Betriebliches Mobilitätsmanagement
#miteinandernachhaltig mobil bei der Sparkasse Oberösterreich
Mit der Initiative „miteinander nachhaltig mobil“ setzt die Sparkasse Oberösterreich auf umweltfreundliche Mobilität für ihre Mitarbeitenden – mit großem Erfolg: Seit 2019 haben sich die Pendelkilometer mit dem öffentlichen Verkehr verdoppelt, Dienstwägen wurden elektrifiziert und ein besonders innovatives Pilotprojekt geht in die nächste Runde.
Kosten sparen mit dem JobAuto
Die Umstellung auf Elektromobilität bringt nicht nur ökologische Vorteile, sondern kann auch die Betriebskosten deutlich senken. Die Sparkasse Oberösterreich elektrifiziert daher Schritt für Schritt den eigenen Fuhrpark: Seit 2019 ist der Anteil von Elektroautos von drei auf 87 Prozent gestiegen. Lediglich die Haustechnikbusse werden noch konventionell betrieben. Doch auch hier wird nach passenden Lösungen gesucht. Durch den Umstieg werden jährlich über 35.000 Liter Treibstoff und damit erhebliche Kosten eingespart.
Vielfahrer:innen erhalten ein Elektroauto als Dienstwagen. Für Dienstfahrten stehen an mehreren Standorten außerdem elektrische Sharing-Fahrzeuge zur Verfügung.
Die Mitarbeitenden haben zudem die Möglichkeit, Elektroautos zu besonders attraktiven Konditionen zu erwerben. Ausgewählte Fahrzeuge können für fünf Jahre gemietet und anschließend zum Restwert gekauft werden. Die monatliche Miete beinhaltet Wartung, Versicherung und Reparaturen und kann direkt vom Bruttogehalt abgezogen werden. Diese Gehaltsumwandlung funktioniert ähnlich dem Jobrad-Modell und bietet steuerliche Vorteile .
Doch nicht nur die Mitarbeitenden profitieren von diesen attraktiven Benefits, denn: Durch den Entfall des Kilometergeldes und die Reduktion der Lohnnebenkosten spart das Unternehmen aktiv Kosten ein.
„Ich nutze das Carsharing-Angebot sehr gerne, weil die Reservierung schnell und unkompliziert funktioniert. Für mich ist das eine moderne, umweltbewusste Mobilitätslösung und ein echter Mehrwert im Arbeitsalltag. Ich kann dieses Angebot nur weiterempfehlen!”
„Die Erweiterung der E-Dienstautos um E-Carsharing-Fahrzeuge hat meine Flexibilität bei der Wahrnehmung meiner Termine deutlich erhöht. Da ich meinen Arbeitsweg nahezu zu 100 % mit Bus, Fahrrad oder zu Fuß zurücklege, bedeutet dieses Angebot für mich eine große Erleichterung. Außerdem entfällt die zeitaufwendige Kilometergeldabrechnung.”
Angebote für unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse
Die Sparkasse Oberösterreich setzt auch auf weitere Projekte, um eine umweltfreundliche Mobilität ihrer Mitarbeitenden zu fördern. So wird ein vielfältiges Angebot für unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse geschaffen.
Mit MINA Pendelwege erfassen und Challenges gestalten
Damit das Unternehmen einen Überblick über das Mobilitätsverhalten der Belegschaft bekommt und zielgerichtete Maßnahmen setzen kann, wurde eine digitale Lösung entwickelt. „MINA - miteinandernachhaltig” ist eine App, die das Pendelverhalten erfasst und gleichzeitig mehr Bewusstsein für nachhaltige Mobilitätsformen schafft.
Mit mehr als 1.200 Teilnehmenden nutzen bereits vier von fünf Mitarbeitenden die App. Sie erhalten aktuelle Umweltnews und Fachartikel, können an Challenges teilnehmen und Fahrgemeinschaften bilden. Nutzer:innen können außerdem die CO2-Bilanz der eigenen Pendelwege einsehen und sich mit ihren Kolleg:innen messen.
