FAQ

Wir beantworten die häufigsten Fragen rund um die klimaaktiv Gebäudedeklaration und zum klimaaktiv Gebäudestandard. Die FAQ´s werden laufend erweitert.

Detailfragen zu den einzelnen Bewertungskategorien und ausgewählten Kriterien finden Sie auf der Online Deklarationsplattform baudock.

Allgemeines zur Gebäudedeklaration

Fragen zu den Kriterienkatalogen

 

FAQ-Webinar

Im Rahmen von regelmäßigen Online-Webinaren zum Thema „klimaaktiv Gebäudebewertung FAQ: Sie haben Fragen? – wir antworten!“ bieten wir seit 2022 die Möglichkeit, Detailfragen zur klimaaktiv Gebäudedeklaration und zum klimaaktiv Kriterienkatalog zu klären. Diese Veranstaltungsreihe richtet sich vorrangig an Personen, die den klimaaktiv Gebäudestandard bereits kennen. Für all jene, die den Kriterienkatalog grundsätzlich kennenlernen möchten, empfehlen wir einen Grundkurs zum Gebäudestandard. Termine finden Sie im Veranstaltungskalender.

Wer kann den klimaaktiv Gebäudestandard anwenden?

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist nach dem Open Source Prinzip für alle Interessierten, für jede Gebäudekategorie, frei und kostenlos verfügbar. Da Qualitäten und Mindestanforderungen exakt definiert sind und jedes klimaaktiv Gebäude mit den wesentlichen Kennwerten veröffentlicht wird, wird maximale Transparenz erreicht. Immobilienbetreiber und Bauträger, aber auch Gemeinden und Städte, können bei ihren Bauvorhaben mit dem offen zugänglichen System schon in der Ausschreibungsphase und Vergabe die gewünschte Qualität einfordern.

Wer kann sich auf der Deklarationsplattform von klimaaktiv registrieren?

Auf der Deklarationsplattform baudock kann sich jede Person oder jedes Unternehmen kostenlos registrieren und eine Gebäudebewertung nach klimaaktiv durchführen. Nach der Registrierung erhalten Sie Ihre eigenen Zugangsdaten und Sie werden Schritt für Schritt durch die Deklaration geleitet. Sie erhalten alle erforderlichen Informationen, die Sie für die Eingabe ihres Gebäudes benötigen. Eine laufende Deklaration kann jeder Zeit unterbrochen, später fortgesetzt oder abgebrochen werden.

Ausführliche Anleitung für die klimaaktiv Deklaration

Wieviel kostet die Gebäudebewertung nach klimaaktiv?

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist nach dem Open Source Prinzip für alle Interessierten, für jede Gebäudekategorie, frei und kostenlos verfügbar. Es fallen keine Benützungsgebühren für die Gebäudebewertung an. Die Kosten für die Prüfung der eingegebenen Gebäudedaten und für die Veröffentlichung der klimaaktiv Gebäude übernimmt das Bundesministerium für Klimaschutz. Damit Sie die Gebäudebewertung anhand des klimaaktiv Gebäudestandards durchführen können, müssen Sie sich einmalig auf der Deklarationsplattform registrieren. Nach der anschließenden Anmeldung können Sie die entsprechenden Deklarationsformulare ausfüllen und online einreichen. Die Qualitäten und Mindestanforderungen sind exakt definiert und jedes klimaaktiv Gebäude wird mit den wesentlichen Kennwerten veröffentlicht. Damit wird eine maximale Transparenz erreicht. Immobilienbetreiber und Bauträger, aber auch Gemeinden und Städte, können bei ihren Bauvorhaben mit dem offen zugänglichen System schon in der Ausschreibungsphase und Vergabe die gewünschte Qualität einfordern.

Welche Stufen der Gebäudedeklaration gibt es?

Um die Qualität eines Gebäudes von der ersten Planung bis hin zur Nutzung zu sichern, bietet klimaaktiv drei Stufen der Gebäudebewertung an. Damit können die Qualitätsanforderungen des Gebäudestandards für jede Immobilie übersetzt und in jeder Phase – von der Zielformulierung bis hin zur Nutzungsphase -  berücksichtigt und nachgewiesen werden. Folgende Stufen der klimaaktiv Gebäudedeklaration stehen zur Verfügung:

  1. Deklaration in der Planung
  2. Deklaration in der Fertigstellung
  3. Deklaration in der Nutzung

Detaillierte Beschreibung der drei Stufen der klimaaktiv Gebäudebewertung

Kann klimaaktiv als Qualitätslabel für Immobilien im eigenen Wirkungskreis verankert werden?

