Betriebliches Mobilitätsmanagement
Radschwerpunkt im Raiffeisenverband Salzburg
Der RVS treibt sein betriebliches Mobilitätsmanagement engagiert voran und schafft attraktive Angebote für nachhaltige Wege zur Arbeit. Mit Aktionen in der Europäischen Mobilitätswoche, jährlich stattfindenden Radchecktagen und der Teilnahme an „Salzburg radelt“ unterstützt das Unternehmen die Mitarbeitenden.
Aktive Mobilität im Unternehmen fördern
Der Raiffeisenverband Salzburg setzt Maßnahmen, um Mitarbeitende verstärkt für eine klimafreundliche, sichere und aktive Mobilität zu motivieren. Nach der Einführung des Jobtickets für Mitarbeitende, der Flottenumstellung auf E-Mobilität und der Aufrüstung der E-Ladeinfrastruktur bei den Filialen folgte 2025 die Förderung des Radverkehrs. Durch unterschiedliche Aktionen wird die Anreise zum Arbeitsplatz mit dem Fahrrad unterstützt und belohnt. Die Rückmeldungen der Mitarbeiter:innen sind durchwegs positiv!
Die Mobilitätsmaßnahmen wurden maßgeblich vom Nachhaltigkeitsmanagement initiiert und organisatorisch begleitet. Zusätzlich wurde das Projekt durch das unternehmensinterne "Green Team” unterstützt, das sich aus engagierten Mitarbeiter:innen verschiedener Bereiche zusammensetzt.
Radchecktage für Mitarbeitende
Bei den Radchecktagen haben Beschäftigte die Möglichkeit, ihr Fahrrad während der Arbeitszeit direkt am Arbeitsplatz von professionellen Mechaniker:innen überprüfen und kleinere Reparaturen durchführen zu lassen. So sind die Fahrräder rechtzeitig zum Saisonstart einsatzbereit und die Sicherheit auf dem Arbeitsweg erhöht sich. Der Radcheck ist für Mitarbeitende kostenfrei und wird sehr stark genutzt. Die Zeitersparnis durch den entfallenden Weg zur Werkstatt wird von den Mitarbeitenden besonders geschätzt..
Wie werden die Radchecks organisiert?
Die Radchecktage wurden in Zusammenarbeit mit ”Veloserv” organisiert. Veloserv ist eine mobile Radwerkstatt in Salzburg, die sich auf Radchecks auf Betriebsgeländen und öffentlichen Plätzen spezialisiert hat.
„Die Radchecktage bieten eine sehr unkomplizierte Möglichkeit, sein Fahrrad servicieren zu lassen: morgens das Rad an der Servicestelle vor dem Büro abgeben, arbeiten, Fahrrad am Nachmittag wieder abholen und nach Hause radeln. Ein tolles Angebot, das mir viel Zeit und Mühe gespart hat!”
Aktionen in der Europäischen Mobilitätswoche
Auch im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche hat der RVS ein Zeichen für Aktive Mobilität gesetzt: Mitarbeitende, die mit dem Fahrrad kamen, wurden an den Radabstellplätzen der beiden Hauptstandorte mit einem kostenlosen Frühstückssackerl begrüßt. Darüber hinaus konnten an zwei Tagen zwei unterschiedliche Modelle von Transporträdern (Lastenrädern) getestet werden, um neue Formen nachhaltiger Mobilität erlebbar zu machen.
Infolge der erfolgreichen Testtage hat der RVS ein Transportrad angeschafft. Die Betriebsgärtnerin kann sich nun mitsamt ihrer Gerätschaft per Rad zwischen den Filialen bewegen – das reduziert Stau und Parkplatzsuche und fördert die aktive Mobilität während der Arbeitszeit.
„Die Frühstückssackerl im Rahmen der Mobilitätswoche waren ein voller Erfolg! Nach kurzer Zeit waren alle Sackerl vergriffen und die Radständer brechend voll. Es ist toll zu sehen, wie viele Kolleg:innen mit dem Rad anreisen.”
Teilnahme an Salzburg radelt
Die Aktion „Salzburg radelt“ wird ebenfalls jährlich umgesetzt und tatkräftig beworben. Neben den allgemeinen Gewinnmöglichkeiten von Bund und Land erweitert der Betriebsrat des RVS die Gewinnmöglichkeiten um attraktive Gutscheine für regionale Betriebe und schafft so noch einen höheren Anreiz, sich an der Kampagne zu beteiligen.
Mehr dazu: Österreich radelt
„Ich hätte nicht gedacht, dass ein Lastenrad so handlich ist. Gerade im Stadtverkehr könnte es für viele Wege eine echte Alternative darstellen – praktisch, wendig und überraschend alltagstauglich.”
Das empfiehlt der Raiffeisenverband Salzburg
Einplanen von Ressourcen
Für die erste Abwicklung von Radchecktagen muss ein erhöhter Ressourcenaufwand eingeplant werden. Danach werden sie praktisch zu einem Selbstläufer, der kaum Arbeitszeit beansprucht – vor allem, seit die Vergabe der Radcheckslots von Veloserv vollständig über ein Online-Anmeldetool abgewickelt wird.
Tipp: Die Radchecks sollten an einem überdachten Ort durchgeführt werden, da eine witterungsbedingte Verschiebung des Termins einen großen Aufwand verursacht.
Kostenfreie Angebote nutzen
Es ist hilfreich, bereits erprobte Strukturen und Kampagnen zu nutzen, wie etwa die Europäische Mobilitätswoche (mit kostenlosem Webshop für Materialien) oder die Aktion „Österreich radelt“ (ebenfalls mit kostenlosem Webshop für Materialien sowie einem Auswertungs- und Verlosungstool). Auch regionale Initiativen sind eine gute Option. Hier profitiert man von vorhandener Werbeinfrastruktur, Materialien, Reichweite und organisatorischer Erfahrung. Gleichzeitig bleibt genügend Raum, um eigene Ideen einzubringen und das Angebot individuell zu erweitern. Zudem stellen viele Gemeinden, Verkehrsverbünde und Umweltorganisationen kostenlose Materialien, Aktionsideen oder Unterstützung zur Verfügung. Dieser wertvolle Ressourcenvorteil sollte unbedingt genutzt werden.
Tipp: Das klimaaktiv mobil Programm "Mobilitätsmanagement für Betriebe, Bauträger und Flottenbetreiber" (HERRY Consult) bietet Unternehmen in Österreich kostenfreie Beratung zu umweltfreundlichen Mobilitätsmaßnahmen.
Öffentlichkeitsarbeit mitdenken
Auch die Berichterstattung ist nicht zu unterschätzen und sollte stets mitgedacht werden. Besonders ansprechendes und authentisches Bildmaterial ist in der Nachbereitung sowie bei erneuten Ankündigungen sehr gefragt.
Tipp: Im Rahmen von klimaaktiv mobil werden Unternehmen für Projekte im Bereich umweltfreundliche Mobilität ausgezeichnet und können – wie der Raiffeisenverband Salzburg – als Good-Practice-Beispiel vorgestellt werden.