Urban Jungle GmbH
Wärmepumpe für Wärme- und Kälteversorgung (Urban Jungle)
Ausgezeichnete Maßnahmen 2026
Über das Unternehmen
Die Urban Jungle Apartments in Wien sind ein Apartmenthaus in einem über 200 Jahre alten Bestandsgebäude, das bis August 2023 umfassend saniert wurde. Im Rahmen der Sanierung wurden eine geothermische Heiz- und Kühlanlage, eine Solarthermieanlage zur Warmwasseraufbereitung, moderne Dämmmaßnahmen sowie energieeffiziente Gebäudetechnik umgesetzt. Darüber hinaus werden Brunnenwasser für die Toilettenspülung und Bewässerung sowie Strom aus erneuerbaren Energiequellen genutzt. Begrünungsmaßnahmen, Nistplätze für Vögel und Fledermäuse, Kreislaufmaßnahmen und Ressourceneffizienz sind weitere Bestandteile des Betriebskonzepts. Das Unternehmen ist mit dem EU-Ecolabel und dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.
Die Reduktion des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Treibhausgasemissionen ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensentwicklung der Urban Jungle Apartments. Im Zuge der Generalsanierung wurden erneuerbare Energiequellen, energieeffiziente Gebäudetechnik sowie Maßnahmen zur Verringerung des Wärme- und Kühlbedarfs in die Planung integriert. Dazu zählen insbesondere die Nutzung von Grundwasser als Energiequelle für die Wärmepumpe, Solarthermie zur Warmwasserbereitung sowie Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Mit diesen Maßnahmen soll die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert und ein energieeffizienter Gebäudebetrieb unterstützt werden.
Die Verbesserung der Energieeffizienz war ein zentrales Ziel der Generalsanierung der Urban Jungle Apartments. Im Zuge der Sanierung wurden unter anderem die Gebäudehülle, Fenster, Dämmung und die technische Gebäudeausrüstung modernisiert. Die Wärme- und Kälteversorgung erfolgt über eine Wärmepumpenanlage, die Grundwasser als Energiequelle nutzt. Ergänzend wird Solarthermie zur Warmwasserbereitung eingesetzt.
Im laufenden Betrieb unterstützen digitale Steuerungssysteme, LED-Beleuchtung sowie die energieeffiziente Heiz- und Kühltechnik einen bedarfsgerechten Energieeinsatz. Verbrauchsdaten werden regelmäßig überprüft, um Optimierungspotenziale zu identifizieren und den Energieeinsatz schrittweise weiter zu reduzieren.
Nicht vermeidbare Treibhausgasemissionen werden derzeit über externe Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Angaben hierzu beziehen sich auf bilanzielle Kompensationsmaßnahmen und nicht auf eine emissionsfreie Betriebsführung.
Vor dem Umbau: Ölheizung, Heizkörper, zentrale Warmwasseraufbereitung; Jahresölverbrauch: 15.400 l(154.000 kWh); Heizwärmebedarf: 112kWh/m²a aus Solarthermieanlage
Nach dem Umbau: Heizwärmebedarf: 58 kWh/m²a (79.750 kWh) (durch bessere Dämmung, der Fenster und Türen) Jahresstromverbrauch für Wärmepumpe: 19.938 kWh; Fußbodenheizung und -kühlung, Geothermie-Wärmepumpe, dezentrale Warmwasseraufbereitung, Solarthermieanlage, 100 Prozent Ökostrom
Ausgezeichnete Maßnahme 2026
Vor Umsetzung der Maßnahme
Das über 200 Jahre alte Bestandsgebäude wurde im Zuge der Generalsanierung energetisch neu bewertet. Die bestehende Wärmeversorgung entsprach nicht mehr den Anforderungen an einen modernen, energieeffizienten Beherbergungsbetrieb mit reduziertem Energiebedarf. Die Beheizung erfolgte nicht über ein erneuerbares Niedrigtemperatursystem, sondern über eine konventionelle, fossile Wärmeversorgung mittels Ölheizung. Daraus ergaben sich ein hoher Energiebedarf, CO2-Emissionen sowie eine starke Abhängigkeit von externen Energieträgern. Auch die Gebäudehülle, Fenster und technische Infrastruktur waren vor Beginn der Sanierung entsprechend zukunftsfähig ausgelegt. Im Betrieb waren sowohl Heizwärme im Winter als auch ein steigenderKühlbedarf im Sommer zu erwarten. Gleichzeitig sollte nach der Sanierung ein gleichmäßiges, komfortables Raumklima in 13 Apartments und den Allgemeinflächen sichergestellt werden. Die Ausgangssituation war daher geprägt von einem historischen Gebäudebestand, veralteter beziehungsweise nicht zukunftsfähiger Energietechnik und dem Ziel, den fossilen Energieeinsatz durch ein effizientes, CO2-neutrales Heiz- und Kühlsystem auf Basis von Grundwasser-Geothermie zu ersetzen.
Nach Umsetzung der Maßnahme
Investiert wurde in eine Wärmepumpenanlage, die das Grundwasser des hauseigenen Brunnens als Wärme- und Kältequelle nutzt. Die Anlage versorgt die Apartments sowie Allgemeinflächen über ein Niedertemperatur-Fußbodenheizungs- und Kühlsystem. Ergänzend wurden Gebäudehülle, Dämmung, Fenster und technische Steuerungssysteme modernisiert, um den Energiebedarf des Gebäudes zu reduzieren.
Im Heizbetrieb entzieht die Wärmepumpe dem Grundwasser Wärme und stellt diese auf dem für die Gebäudenutzung erforderlichen Temperaturniveau bereit. Im Sommer kann das System zur Kühlung genutzt werden, indem Wärme über die Flächen in den Räumen aufgenommen und abgeführt wird.
Durch die Umstellung auf die Wärmepumpentechnologie und die begleitenden Sanierungsmaßnahmen wurde der Energiebedarf des Gebäudes reduziert. Gleichzeitig entfällt die frühere ölbasierte Wärmeversorgung. Der Betrieb erfolgt mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Die Maßnahme trägt dazu bei, die mit der Wärmeversorgung verbundenen Treibhausgasemissionen zu verringern und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren.
| Bereich | Ergebnisse |
|---|---|
Energieträger |
Heizöl/Strom |
Energieeinsparung |
59.800 kWh/a |
Beratungsförderung |
Nein |
Umweltförderung Inland |
Nein |