Eigenverbrauch optimieren und sparen
Das Praxisbeispiel zeigt: Eigene Energie tanken, statt teuren Strom kaufen. Florian S. erzählt uns, wie aus zwei Technologien ein stimmiges Gesamtkonzept wird – effizient, nachhaltig und kostensparend.
klimaaktiv hat Menschen aus der Community eingeladen, ihre persönlichen Klimaschutzmaßnahmen aus dem Alltag zu teilen. Im Mittelpunkt stehen echte Beispiele aus dem Privatbereich, die zeigen, wie Klimaschutz zu Hause umgesetzt werden kann.
Florian S. erzählt uns, wie er den Wechsel vom Diesel-Pkw zum E-Auto und KlimaTicket gemeistert hat – und dafür den benötigten Strom direkt auf seinem eigenen Dach erzeugt.
Kurzbeschreibung des Projekts:
Wir haben uns bewusst für eine nachhaltigere Lebensweise entschieden und dabei Schritt für Schritt Veränderungen umgesetzt:
Wann immer es möglich ist, nutze ich das KlimaTicket und fahre einen Großteil der Strecke mit der Bahn. Da mein Arbeitszeitmodell leider nicht besonders flexibel ist, lässt sich das nicht immer umsetzen. Für die restlichen 20 Kilometer kombiniere ich Fahrrad und Elektroauto: Die ersten 8 Kilometer bis zum Bahnhof lege ich mit dem Auto zurück, anschließend geht es mit der Bahn weiter. Vom Zielbahnhof bis zur Arbeitsstelle sind es noch 2 Kilometer, die ich mit einem 25 Jahre alten, aber zuverlässigen Fahrrad zurücklege.
Unser E-Auto laden wir in der Regel zu Hause, möglichst mit selbst erzeugtem Solarstrom. Dafür haben wir zwei Optionen:
Wie oft wir laden, hängt von unserer Nutzung ab. Die realistische Reichweite des Autos beträgt etwa 300 km, was für uns bedeutet, dass wir es zwei- bis dreimal pro Woche aufladen.
Unsere Wallbox war ein Geschenk des Autohauses. Alternativ kostet eine einfache Ladestation etwa 450 Euro, während intelligente Wallboxen, die mit der PV-Anlage kommunizieren, zwischen 800 Euro und 900 Euro liegen. Diese smarte Lösung sorgt dafür, dass der Produktionsüberschuss direkt ins Auto geladen wird.
Ein häufiges Missverständnis ist, dass ein E-Auto immer vollgeladen werden muss. Tatsächlich haben moderne Batterien eine enorme Lebensdauer:
Der Klimawandel und die steigenden Treibstoffpreise.
„Kleiner Aufwand − große Wirkung. Jede Person, die sich über Einspeistarife ärgert, sollte dies in Betracht ziehen.“”
Highlights und Erfolgserlebnisse:
Durch meine Arbeitszeiten kann ich mein E-Auto in der Regel zweimal pro Woche mit selbst erzeugtem Solarstrom laden. Zusätzlich lade ich es etwa alle zwei Wochen einmal über Nacht mit Netzstrom. Diese Kombination ermöglicht es mir, einen Großteil meiner Fahrten klimafreundlich und kosteneffizient zu gestalten.
Ein Blick auf die Einsparungen zeigt, wie sehr sich diese Umstellung lohnt:
Die Planung und Umsetzung beanspruchten ungefähr 3 Monate.
Die optimale Nutzung der Sonnenenergie ermöglicht es uns, einen Großteil unseres Energiebedarfs selbst zu decken – sei es für den Haushalt oder die Mobilität.
Durch die geringeren Stromkosten und den Wegfall der hohen Treibstoffausgaben sparen wir erheblich an monatlichen Fixkosten. Gleichzeitig gewinnen wir mehr Unabhängigkeit, da wir weniger von steigenden Energiepreisen und fossilen Brennstoffen abhängig sind.
Keine - sollte für alle Hausbesitzer:innen machbar sein.
Auto und PV kosteten ungefähr 65.000 Euro abzüglich 10.000 Euro Förderung.