Ihr Jobticket

Zufriedene Mitarbeiter:innen, günstige Dienstreisen, weniger Verwaltungsaufwand: Das Jobticket ist eine Zeitkarte für öffentliche Verkehrsmittel, die Arbeitgeber:innen ihren Mitarbeiter:innen zur Verfügung stellen - für Dienstreisen, aber auch zur Privatnutzung.

Jobtickets - was ist genau gemeint?

Jobtickets sind Wochen-, Monats- oder Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel, die Arbeitgeber:innen ihren Mitarbeiter:innen zur Verfügung stellen. Sie können für Dienstreisen, aber auch Wege zum Arbeitsplatz und Freizeitwege verwendet werden. Jobtickets sind frei von Sozialabgaben, Lohnnebenkosten und Sachbezügen.

Neuerungen beim Jobticket seit 01.07.2021

Seit 01.07.2021 können Wochen-, Monats-, und Jahrestickets für öffentliche Verkehrsmittel von den Arbeitgeber:innen sozialabgaben- und sachbezugsfrei sowie ohne Lohnnebenkosten erworben werden, wenn diese zumindest am Wohn- oder Arbeitsort der Mitarbeiter:innen gültig sind. Es muss sich also insbesondere nicht mehr um Streckenkarten handeln. Zudem ist es möglich, dass die Mitarbeiter:innen das Jobticket erwerben und die Kosten teilweise oder zur Gänze erstattet bekommen. 

Bis Juli 2021 waren nur Streckenkarten für öffentliche Verkehrsmittel als Jobticket wählbar, also Fahrkarten zwischen Wohnsitz und dem Arbeitsplatz. Eine Ausnahme hierfür gab es zuvor schon in Wien, da es hier keine Streckenkarten gibt. In der bisherigen Regelung mussten Arbeitgeber:innen das Jobticket kaufen und ihren Mitarbeiter:innen zur Verfügung stellen. Die Neuerungen erleichtern somit den Zugang zum Jobticket und machen das Angebot deutlich attraktiver.

 

Häufig gestellte Fragen - Jobticket-FAQs

Was ist ein Jobticket?

Jobtickets sind Wochen-, Monats- oder Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel, die Arbeitgeber:innen ihren Mitarbeiter:innen zur Verfügung stellen. Sie können für Dienstreisen, aber auch für Wege zum Arbeitsplatz und in der Freizeit verwendet werden.

Was ist das Klimaticket Ö?

Das Klimaticket Ö ist ein Öffi-Ticket, mit dem Sie jedes öffentliche Verkehrsmittel in ganz Österreich für ein Jahr nutzen können. Es kostet 1.095 €, für junge Menschen und Senior:innen gibt es Vergünstigungen. Bis zu vier Kinder unter 15 können gegen einen Aufpreis von 110€ kostenlos mitgenommen werden. Das Klimaticket Ö kann als Jobticket genutzt werden.

Welche Tickets können als Jobticket gewählt werden?

Es gibt keine Einschränkung. Es ist möglich, reine Streckenkarten zu wählen, aber auch Zeitkarten wie das Jahresticket eines Verkehrsverbundes. Besonders bietet sich natürlich das neue österreichweit gültige Klimaticket Ö an – es ermöglicht flexible Mobilität in ganz Österreich und reduziert den Verwaltungsaufwand rund um Dienstreisen signifikant - um nur 3€ pro Tag.

Welche Vorteile hat das Jobticket für mein Unternehmen?

Mit Jobtickets wird das Unternehmen ein Vorreiter im Klimaschutz und macht Nachhaltigkeit wortwörtlich „erfahrbar“. Das freut nicht nur unser Klima und wirkt sich positiv auf das Image aus. Das JobTicket bringt auch eine praktische Erleichterung mit sich: Ihr Unternehmen wird vom Verwaltungsaufwand für die Abrechnung von Dienstreisen entlastet, die Genehmigung und Nachbereitung von Dienstreisen wird beschleunigt. Zudem können oft Parkplatze am Betriebsstandort eingespart werden, wenn das Auto häufiger zu Hause bleibt. Ein Jobticket ist gerade auch für Lehrlinge und Auszubildende sehr attraktiv. Im Bemühen um die besten Köpfe und Hände am Arbeitsmarkt kann es den entscheidenden Unterschied gegenüber der Konkurrenz ausmachen. Außerdem sind Jobtickets steuermindernd, frei von Lohnnebenkosten, Sozialversicherungsbeiträgen oder Sachbezügen.

Welche Vorteile hat das Jobticket für Arbeitnehmer:innen?

Das Jobticket ist ausdrücklich auch zur privaten Nutzung gedacht. Sie können mit einem Jobticket sowohl Dienstwege als auch Freizeitwege durchführen. Es reduziert damit die Ausgaben für Mobilität und entlastet das Haushaltsbudget.

Wie sieht es mit den Kosten aus?

Die Kosten für das Jobticket hängen zunächst von der Art des gewählten Tickets ab. Sie können komplett vom Unternehmen übernommen werden, es ist aber auch eine nur anteilige Kostenübernahme möglich. Ein solcher Zuschuss zum Öffi-Ticket kann mit dem monatlichen Gehalt ausbezahlt werden. 

