Familiengasthof Maier

Mautern/Steiermark

Ein Aufenthalt im Familiengasthof Maier heißt, willkommen sein in gemütlicher Atmosphäre, in einem gepflegten Haus, das den hohen Ansprüchen an einen Kurzaufenthalt in jeder Weise gerecht wird. Durch die verkehrsgünstige Lage direkt an der A9 und der Nähe zum Wilden Berg, Mauterns Wild- und Freizeitpark, ist der Gasthof ein ideales Domizil sowohl für Geschäftsreisende, als auch für Sie und Ihre Familie.

Das Gästehaus ist als Nebengebäude Teil des Familiengasthofs Maier in Mautern (Steiermark). Es stammt aus dem 17. Jahrhundert (Baubewilligung 1658). Untergebracht sind darin sechs Wohneinheiten mit 12 Betten. Aufgrund des nicht mehr zeitgemäßen Komfort- und Effizienzstandards wird das Gästehaus umfassend thermisch- energetisch verbessert.

Beschreibung des Klimaschutz- und Nachhaltigkeitskonzepts:

Der Ort Mautern in der Steiermark ist stark von der Abwanderung betroffen. In den letzten Jahren sank die Einwohnerzahl von 2.500 auf 1.800 Personen. Grund dafür sind die fehlenden Arbeitsmöglichkeiten in der Region. Viele alte Gebäude im Ort sind sanierungsbedürftig und es stellt sich oft die Frage:“ Abreißen oder sanieren?“. Der Bauherr der Gästehaus Maier ist überzeugt von der Möglichkeit Gebäude zu sanieren somit zu erhalten und so Arbeitsplätze, Wohnungen und Komfort zu schaffen.

Das Ziel war, ein Vorzeigeobjekt hinsichtlich Energieeffizienz, Nutzung erneuerbarer Energiequellen und ein Gebäude mit höchstem Komfort zu schaffen.

Maßnahmen

Bauliche Maßnahmen

  • Im Zuge der Sanierung wurden 24cm Mineralschaumplatten angebracht, was den U-Wert auf 0,16 W/(m²K) verbessert.
  • Dämmung der Außenwände mit 24 cm Mineralschaumplatten
  • Dämmung der obersten Geschoßdecke mit 30 cm Zellulosedämmung
  • Dämmung der Dachschräge mit 30 cm Holzweichfaserplatten als Zwischensparrendämmung
  • Dämmung der Kellerdecke mit 8 cm EPS
  • Die Dämmstffe der Außenwände und des Daches entsprechen den NaturePlus-Kriterien.
  • Dämmung des unbeheizten Kellers des Hauses mit 20 cm XPS im Perimeterbereich und 7 cm EPS auf dem Kellerfußboden
  • Zur Reduzierung der Kühllast wurden außen liegende Raffstore installiert.
  • Holz-Aluverbundfenster mit 3 Scheibenverglasung und einem durchschnittlichen U-Wert von 0,9 W/(m²K).

Energieversorgung

  • Die bestehende Ölheizung, Baujahr 1994 und 30 kW Leistung, wurde durch eine Wärmepumpe mit Tiefensonden (230 m) und einer Leistung von 11 kW, welche einen 3.000 Liter Pufferspeicher versorgt, ersetzt.
  • Die Wärmeverteilung erfolgt über eine Niedertemperaturheizung, ausgeführt als Fußbodenheizung.
  • Als Ergänzung zur Wärmepumpe wurde eine Solarthermieanlage (24m²) installiert, welche ebenfalls in den Pufferspeicher Energie liefert und zur Heizung und Warmwasseraufbereitung verwendet wird.
  • Einbau einer kontrollierten Be- und Entlüftung mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von 85 %. Die Vorwärmung/-kühlung der Außenluft erfolgt über ein Sole-Luftregister versorgt über die Wärmepumpe.
  • Eine Luftvorkühlung erfolgt im Sommer über das Sole-Luftregister, welches über die Wärmepumpe versorgt wird.
  • Installation einer dachintegrierten PV-Anlage (12 kWp, 79 m²)

Effizienzmaßnahmen im Betrieb

  • Umstellung der alten Beleuchtung auf LED-Beleuchtung.
  • Die Heizung wird außentemperaturgeführt betrieben.

Ergebnis

Durch Umstellung der Beleuchtung auf LEDs konnte der Strombedarf um 78 % gesenkt werden.

Die PV-Anlage liefert 6,4 MWh Strom zur Deckung des Eigenbedarfs.

Der Netzstrombezug konnte durch die Effizienzmaßnahmen in der Beleuchtung und durch die Installation einer PV-Anlage um 9,9 MWh/a verringert werden.

Durch die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage und die selbst erzeugte elektrische Energie über die PV-Anlage wird in 3 Jahren mit Kosteneinsparungen von € 40.155,00 gerechnet. Amortisationszeit: 10 Jahre

Die Gästefeedbacks sind bislang durchaus mehr als positiv. Außerdem ist die Neugier der Gäste bzgl. des neuen Energiesystems und der Bauweise groß.

In Anspruch genommene Förderungen

Förderungen im Rahmen der Klima- und Energiefonds: € 194.098,00 (bei Fördersatz von 57,43% nach Berücksichtigung des Plus-Energiehauszuschlages und der Verwendung von Dämmstoffen mit österreichischen Umweltzeichen)

Veröffentlicht am 14.05.2019

Kontakt

Familiengasthof Maier Webseite