FAQ

Wir beantworten die häufigsten Fragen rund um die klimaaktiv Gebäudedeklaration und zum klimaaktiv Gebäudestandard. Die FAQ´s werden laufend erweitert.

Nutzungsmix & Gebäudegruppen

Grundsätzlich ist bei klimaaktiv für jedes Gebäude und jede Nutzung eine eigene Deklaration erforderlich. Unter folgenden Umständen kann für unterschiedliche Nutzungen und mehrere nutzungsgleiche Gebäude auf einer Liegenschaft auch eine gemeinsame Deklaration erfolgen.

Nutzungsmix

Eine Hauptnutzung mit ≥ 80% der konditionierten BGF

Für das Gesamtgebäude kann eine Deklaration mit dem Kriterienkatalog entsprechend dem Gebäudetyp der Hauptnutzung unter Berücksichtungung der folgenden Punkte erfolgen:

1. Für alle Qualitäten, die das Gesamtbauwerk betreffen (Wirtschaftlichkeit, OI3-Indikator, Baustoffe etc.), bezieht sich die Bewertung und die Nachweisführung auf das gesamte Gebäude. Dies betrifft auch die Messungen:

  • Luftdichtheit: Für die notwendige Anzahl wird die Gesamtfläche des Gebäudes herangezogen. Wenn es technisch möglich ist, sollte jeder Baukörper gesamt gemessen werden.
  • Messung Innenraumluftqualität: Für die notwendige Anzahl wird die Gesamtfläche des Gebäudes herangezogen. Gemessen werden soll schwerpunktmäßig in Räumen, in denen sich Menschen lange aufhalten und die insbesondere von Kindern, älteren und sensiblen Menschen genutzt werden [Schlafräume, Kindergarten, Pflegewohnheim, Büro, etc. ].

2. Für die Bewertung werden folgende Energiekennzahlen herangezogen:

  • Heizwärmebedarf und Kompaktheit aus dem Gesamtenergieausweis (gemitteltes Ergebnis der Einzelzonen)
  • Primärenergiebedarf, CO2-Emissionen und Kühlbedarf aus dem Energieausweis der Hauptnutzung (nur die nutzungsspezifische Zone)

3. Die Bewertung von weiteren Qualitäten, die sich je nach Nutzungstyp unterscheiden (Komfort im Sommer, Lüftung etc.) erfolgt ausschließlich für die Hauptnutzung. Die untergeordneten Nutzungen werden dabei nicht berücksichtigt.

Keine Hauptnutzung überschreitet 80% der konditionierten BGF

Hat eine Nutzung einen Flächenanteil (beheizte BGF) von über 20% und eine Fläche von über 2.000 m², so ist für diesen Nutzungsteil eine eigene Deklaration notwendig. Wird für diesen Nutzungsteil die Erfüllung der Muss-Kriterien im Energieteil nachgewiesen, kann auch eine Deklaration für das Gesamtgebäude erfolgen. Für Großprojekte kann in Rücksprache mit dem Programmmanagement von klimaaktiv eine individuelle Vorgehensweise für die Deklaration definiert werden.

Beispiele

  • Gebäude I: 80% Büro, 10% Wohnen, 10% Geschäfte = 1 klimaaktiv Deklaration „Büro“
  • Gebäude II: 75% Büro, 25% Wohnen [beheizte BGF gesamt: 1.000 m²]
    = 1 klimaaktiv Deklaration „Büro“
  • Gebäude III: 75% Büro, 25% Wohnen [beheizte BGF gesamt: 10.000 m²]
    = 2 getrennte klimaaktiv Deklarationen „Büro“ und „Wohnen“

Bewertung mehrerer gleichartiger Gebäude

In Rücksprache mit dem Programmmanagement von klimaaktiv kann für mehrere nutzungs- und nahezu baugleiche Gebäude auf einer Liegenschaft eine gesamthafte Deklaration erfolgen, sofern jedes einzelne Gebäude mit seinem Energieausweis nachweislich die Basiskriterien von klimaaktiv erreicht. Für die Bewertung werden dann die einzelnen Energiekennzahlen flächengewichtet gemittelt.

