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Frau mit Tasche und Koffer öffnet Hotelzimmer mit KeyCard

Intelligente Zimmer, schlanke Abläufe: Anwesenheitssysteme im Bestand

Das Webinar richtete sich an Hoteliers, technische Leiter:innen und Facility Manager:innen, die die Effizienz steigern und gleichzeitig den Gästekomfort verbessern möchten. Erfahren Sie, wie Anwesenheitserkennungssysteme auch im Bestand einfach nachgerüstet werden können.

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Frau mit Tasche und Koffer öffnet Hotelzimmer mit KeyCard

Digitalisierung & Automatisierung – ein kurzer Überblick

Digitalisierung:

Die Umwandlung analoger Informationen und Prozesse in digitale Form, z. B.:

  • Digitale Gästemappen ersetzen gedruckte Ordner
  • Online-Buchung statt telefonischer Reservierung
  • Digitale Rechnungsstellung statt Papierrechnungen

Automatisierung:

Anhand definierter Regeln übernimmt das System Aufgaben selbstständig:

  • Heizung regelt sich automatisch bei Abwesenheit
  • Licht, Klima und Musik reagieren auf Check-in oder Check-out
  • Workflows laufen im Hintergrund ohne manuelle Eingriffe

 

Smarter, einfacher, effizienter: Die wichtigsten Insights aus dem klimaaktiv Webinar zur smarten Hotellerie

Am 17. November fand das klimaaktiv-Webinar „Intelligente Zimmer, schlanke Abläufe – Anwesenheitssysteme im Bestand“ statt. Über zwei Stunden lang boten Expert:innen aus Hotellerie, Digitalisierung und Gebäudeautomatisierung einen umfassenden Einblick in zeitgemäße und zukunftsfähige Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung und Energieeinsparung in bestehenden Beherbergungsbetrieben.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Nicole Hartl von der Österreichischen Energieagentur.

Zwei Experten – zwei Perspektiven, ein Ziel

Bastian Singer (BASI Consulting GmbH)
Experte für Digitalisierung, E-Commerce, PMS-Strukturen & Revenue Management in der Hotellerie.
Er brachte die operative Sicht ein: Wie Hotels heute arbeiten, welche Systeme bereits erfolgreich eingesetzt werden, wo sich weitere Effizienzpotenziale eröffnen – und wie eine durchdachte Vernetzung digitaler Lösungen den Hotelalltag spürbar erleichtern kann.

Dominik Gabriel (Loxone Electronics GmbH)
Gebäudeautomatisierungsspezialist, verantwortlich für Hospitality-Projekte in Österreich.
Er zeigte, wie moderne Sensorik, Anwesenheitserkennung und intelligente Steuerungstechnik Räume wirklich „smart“ machen – und wie Hoteliers dadurch Energie einsparen, Komfort steigern und Abläufe automatisieren können, ohne Gäste zu überfordern.

Bastian Singer präsentierte exklusive Einblicke aus der ÖHV-Studie mit 246 teilnehmenden Betrieben. Einige Kernerkenntnisse:

  • Nahezu alle Hotels nutzen ein PMS, jedoch in sehr unterschiedlichem Umfang.
  • Viele Systeme sind noch lokal installiert – Cloud-Lösungen setzen sich langsam, aber stetig durch.
  • Channel-Manager sind verbreitet, aber keineswegs flächendeckend eingesetzt.
  • 63 % nutzen bereits KI-Funktionalitäten, allerdings oft nur oberflächlich.
  • Investitionen von bis zu 50.000 € jährlich in digitale Lösungen sind gängig.

Besonders deutlich wurde: Die Fragmentierung der Softwarelandschaft ist eine große Herausforderung. Schnittstellen fehlen, Funktionen überschneiden sich, Daten fließen unvollständig. Eine durchgängige Systemarchitektur bleibt für viele Betriebe ein wichtiges Zukunftsthema.

Digitalisierungs-Typen von Gästen – und was das für Gastgeber bedeutet

Um digitale Strategien zielgerichtet umzusetzen, gilt es, die Gäste zu kennen. Nicole Hartl stellte vier zentrale Typen vor:

  • Digital Natives – erwarten vollautomatisierte, mobile Prozesse
  • Gelegenheitsnutzer – mögen hybride Lösungen aus digital & persönlich
  • Traditionelle Gäste – bevorzugen Rezeption, Papier & persönliche Interaktion
  • Geschäftsreisende – schätzen Geschwindigkeit, Automatisierung & digitale Abrechnung

Fazit: Digitalisierung soll Gäste nicht überfordern, sondern bedürfnisgerecht unterstützen.

Anwesenheitserkennung als Schlüsseltechnologie

Dominik Gabriel zeigte anschließend, wie moderne Anwesenheitssysteme funktionieren – und warum sie eine zentrale Rolle spielen:

  • Temperatur, Licht und Lüftung reagieren automatisch
  • Energieverbrauch sinkt spürbar
  • Housekeeping sieht in Echtzeit, ob ein Zimmer betreten werden kann
  • Komfort wird gesteigert, ohne dass Gäste aktiv etwas tun müssen

Im Gegensatz zu klassischen Kartenhaltern entstehen echte intelligente Räume, die auf Gästeverhalten reagieren und gleichzeitig Ressourcen schonen. Dabei bleibt die Bedienung so einfach wie möglich – ein Grundprinzip von Loxone.

Das digitale Ökosystem eines Hotels – Komplexität verständlich erklärt

Im zweiten Teil führte Bastian Singer durch die „digitale Landschaft“ eines modernen Hotels:
PMS, Channel-Manager, CRM, Payment, Schließsysteme, digitale Gästemappen, Energiemanagement, Housekeeping-Tools, Kommunikation, Feedback-Systeme und vieles mehr.

Besonderer Fokus lag auf folgenden Herausforderungen:

  • Fragmentierung der Systeme
  • fehlender Datendurchfluss
  • doppelte Dateneingabe
  • ineffiziente Workflows
  • mangelnde Transparenz und Reporting

Je besser Systeme miteinander verbunden sind, desto stärker die Effekte – von Energieeinsparung bis Personalentlastung.

Zentrale Erkenntnisse des Webinars

  • Intelligente Zimmer sind kein Zukunftsthema, sondern bereits heute wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar.
  • Die größten Hebel liegen nicht bei spektakulären High-Tech-Gimmicks, sondern in der sauberen Vernetzung bestehender Systeme.
  • Automatisierung spart nicht nur Energie, sondern auch kostbare Mitarbeiterzeit.
  • Gäste erwarten zunehmend komfortable, effiziente, hybride Prozesse.
  • Digitalisierung ist kein Selbstzweck – sie muss einfach, sicher und für alle nutzbar sein.

Weitere Infos
Bei Interesse an weiterführenden Informationen oder Beratungen stehen sowohl klimaaktiv als auch die beiden Experten gerne zur Verfügung.

 

Bastian Singer

BaSi Consulting GmbH

revenue@basi-c.ch

+41 79 5052744

Dominik Gabriel

Loxone Electronics GmbH

dominik.gabriel@loxone.com

+43 7287 7070 757

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Datum
17.11.2025 | 09:00 - 11:00 Uhr

Kosten
kostenfrei