Immer mehr Immobilienentwickler, Bauträger aber auch Institutionen verankern die Qualitätskriterien von klimaaktiv in den eigenen Unternehmenszielen und Richtlinien.

BIG und ARE: klimaaktiv Silber als Standard für Neubauten und Sanierungen

Seit Jänner 2020 gibt es einen verpflichtenden nachhaltigen Mindeststandard für alle Neubauten und Generalsanierungen des BIG Konzerns. Das Holistic Building Program (HBP) geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und stellt sicher, dass alle Projekte der BIG und ihrer Tochter ARE mindestens dem klimaaktiv SILBER-Standard entsprechen müssen. Mit jährlich rund 25 Neubauten und Sanierungsprojekten und einem Auftragsvolumen von rund 380 Mio. Euro hat der BIG Konzern eine große Gestaltungschance. Durch die Umsetzung des Mindeststandards werden die CO2-Emissionswerte deutlich reduziert, klimaschädliche Baustoffe vermieden und der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen forciert.

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Umweltzeichen 49 – Nachhaltige Finanzprodukte. klimaaktiv als Basis für Immobilien in Fonds

Für Immobilienfonds, die mit dem Umweltzeichen 49 – Nachhaltige Finanzprodukte ausgezeichnet werden, gilt die Vorgabe, dass die betreffenden Immobilien die Basiskriterien (klimaaktiv Bronze) des klimaaktiv Gebäudestandard einhalten müssen. Für noch nicht sanierte Gebäude (Bestandsgebäude) muss ein Sanierungsfahrplan erstellt werden.

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Schulentwicklungsprogramm 2020 (SCHEP 2020): klimaaktiv Silber

Mit dem Schulentwicklungsprogramm 2020 wurde dieser Mindeststandard auch in konkrete Zahlen gegossen. Die Bundesregierung investiert in den nächsten Jahren 2,4 Milliarden Euro in Österreichs Schulen. Österreichweit wird es damit rund 270 Bauprojekte an den Bundesschulen geben. Die Einhaltung der ökologischen Standards bei Neubauten und Sanierungen wird mit dem HBP Standard der BIG und damit mit dem klimaaktiv Gebäudestandard des BMK als Mindeststandards gewährleistet. Ziel ist das Erreichen von 750 klimaaktiv Punkten (Silber) von max. 1000 möglichen Punkten.

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Aktionsplan nachhaltige öffentliche Beschaffung (naBe): klimaaktiv Silber für Hochbaukriterien

Im Aktionsplan nachhaltige öffentliche Beschaffung (naBe) 2020 wird die Erreichung des klimaaktiv Silber Standards als Voraussetzung für Hochbauprojekte gefordert. Bis dato war im naBe der Verweis auf die klimaaktiv Basiskritieren (klimaaktiv Bronze) verankert.

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Gemeinden und Bauträger verpflichten sich für klimaaktiv

Sowohl kleinere Gemeinden als auch Städte arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng mit den klimaaktiv Regionalpartnern in den Bundesländern zusammen. Ca. 16 Gemeinden und Städte haben bereits per Gemeinderatsbeschluss festgelegt, den klimaaktiv Gebäudestandard bei ihren Gebäuden anzuwenden (z.B. über Gemeinderatsbeschluss)

Nähere Informationen:

Darüber hinaus haben sich mehrere Bauträger dazu verpflichtet, ihre Gebäude ausschließlich in klimaaktiv zu bauen und zu sanieren.

Der klimaaktiv Gebäudestandard - für alle zugänglich

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist nach dem Open Source Prinzip für alle Interessierten, für jede Gebäudekategorie, frei und kostenlos verfügbar. Da Qualitäten und Mindestanforderungen exakt definiert sind und jedes klimaaktiv Gebäude mit den wesentlichen Kennwerten veröffentlicht wird, wird maximale Transparenz erreicht. Immobilienbetreiber und Bauträger, aber auch Gemeinden und Städte, können bei ihren Bauvorhaben mit dem offen zugänglichen System schon in der Ausschreibungsphase und Vergabe die gewünschte Qualität einfordern.