Anforderung an die Alternativenprüfung im Kriterienkatalog 2017

Definition in den aktuell gültigen Kriterienkatalogen 2017

Im klimaaktiv Kriterienkatalog 2017 wird eine erste Weichenstellung für einen CO2-neutralen Gebäudesektor getroffen und deshalb der Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen vorbereitet. Damit soll im Sinne der internationalen und nationalen klimapolitischen Ziele ein klares Zeichen zur Dekarbonisierung gesetzt und der gezielte Umstieg auf erneuerbare Energien unterstützt werden. Für eine klimaaktiv Deklaration sind im Neubau Gebäude mit Öl- oder Gasheizung nicht mehr zulässig. Wird in Gebäudesanierungen der Wärmeerzeuger ausgetauscht, so sind Öl- oder Gaskessel ebenfalls nicht mehr zulässig.

Ausnahmeregelung Sanierungen: Sanierungsobjekte, in denen ein vorhandener Öl- oder Gaskessel nicht ausgetauscht wird (etwa, weil er erst 5 Jahre alt ist), können weiterhin deklariert werden, sofern sie die Mindestanforderungen in den Energiekriterien erreichen.

Ausnahmeregelung Neubau: Für eine klimaaktiv Deklaration eines Neubaus ist der Einsatz von hocheffizienten alternativen Energiesystemen (Alternativenprüfung) lt. Absatz 5.2 OIB Richtlinie 6 (2015) zu überprüfen und – wenn möglich – umzusetzen.  Nur im Fall einer nachweislich vorliegenden Unmöglichkeit einer Wärmeversorgung mit hocheffizienten alternativen Energiesystemen kann auch im Neubau eine Gasheizung zugelassen werden.

Die Beschreibung in der OIB-Richtlinie 6, 2015

Einsatz hocheffizienter alternativer Energiesysteme

Bei Neubau und größerer Renovierung von Gebäuden muss die technische, ökologische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des Einsatzes von hocheffizienten alternativen Systemen wie den in Punkt 5.2.2 angeführten, sofern verfügbar, in Betracht gezogen, berücksichtigt und dokumentiert werden.

Hocheffiziente alternative Energiesysteme sind jedenfalls:

  • dezentrale Energieversorgungssysteme auf der Grundlage von Energie aus erneuerbaren Quellen
  • Kraft-Wärme-Kopplung
  • Fern-/Nahwärme oder Fern-/Nahkälte, insbesondere, wenn sie ganz oder teilweise auf Energie aus erneuerbaren Quellen beruht oder aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stammt
  • Wärmepumpen

Anforderung an die Alternativenprüfung für klimaaktiv

Im Neubau sind Gebäude mit Öl- oder Gasheizung nicht mehr zulässig. Wird in Gebäudesanierungen der Wärmeerzeuger ausgetauscht, so sind Öl- oder Gaskessel ebenfalls nicht mehr zulässig.

Soll für ein Gebäude von diesem Verbot eine Ausnahme gemacht werden, wird eine Alternativenprüfung gefordert. Als Alternativenprüfung im Sinn dieser Anforderung wird eine Machbarkeitsstudie über die technische, ökologische und wirtschaftliche Realisierbarkeit von nicht fossilen Systemen zur Wärmeversorgung des Gebäudes erwartet. Sofern mit der Alternativenprüfung tatsächlich eine klimaaktiv Deklaration mit Gasversorgung beantragt wird, sind zumindest zwei unterschiedliche nicht fossile Varianten zu prüfen und die Ergebnisse dieser Prüfung vorzulegen.

Die Alternativenprüfung muss von einem fachkundigen Sachverständigen erstellt werden. Eine reine Bestätigung der Bauherrschaft ist in diesem Zusammenhang zu wenig.

Die Alternativenprüfung hat zu beinhalten:

  • Berechnung der Heizlast und ggfls. der Kühllast sowie des Heizenergie- und gegebenenfalls Kühlenergiebedarfs gemäß aktuellem Planungsstand
  • Auslegung der alternativen Versorgungssysteme
  • Technische, ökologische und wirtschaftliche Bewertung im Lebenszyklus (30a) unter Berücksichtigung sowohl der Errichtungs- als auch der Betriebsaufwendungen.

