Wasserkraft erzeugt einen wesentlichen Hebel in der Autarkie.
  • Ressourcen und Wissen vor Ort können in einer Energiegemeinschaft gebündelt werden – so kann durch das Einbeziehen von regionalen Errichtern und Elektroinstallationsbetrieben die regionale Wertschöpfung gesteigert werden.
Veröffentlicht am 11.09.2023