„Eine gute Kenntnis und Analyse der Mobilitätsdaten eines Unternehmens war ein wesentlicher Schlüssel bei der Entwicklung unseres bedarfsorientierten, nachhaltigen Mobilitätsangebotes für Mitarbeiter:innen.”
Mit Fahrrad und ÖV ans Ziel: Jobrad und Jobticket
Das Unternehmen unterstützt auch aktiv die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad. Die Sparkasse OÖ bietet zu 75 Prozent geförderte Jobtickets für die Öffis an, um Mitarbeitende am Weg zur Arbeit zu unterstützen. Über 270 Mitarbeitende nutzen dieses Angebot bereits.
Auch die Jobräder der Sparkasse Oberösterreich erfreuen sich sehr großer Beliebtheit. Über 300 Stück wurden bereits ausgegeben. In der Garage des Haupthauses in Linz stehen zudem diebstahlsichere Abstellplätze mit einer eigenen Fahrrad-Servicestation zur Verfügung.
Erzählen und herzeigen!
Die Sparkasse Oberösterreich kommuniziert die Mobilitätsangebote für ihre Mitarbeitenden über verschiedene Kanäle und Formate. Neben einfachen Info-Plakaten werden auch regelmäßig Geschichten aus dem Alltag erzählt.
„Der Wecker klingelt eine halbe Stunde früher als sonst. Regen prasselt gegen die Fensterscheiben. Es geht zur Arbeit, doch statt nach dem Autoschlüssel zu greifen, zieht sich Clemens Gahleitner die Regenjacke über und schwingt sich aufs Fahrrad. 'Man gewöhnt sich daran', lacht der Puchenauer.”
Auszug aus dem Mitarbeiter:innen-Magazin
Im Mitarbeiter:innen-Magazin wird zum Beispiel über den Selbstversuch eines Mitarbeiters berichtet, der 30 Tage lang statt dem Auto sein Jobrad und gelegentlich die Straßenbahn genutzt hat. Mit echten Erfahrungen aus der Praxis kann viel Überzeugungsarbeit geleistet und zum Nachahmen motiviert werden.
„In unserem Team sprechen wir oft über zukunftsorientierte Lösungen für unsere Kund:innen. Da habe ich mir gedacht: Warum nicht bei mir selbst anfangen?”
Die treibenden Kräfte im Unternehmen
Ein großes Team aus unterschiedlichen Abteilungen ist am Erfolg der Mobilitätsinitiativen bei der Sparkasse Oberösterreich beteiligt. Gerhard Hochreiter, Leiter des Facility Managements und der Stabstelle für Umwelt- und Klimaschutz, ist Initiator und Hauptverantwortlicher. Gemeinsam mit den Abteilungen Steuern & Beteiligungen, Personalverrechnung, Marketing, Einkauf sowie dem eigens ins Leben gerufenen MINA-Team können innovative Projekte umgesetzt werden.
Empfehlungen an andere Unternehmen
Die Projektverantwortlichen haben bei der Umsetzung viel gelernt und wollen Unternehmen, die Ähnliches probieren möchten, folgendes mitgeben:
- Die Unterstützung des Managements ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Planung und Umsetzung der Umstellung eines betrieblichen Mobilitätsmanagements.
- Ein Mehrjahresplan über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren mit klaren Jahreszielen fördert den Erfolg.
- Eine gute Datenbasis unterstützt die Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen und deren Steuerung.
- Eine gute Zusammenarbeit und Verbündete in den beteiligten Organisationseinheiten führen schneller zum Erfolg. Betriebliches Mobilitätsmanagement ist eine Querschnittsmaterie, die Know-How und Unterstützung aus mehreren Fachbereichen benötigt.
- Der Schlüssel zur Zielerreichung sind die Mitarbeitenden, die in den Angeboten auch einen Nutzen und eine Sinnhaftigkeit erkennen.