Keine Ausnahme vom Gasverbot im Neubau zulässig / Keine Alternativenprüfung erforderlich

Wenn ein hocheffizientes alternatives Energiesystem offensichtlich verfügbar ist, ist grundsätzlich keine Ausnahme vom Verbot einer Gasheizung möglich und es erübrigt sich damit auch die Notwendigkeit einer Alternativenprüfung.

Das gilt insbesondere, aber nicht ausschließlich,

  • bei Vorliegen der Möglichkeit eines Fern-/Nahwärmeanschlusses am Grundstück,
  • bei Vorliegen eines ausreichenden Erdwärmepotenzials am Grundstück.

Lüftungsanlagen für Bildungsbauten

Hintergrund

Komfortlüftungen, mechanische Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, bringen neben ihren energetischen vor allem auch raumlufthygienische Vorteile. Durch den (im Gegensatz zur Fensterlüftung) bedarfsgerecht einstell- und regelbaren, kontinuierlichen Luftaustausch wird in allen Räumen eine sehr gute Luftqualität gewährleistet. Für klimaaktiv Bildungsgebäude sind zentrale oder dezentrale Lüftungsanlagen auch bereits für Bronze-Gebäude verpflichtend einzubauen.

Luftqualität

Abgestandene Luft und hohe Temperatur im Klassenzimmer führt zu Konzentrations- und Leistungsschwäche, ja sogar zu gesundheitlichen Auswirkungen bei SchülerInnen und PädagogInnen. Aus Studien ist belegt, dass eine hohe Luftqualität mit CO2-Konzentrationen unter 1000 bis 1200 parts per million (ppm) bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 30 bis 55 Prozent sowie Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad Celsius definiert werden kann. Das Behaglichkeitsempfinden einzelner Personen kann von diesen „Idealwerten“ abweichen. Aber da CO2 ein Indikator für andere Schadstoffe ist, bedeutet eine niedrige CO2-Konzentration, dass die Raumluft im Klassenzimmer nur wenig mit weiteren Schadstoffen belastet ist und damit besser mit der für uns Menschen wichtigen Frisch- bzw. Außenluft übereinstimmt. Eine relativ niedrige Temperatur von etwa 20 Grad Celsius ist ideal für Schularbeiten oder konzentriertes Arbeiten, etwas höhere Temperaturen sind dann vertretbar, wenn es um Sitzen ohne Leistungserfordernis geht. Lüftungsanlagen sorgen also für konstante Abfuhr von zu viel Feuchte, Schadstoffen und CO2. Die Abfuhr von Feuchte verhindert zu hohe relative Luftfeuchten, reduziert damit das Risiko von Schimmelpilzbildung und schafft ein Innenraumklima, das für das Wachstum von Hausstaubmilben ungünstig ist. Die von außen zugeführte Luft wird zudem durch hochwertige Filter gereinigt.

Auslegung von Lüftungssystemen

Weder bei Schulneubauten und noch weniger bei Sanierungen ist es derzeit in Österreich Standard, mechanische Lüftungsanlagen einzubauen. Dabei wird ein Einbau durch die energie- und hygienetechnischen Anforderungen der OIB-Richtlinien 6 und 3 aus 2015 unterstützt. Die Angaben über die vorzusehende Frischluftmenge in Unterrichtsräumen gehen in den Regelwerken auseinander:

Gibt die ÖISS-Richtlinie[1] je nach Altersstufe 15 bis 20 m³/h je SchülerIn vor, so sprechen die Qualitätskriterien des Vereins komfortlüftung. at[2] von 19 bis 30 m³/h je SchülerIn. Um die IDA-Klasse II nach ÖNORM EN 13779 (hohe bis mittlere Raumluftqualität) zu erreichen, sind circa 30 m³/h je SchülerIn nötig[3]. Gleichzeitig sollte eine ausreichende relative Luftfeuchtigkeit von mindestens 30% sicher gestellt sein. Im Winter, wenn die Außenluft sehr trocken ist, kann daher der Luftwechsel gegebenenfalls verringert werden, um Beeinträchtigungen durch trockene Augen und Atemwege bei SchülerInnen und PädagogInnen zu vermeiden. Übrigens: Will man in einem Klassenzimmer die Luftqualität überprüfen, dann kann eine sogenannte Lüftungsampel mit Messwertanzeige dafür verwendet werden. Üblicherweise schalten die Ampeln bei 1.000 ppm CO2-Konzentration auf Orange, ab etwa 1.50 ppm auf rot: spätestens dann ist es Zeit zum Lüften, da bei dieser Konzentration mit Beeinträchtigungen zu rechnen ist.