Das Jobticket ist für die Mitarbeiter:innen sachbezugsfrei, für die Unternehmen sind die Kosten Betriebsausgaben. Es fallen keine Sozialabgaben und Lohnnebenkosten an. Für Mitarbeiter:innen, die kein Jobticket benötigen, kann alternativ ein Mobilitätsbonus ausbezahlt werden.

Jobtickets sind natürlich für Dienstfahrten nutzbar. Wenn ein Jobticket vergeben wurde, darf für von der Karte umfasste Strecken kein zusätzlicher Fahrtkostenersatz geleistet werden.

Eine Gehaltsumwandlung ist weiterhin nicht möglich. Dies wäre nur dann der Fall, wenn die Kosten des Jobtickets zum Teil oder zur Gänze durch Reduktion des steuerpflichtigen Arbeitslohns beglichen würden.

Bitte bedenken: Nutzungsvereinbarung und Kündigung

Ein Jobticket ist eine freiwillige Maßnahme des Unternehmens. Es bietet sich an, eine Nutzungsvereinbarung abzuschließen. Sie sollte betonen, dass das Jobticket eine freiwillige Maßnahme ist, wie lange es gilt, welche Kosten übernommen werden und dass die Beschäftigten das Ticket insbesondere auch auf Arbeits- und Dienstwegen nutzen sollen. Zudem ist eine Regelung für das Ausscheiden von Beschäftigen aus dem Unternehmen zu vereinbaren.

Wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen: Für manche Jahreskarten gibt es ein Sonderkündigungsrecht auf Kulanzbasis bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses, manche Jahreskarten können auch an Dritte übertragen werden. In diesem Fall gibt es somit kein Kostenrisiko für das Unternehmen durch die Gefahr eines Jobwechsels des Beschäftigten. Die konkret möglichen Regelungen sollten vorab mit dem zuständigen Verkehrsverbund abgeklärt werden.

Wie passt das Jobticket mit der Pendlerpauschale zusammen?

Ein Jobticket ist nicht mit der Pendlerpauschale kombinierbar. Für Strecken, für die ein Jobticket zur Verfügung gestellt wird, kann keine Pendlerpauschale bezogen werden. Für Streckenteile, für die das Jobticket nicht gilt (wenn das Jobticket also nicht die gesamte Strecke zwischen Wohn- und Arbeitsplatz abdeckt), kann weiterhin die Pendlerpauschale bezogen werden. Wichtig: Die für den Bezug der Pendlerpauschale verbleibende Strecke muss mindestens 20 Kilometer lang sein. Manche Beschäftigte verlieren durch den Wegfall der Pendlerpauschale mehr Geld als das Jobticket wert ist. Daher ist nicht nur das Jobticket ein freiwilliges Angebot des Unternehmens, auch die Annahme des Jobtickets durch die Beschäftigten muss freiwillig sein.

Ist das Jobticket übertragbar?

Das hängt von der Art des Tickets ab. Eine Übertragbarkeit ist prinzipiell möglich, muss aber vom Verkehrsverbund vorgesehen sein. Übertragbare Netzkarten können also als Jobticket gewählt werden. Allerdings sind die Kosten, die sich aus der Übertragbarkeit ergeben, nicht sachbezugs-, lohnnebenkosten- und sozialabgabenfrei. Die konkret möglichen Regelungen sollten vorab mit dem zuständigen Verkehrsverbund abgeklärt werden.

Was ist ein Mobilitätszuschuss?

Für manche Beschäftigten zahlt sich ein Jobticket nicht aus, wenn gleichzeitig die Pendlerpauschale entfällt. Aus Gründen der Gleichbehandlung kann diesen Beschäftigten ein Mobilitätszuschuss in Höhe der Kosten des Jobtickets bezahlt werden. Dieser Ersatz der Fahrtkosten ist lohnsteuerpflichtig, unterliegt aber keinen Sozialversicherungsbeiträgen. Mehr Infos finden Sie hier.

Unsere klimaaktiv mobil-Förderung für Jobtickets

Bis Ende 2021 gab es eine klimaaktiv mobil-Förderung des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) für Jobtickets. Diese gilt nur noch unter bestimmten Bedingungen, wenn Jobtickets mit anderen Maßnahmen des umweltfreundlichen Mobilitätsmanagements kombiniert werden. Nehmen Sie bei Interesse bitte Kontakt zu den klimaaktiv mobil Beratungsprogrammen auf.

Wenn Mitarbeitende mit klimaaktiv mobil gefördertem Jobticket das Unternehmen verlassen: Dies ist in jedem Fall der KPC mitzuteilen. Wenn andere Mitarbeitende in das Jobticket „eintreten“, liegt die Fördervoraussetzung weiterhin vor. Andernfalls kann es zu einem Entfall der Fördervoraussetzung kommen.

 

Dieser Artikel wird laufend überarbeitet und ersetzt keine steuerrechtliche Beratung. Für die Richtigkeit der Angaben wird keine Haftung übernommen.

Veröffentlicht am 04.04.2022