Franz Dorner und Partner KG
Errichtung einer Kleinwindkraftanlage (Franz Dorner)
Ausgezeichneter Meilenstein 2026
Über das Unternehmen
Auf 1.300 m Seehöhe gelegen werden seit 1974 am Hof der Familie Dorner Masthühner für die Firma Wech Geflügel in St. Andrä gezüchtet. Bereits 2006 begann Franz Dorner mit dem Bau einer der damals größten Photovoltaikanlagen Südösterreichs. Diese wurde im Laufe der Jahre stetig erweitert. Seit 2012 ist der Betrieb EMAS-zertifiziert und auch in Tierwohlprojekten wie PRO PLANET und Fair zum Tier, das heißt 15 Stück/m², aktiv.
Franz Dorner ist ein österreichischer Energiepionier, welcher seit 2001 seine Vision eines energieautarken Hühnermastbetriebes auf über 1.300 m Seehöhe vorantreibt. Bereits jetzt produziert der Betrieb mehr Strom, als er selbst verbraucht, und dient als aktiver Stromversorger in der Region.
Aufgrund der abgeschiedenen Lage ist der Betrieb seit jeher auf eine lokale Energie- und Rohstoffversorgung angewiesen und Energie- sowie Ressourcenautarkie sind erklärte Ziele. Über die EMAS-Zertifizierung hat der Betrieb ein integriertes Energiemanagementsystem. Der Umstieg auf erneuerbare Energien begann 2001 mit dem Bau einer 400-kW-Hackschnitzelanlage und setzte sich mit dem kontinuierlichen Ausbau der Photovoltaikanlage bis zur Leistung von 1.737 kWp fort (2023). Die PV-Anlage wurde um einen Speicher mit 525 kWh Kapazität mit einer maximalen Lade-/Entladeleistung von 206 kW ergänzt.
Über die EMAS-Zertifizierung gibt es eine laufende Aufzeichnung und Auswertungen der Jahresenergieverbräuche.
Ausgezeichneter Meilenstein 2026
Errichtung einer Kleinwindkraftanlage
Vor Umsetzung der Maßnahme
Vor Einführung der Maßnahme wurde der Hühnerbetrieb bereits überwiegend durch eigene erneuerbare Stromerzeugung versorgt. Der jährliche Strombedarf wurde zu rund 90 Prozent durch bestehende Photovoltaikanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 1.737 kWp in Kombination mit einem Stromspeicher abgedeckt. Nur etwa 10 Prozent des Strombedarfs werden aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen. Die Eigenversorgung ist jedoch stark saisonabhängig. Während in den sonnenreichen Monaten ein sehr hoher Anteil des Strombedarfs direkt aus der PV-Anlage beziehungsweise über den Speicher gedeckt werden kann, sinkt die PV-Produktion in den Wintermonaten deutlich. Gleichzeitig besteht auch im Winter ein kontinuierlicher Strombedarf für Lüftung, Stalltechnik, Beleuchtung, Steuerungen und sonstige betriebliche Verbraucher. Dadurch steigt in dieser Zeit der Netzstrombezug. Die geplante Windkraftanlage soll daher insbesondere in der PV-schwachen Jahreszeit die bestehende Eigenstromversorgung ergänzen und den Netzstrombezug weiter reduzieren.
Nach Umsetzung der Maßnahme
Investiert wurde in die Errichtung einer Kleinwindkraftanlage zur Ergänzung der bestehenden erneuerbaren Eigenstromversorgung des Hühnerbetriebs. Die Anlage verfügt über eine Nominalleistung von 25 kW. Neben der bereits vorhandenen Photovoltaikanlage samt Stromspeicher wird nun zusätzlich Windstrom direkt am Betriebsstandort erzeugt und vorrangig im Betrieb genutzt. Dadurch wird die Stromversorgung breiter aufgestellt und weniger stark von der saisonal schwankenden PV-Erzeugung abhängig. Bei bis zu 3.300 Volllaststunden im alpinen Raum ergibt sich eine erwartete jährliche Stromproduktion von rund 82.500 kWh. Wirtschaftlich wirkt sich die Maßnahme durch eine weitere Reduktion des Netzstrombezugs, geringere Strombezugskosten und eine höhere Eigenversorgung positiv aus. Gleichzeitig steigt die Versorgungssicherheit des Betriebs, da ein größerer Anteil des Strombedarfs aus eigenen erneuerbaren Quellen gedeckt werden kann.
| Bereich | Ergebnisse |
|---|---|
Energieträger |
Strom |
Windstromerzeugung |
82.500 kWh/a |
Eigennutzung |
20.000 kWh/a |
Beratungsförderung |
Nein |
Umweltförderung Inland |
Ja |