Sommerliche Nachtlüftung

Die natürliche Nachtlüftung durch automatisch gesteuerte Lüftungsklappen funktioniert, wenn ausreichend große Öffnungen und ein gewisser Mindestluftwechsel für die Nachtlüftung garantiert werden kann. Oft ist die Unterstützung durch zentrale Abluftventilatoren sinnvoll. Auch kann die Nachtlüftung über einen Bypass des zentralen Be- und Entlüftungssystems geführt werden. Der Aufwand hierfür ist sehr unterschiedlich und hängt natürlich von der Planung des Gebäudes und der Anordnung der Räume ab.

Anforderungen von klimaaktiv

Mindestanforderung

Der Einsatz von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung ist für klimaaktiv Bildungseinrichtungen ein Musskriterium (B 6.2 - Energieeffiziente Lüftung). Dabei gilt die Mindestanforderung der optimierten Bedarfsauslegung nach der zu erwartendem Belegung und eine Einregulierung der Anlage. Zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und Auslegung auf den hygienisch notwendigen Luftwechsel entsprechen der Anforderung.

Die Komfortlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung müssen dabei mindestens 80% der Nutzfläche be- und entlüften. Nutzflächen mit einer niedrigeren Anwesenheitsfrequenz, wie etwa Gang- und Nebenräume können davon ausgenommen sein. Ziel ist die Lüftung in Schul- und Klassenräumen und in den Büroräumen, die ein hohes Nutzungsaufkommen verzeichnen. klimaaktiv bemisst außerdem die Effizienz der Lüftungsanlage, da durch einen hohen Wärmerückgewinnungsgrad der Anlage Energieverluste minimiert werden können.

Bei mehreren Lüftungsanlagen werden die über die Luftmengen gemittelten Werte zur Bewertung herangezogen.

Qualitäten, die bepunktet werden

B.6.2.A Auslegung auf den Bedarf und Einregelung der Anlage (20 Punkte)

Erste Voraussetzung für die energetische Effizienz von Komfortlüftungen und für die Bepunktung ist die Auslegung der Luftmengen nach dem zu erwartenden Bedarf. In Klassen- und Gruppenräumen kann in der Regel mit einer Luftmenge von 15-20 m³/(h,Person) vordimensioniert werden, bei Bürogebäuden 30 m³/(h,Person), bei Turnhallen 60 m³/(h,Person)[4].

Zweite Voraussetzung für die Effizienz der Komfortlüftungsanlagen und die Bepunktung ist die Einregulierung gemäß Auslegung. 

B.6.2.B Energieeffizienz der eingesetzten Lüftungsgeräte (30 Punkte)

Diese wird anhand von zwei Kennwerten bepunktet:

Wärmebereitstellungsgrad und luftmengenspezifische elektrische Leistungsaufnahme

  • Für Lüftungsanlagen mit einem Luftvolumenstrom von bis zu 5.000 m3/h gelten die folgenden Anforderungen:
    - Wärmebereitstellungsgrad > 75 % nach PHI-Messreglement oder > 70% nach EN 13141-7 oder > 84% nach DiBt-Reglement
    - elektrische Leistungsaufnahme gesamt für Zu- und Abluftventilator max. 0,45 Wh/m3
  • Für Lüftungsanlagen mit einem Luftvolumenstrom von mehr als 5.000 m3/h gelten die folgenden Anforderungen:
    - elektrische Leistungsaufnahme ohne Luftkühlung max. 0,8 Wh/m³ mit (Teil)Klimaanlagen max. 0,95 Wh/m³
    - Wärmebereitstellungsgrad ≥ 70% (gemäß EN 308)

D.2. Komfortkriterien (bis zu 40 Punkte)

