Betriebliches Mobilitätsmanagement
Alles auf Schiene: Zero-Emission Outbound Logistik für die Nutzfahrzeugbranche
Weniger CO₂, mehr Schiene, intelligente Vernetzung: VEGA treibt die Transformation der Outbound-Logistik voran und eröffnet mit einer innovativen Technologie neue Möglichkeiten für den kombinierten Verkehr.
Wie VEGA E-Mobilität und Schienentransport intelligent verknüpft
VEGA konzentriert sich auf emissionsfreie Logistik und die Entwicklung nachhaltiger Transportketten für die Nutzfahrzeugbranche. Ihr Ansatz kombiniert den Einsatz elektrischer Lastkraftwagen (E-Lkw), Schnellladeinfrastruktur, Compound-Dienstleistungen sowie Schienentransporte mit dem „RoadRailLink” (r2L).
Herzstück der Outbound-Logistik ist der „RoadRailLink-Connector”. Der „r2L” ist ein von VEGA in Zusammenarbeit mit Kässbohrer entwickeltes Adaptersystem zur Verladung gummibereifter Fahrzeuge und nicht kranbarer Trailer (Sattelauflieger) auf die Schiene. Die Verladung gelingt terminalseitig ohne zusätzliche Rampeninfrastruktur und dauert weniger als fünf Minuten pro Trailer (je nach Terminal-Setup).
Das Besondere: Die r2L-Lösung ist mit nahezu allen Trailer-Typen in Europa kompatibel und macht auch nicht-kranbare Trailer, die bisher bahnuntauglich waren, bahnfähig. Das Potenzial für die Verlagerung von Trailern auf die Schiene steigt durch den Einsatz von r2L von circa 5 auf 95 Prozent – ein wichtiger Durchbruch für den kombinierten Verkehr.
Der Nutzen: Es gibt weniger Verkehr auf stark belasteten Achsen und einen spürbaren Beitrag zur CO₂-Reduktion: rund 90 Prozent CO₂-Einsparung gegenüber dem Transport auf der Straße.
Gut zu wissen: Das Projekt „RoadRailLink” (r2L) wurde als industriegetriebene Innovation in enger Zusammenarbeit zwischen VEGA als Initiator und Anwender sowie dem Fahrzeugtechnikhersteller Kässbohrer entwickelt. Bei der Anwendung ist ein wachsendes Netzwerk aus Terminals und Logistikpartnern beteiligt.
Im Video wird veranschaulicht, wie der r2L funktioniert:
„Mit r2L wird Verkehrsverlagerung Realität: Unsere Lösung ermöglicht den sicheren und effizienten Transport von nicht kranbaren Sattelaufliegern auf die Schiene, kompatibel mit nahezu allen Trailer-Typen in Europa. So schaffen wir die Verbindung zwischen Straße und Schiene und leisten einen konkreten Beitrag zu einer nachhaltigeren Logistik in Europa”
E-Mobilität auf der ersten und letzten Meile
Gleichzeitig wird die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehr durch die Umstellung auf E-Lkw und denAusbau der Ladeinfrastruktur an Betriebshöfen konsequent vorangetrieben. Am VEGA-Hauptquartier Salzburg wurde 2025 ein leistungsstarker E-Ladepark mit zwölf Hochleistungs‑Ladepunkten (300/400 Kilowatt) realisiert. Weitere Ladeparks an den Niederlassungen von VEGA befinden sich derzeit im Bau.
Mit einer eigenen Flotte von mittlerweile 22 E-Lkw erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten für lokal emissionsfreien Straßentransport auf ausgewählten Strecken kontinuierlich. So können auch die erste und letzte Meile in der Transportkette umweltschonend bewältigt und die Nachfrage nach einer durchgängigen Zero-Emissions-Outbound-Logistikkette bedient werden.
Klimaschutz entlang der gesamten Transportkette
Allein in Österreich verlagert VEGA jährlich rund zwei Millionen Transportkilometer auf die Bahn. Das spart auf österreichischem Boden aktuell rund 1.300 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Europaweit werden mit dem r2L-Connector jährlich rund 12.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart.
Durch die konsequente Verlagerung von Transporten auf die Schiene, den Einsatz innovativer r2L-Connectoren, die Elektrifizierung der ersten und letzten Meile sowie den gezielten Ausbau der Ladeinfrastruktur schafft VEGA eine durchgängig nachhaltige und zukunftssichere Logistiklösung mit messbarem Klimanutzen.