In welchen Förderungen und Vorgaben ist der klimaaktiv Gebäudestandard verankert?

Der klimaaktiv Gebäudestandard zählt europaweit zu den erfolgreichsten Gütesiegeln für nachhaltiges Bauen und Sanieren. Seit der Etablierung des Gebäudestandards wurden über 1380 Gebäude (Stand März 2023) nach diesen Qualitätskriterien geplant und errichtet. Der kontinuierliche und beeindruckende Zuwachs ist insofern bemerkenswert, weil der klimaaktiv Gebäudestandard europaweit als strengstes und anspruchsvollstes Bewertungssystem im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz gilt. Mit ein Grund für diesen Erfolg ist die Tatsache, dass immer mehr Förderungen, Richtlinien und Vorgaben des Bundes aber auch der Länder auf die Qualitätskriterien von klimaaktiv referenzieren. Im folgenden Überblick finden Sie die aktuellen Förderung und Richtlinien, bei denen der klimaaktiv Gebäudestandard als Qualitätszeichen für nachhaltige Gebäude implementiert ist:

Sanierungsscheck

Gefördert wird die thermische Sanierung im privaten Wohnbau für mehrgeschossige Gebäude, die älter als 20 Jahre sind. Förderungsfähig ist die umfassende Sanierung nach klimaaktiv Standard und Einzelbauteilsanierung Fenster.

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Kommunalinvestitionsgesetz 2023 (KIG 2023): klimaaktiv Silber

Im Gemeindekonjunkturprogramm (Kommunalinvestitionsgesetzt 2023) der Bundesregierung ist festgehalten, dass gemeindeeigene Gebäude im klimaaktiv Silber errichtet werden müssen. Mit dem Inkrafttreten des neuen Kommunalinvestitionsgesetzes 2023 (KIG 2023) gewährt der Bund den Gemeinden einen Zweckzuschuss für nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur und zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung. In den Durchführungsbestimmungen heißt es unter Punkt 8. „Instandhaltung, Sanierung (einschließlich thermisch-energetische Sanierung sowie der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger) und Errichtung von Gebäuden im Eigentum der Gemeinde, sofern diese nach klimaaktiv Silber-Standard errichtet werden.“

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Mustersanierung – erhöhte Förderung bei klimaaktiv Gold

Der Klima- und Energiefonds und das Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) fördert jährlich im Rahmen der Mustersanierung umfassende Sanierungsprojekte von betrieblich genutzten oder öffentlichen Gebäuden. Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes sowie zur Anwendung erneuerbarer Energieträger und zur Steigerung der Energieeffizienz. Für Gebäude, die dem klimaaktiv Gold Standard entsprechen, wird ein Zuschlag von 5 % der förderbaren Kosten gewährt.

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klimaaktiv als Kriterium in Wohnbauförderungen ausgewählter Länder

In den Wohnbauförderungen (WBF) Tirol, Kärnten, Steiermark und Vorarlberg gibt es entweder die höchste Förderstufe oder einen Bonus beim Erreichen des klimaaktiv Standards. In anderen Bundesländern sind einzelne Kriterien der Wohnbauförderung mit den klimaaktiv Kriterien kompatibel und mit einer erfolgten klimaaktiv Deklaration nachweisbar.

TOP-Tourismusförderung für Hotelgebäude durch die ÖHT

In der TOP-Tourismusförderung der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) ist die Erreichung des klimaaktiv Silber Standards für Hotelgebäude verankert.

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Wo finde ich die detaillierten Kriterienkataloge?

Die detaillierten Kriterienkataloge zu ALLEN Gebäudetypen können Sie nach der Registrierung direkt auf der Deklarationsplattform baudock einsehen und in der Langfassung herunterladen (Exportieren). Bitte wählen Sie vor dem Exportieren der Langfassung unter Auswahl des Bewertungssystems ihren Gebäudetyp und ob die Bewertung für Neubau, Sanierung oder Sanierung im Denkmalschutz erfolgen soll. Dementsprechend sind unterschiedliche Kriteriensets und Punktezuteilungen hinterlegt.

Wo finde ich eine Anleitung zum Deklarationstool?

