Berglandmilch eröffnet neue Abwasserreinigungs- und Biogasanlage

Im Rahmen der Präsentation der Klima-Offensive des Unternehmens wurde die neue Abwasserreinigungs- und Biogasanlage in Aschbach-Markt eröffnet. 20 – 30 % des Gasbedarfes des Werks in Aschbach sollen dadurch in Zukunft gedeckt werden.

Für Berglandmilch, dem größten österreichischen Milchverarbeitungs- und Vertriebsunternehmen, ist das Energiethema zum Sicherheitsthema geworden. Mit der Entscheidung, am Standort Aschbach-Markt die neue Abwasserreinigungsanlage mit einer Biogasanlage zu kombinieren, zeigte man Weitsicht und Verantwortung bereits vor der Invasion Russlands in der Ukraine. Durch die Investition in eine Biogasanlage, welche die Reststoffe der Abwasserreinigung nutzt, wird zukünftig erneuerbares Gas produziert, welches direkt in der Molkerei eingesetzt werden kann. Dadurch soll zukünftig 20 bis 30 % des Gasbedarfes im Werk Aschbach gedeckt werden. Diese Entscheidung bedeutet für das Unternehmen nicht nur Sicherheit und einen Schritt hin zur Unabhängigkeit gegenüber russischem Erdgas, es ist auch ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaziele. Die neue Kläranlage ist seit Juni bereits in Betrieb und behandelt ausschließlich die betriebseigenen Molkereiabwässer. Mit der geplanten Inbetriebnahme der Biogasanlage Ende August soll dann aus Abwasser und Reststoffen bis zu 450 m3 Biogas in der Stunde mit einem Methangehalt von 60 bis 70% produziert werden. Für 2023 ist außerdem ein Biomasse-Heizwerk geplant. Mit diesen und weiteren Maßnahmen will Berglandmilch in den nächsten 1-2 Jahren zu 95% unabhängig von fossilen Energien werden.

Veröffentlicht am 25.07.2022