Ziel ist es, durch die Festlegung von Mindestanforderungen bezüglich energetischer
Effizienz, max. CO2-Konzentration, relative Luftfeuchte, Schallschutz und Hygiene die
Nutzerzufriedenheit durch die Erfüllung folgender Punkte zu gewährleisten:

  • Beschränkung des max. CO2-Gehaltes der Raumluft (10 Punkte) Medianwert CO2 (absolut) < 1.000 ppm: D.h. es sollte die überwiegende Anzahl der CO2-Einzelwerte, > 50% im jeweiligen Beurteilungszeitraum nicht über dem Wert von 1.000 ppm CO2 absolut liegen. Um eine niedrige Luftfeuchte in der Innenraumluft bei niedrigen Außentemperaturen (innen < 20% rel. Luftfeuchte) zu vermeiden, können an (Winter-) Tagen oder ähnlichen Situationen erhöhte Konzentrationen an CO2 akzeptiert werden.
  • Relative Luftfeuchte (5 Punkte) anzustrebender Bereich: 30-45 % r.F. in der Heizperiode (Unterschreitung von 30% r.F. in max. 5% der Nutzungszeit)
  • Geeignete Regelungsstrategie der Lüftungsanlage für bedarfsgerechte Luftmengen - Anwesenheitssteuerung (5 Punkte) Automatisches Spülen der Klasse vor dem Unterricht mit jeweils zumindest der einfachen Luftmenge des Raumes. Alternativ kann auch ein dauernder Luftvolumenstrom von 0,5 [m³/h] bzw. ein intermedierender Betrieb, der dieser Luftmenge entspricht, gewählt werden. Dezentrale Anwesenheitssteuerung oder zentrale Anwesenheitsteuerung zur individuellen Luftmengensteuerung (Auf/Zu) über jedes Klassenzimmer. (IDA - C4)
    Nur in Ausnahmefällen: Reine Betriebszeitenregelung über eine Zeitschaltuhr; für gesamtes Gebäude oder Gebäudeteile.
  • Geeignete Regelungsstrategie der Lüftungsanlage für bedarfsgerechte Luftmengen - Optimierung (10 Punkte) Bedarfsorientierte Luftmengenregelung mit CO2-Fühler für jede Klasse (IDA - C6), optional mit Feuchtekontrolle.
  • Lüftungsanlage liefert keinen Beitrag zur Überwärmung der Räume (5 Punkte)
    - Lüftungsgerät muss über einen automatischen Bypass zur Umgehung des Wärmetauschers (oder gleichwertiges System) für 100% des Volumenstromes verfügen.
    - Bypass muss dicht schließen: max. Leckage 4 [l/sm2] beim Prüfdruck von 500 [Pa] nach EN 1751.
    - Luftansaugung in günstiger Ansaugposition (nicht an süd- oder westorientierten Fassaden)
  • Vermeidung von Lärmbelästigungen (10 Punkte)
    - Geringer A-bewerteter Schalldruckpegel LA,eq nT (bezogen auf 0,5 s Nachhallzeit); Max. 30 dB(A) in Büroräumen und Klassenräumen (max. 35 dB(A) in der Nähe der Auslässe); Max. 25 dB(A) für akustisch sensible Räume, wie Musikunterrichtsräume (max. 30 dB(A) in der Nähe der Auslässe;
    - Beschränkung der tieffrequenten Anteile: die Differenz zwischen A- und C-Bewertung darf nicht mehr als 20 dB(A) betragen;
    - Beschränkung der Schallbelastungen im Außenbereich gem. ÖN S 5021 bzw. ÖAL Richtlinie 3
  • Außenluftfilter mindestend ePM1 (50%) nach ISO 16890 (5 Punkte)

LITERATUR:

[1] ÖISS (Hrsg.): Richtlinien für den Schulbau, Kap. 4. Bauphysik, Raumklima und
Energieeffizienz, 12/2009
[2] Komfortlüftung.at (Hrsg.): 61 Qualitätskriterien für Klassenzimmerlüftungen. Ausgabe
2.6, Oktober 2014
[3] ÖNORM EN 13779: Lüftung von Nichtwohngebäuden – Allgemeine Grundlagen und
Anforderungen. Jänner 2008
[4] Feist

Veröffentlicht am 06.05.2020