Auf der Deklarationsplattform baudock finden Sie eine Kurzanleitung zur Bedienung des klimaaktiv Deklarationstools. Darin enthalten sind Erläuterungen zu Kriterien die z.B. mit M oder * gekennzeichnet sind, wie Sie die Auswahl zum Nachweisverfahren angeben oder was das grüne Hackerl bedeutet. Die Anleitung zum Deklarationstool finden Sie unter https://klimaaktiv.baudock.at/anleitung.htm.

Warum gibt es eine aktualisierte Kriterienversion 2020.3?

Seit Oktober 2022 steht ein aktualisierter Kriterienkatalog Version 2020.3 auf der Deklarationsplattform baudock zur Verfügung. Die aktuelle Kriterienversion für Wohn- und Dienstleistungsgebäude beinhaltet Anpassungen, die aufgrund von Anfragen und Anregungen im Zuge der Anwendung der Kriterienkataloge durchgeführt wurden. Damit soll die Praxistauglichkeit des Bewertungssystems nochmals verbessert werden. Außerdem ist mit der aktualisierten Kriterienversion nun die Deklaration von Planungen mit Sanierungsfahrplan möglich.

Die in der Version 2020.3 durchgeführten Änderungen umfassen Erläuterungen und Präzisierungen zu einigen Kriteriendefinitionen sowie einzelne geringfügige inhaltliche Anpassungen bei den Qualitätsanforderungen. Alle Änderungen sind in einem Änderungsprotokoll auf der Deklarationsplattform dokumentiert.

Betrifft die neue Kriterienversion 2020.3 bereits laufende Projekte?

Wenn Projekte auf der Deklarationsplattform in einer vorangegangenen Version angelegt wurden, dann können diese in dieser Version auch weiterbearbeitet und fertiggestellt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit zum „Upgrade“ auf die jeweils neueste Version des Kriterienkatalogs. Dafür muss durch die Nutzer:innen eine Kopie des bereits angelegten Projekts in die neue Kriterienversion gemacht werden. Ein „Downgrade“ einer neuen Kriterienversion auf eine vorangegangene Version ist nicht möglich.

Welchen Kriterienkatalog (2017 oder 2020) verwenden Sie bei der Deklaration?

Mit der Veröffentlichung des klimaaktiv Kriterienkataloges 2020 wurde die Deklaration aller Gebäudetypen auf EINER Plattform, der baudock, zusammengeführt. Damit wurde die Deklaration und Projektverwaltung wesentlich vereinfacht.

Aufgrund der unterschiedlichen Stadien der Projekte (Planung, in Bau, in Fertigstellung) und der verschiedenen Umsetzungsstadien der OIB Richtlinie 6 (2015 oder 2019) in den Bundesländern, gab es für die Anwendung des jeweils gültigen Kriterienkataloges und der Deklaration innerhalb einer Übergangsfrist (voraussichtlich bis April 2022) folgende Auswahlmöglichkeiten:

  • Variante 1: Gebäude, die jetzt mit der Planung beginnen und deren Energieausweis nach der OIB-Richtlinie 6 (2019) vorliegt, werden nach dem neuen Kriterienkatalog 2020 deklariert. Alle Wohn- und Dienstleistungsgebäude werden auf der Deklarationsplattform baudock deklariert.
  • Variante 2: Gebäude, die einen Energieausweis nach OIB Richtlinie 6, 2015 besitzen, können die Deklaration ebenfalls nach dem neuen Kriterienkatalog 2020 machen.
  • Variante 3: Gebäude, die sich schon in der Fertigstellung befinden, können noch mit dem Kriterienkatalog 2017 deklariert werden. Wenn in einzelnen Bundesländern die OIB- RL 6 (2019) noch nicht gültig sein sollte, können innerhalb der Übergangsfrist die klimaaktiv Kriterienkataloge aus dem Jahr 2017 angewendet werden.

Hinweis: Alle Wohngebäude, die nach dem Gebäudekatalog 2017 (OIB-Richtlinie 6, 2015) bereits auf der Plattform baubook angelegt sind, können dort weiterhin bearbeitet und abgeschlossen werden.

Für mehr Informationen dazu kontaktieren Sie bitte das klimaaktiv Programmanagement.

Veröffentlicht am 10.10.2023

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