Geprüft und für gut befunden

klimaaktiv ist wirksam, gut organisiert und hat ein schlagkräftiges Netzwerk aufgebaut. Die Aktivitäten sollen ausgebaut und mit den kommenden Maßnahmen und Förderungen verschränkt werden: Das hat die Evaluierung durch das Wuppertal Institut und die KMU-Forschung Austria ergeben. Damit erhält die Klimaschutzinitiative einen klaren Auftrag, den Weg weiterzugehen.

Interne und externe Berichte, persönliche Interviews mit wichtigen Stakeholdern, eine online Befragung des Partnernetzwerks sowie ein Strategieworkshop bildeten die Basis für die Evaluatorinnen und Evaluatoren. Sie evaluierten die klimaaktiv Programmperiode 2013 bis 2020.

Auf dem Prüfstand

Das Gesamtkonzept von klimaaktiv, die organisatorische Umsetzung sowie die Wirksamkeit wurden geprüft. Darauf aufbauend wurden Empfehlungen für die kommende Programmperiode erarbeitet.

Transformatorisches Gesamtkonzept gut umgesetzt

klimaaktiv ist gemeinsam mit den ordnungsrechtlichen und finanziellen Instrumenten eine tragende Säule der österreichischen Klimapolitik. Die Initiative zielt auf einen radikalen Wandel unseres Energiesystems in kurzer Zeit ab. Die Evaluatorinnen und Evaluatoren sehen in klimaaktiv ein gelungenes Gesamtdesign. Die Initiative verfügt über ein überzeugendes und nachvollziehbares Programmdesign: Als transformatorisches Programm bringt klimaaktiv klimafreundliche Lösungen von der Nische in die tägliche Praxis. Die Organisation der Initiative ist dazu geeignet, die transformative Kraft der eingebundenen Akteurinnen und Akteure zu bündeln und den Wandel zu einer klimaneutralen Gesellschaft zu fördern.

klimaaktiv ist wirksam

Die vier klimaaktiv Themenbereiche Bauen, Energiesparen, Erneuerbare Energie und Mobilität wurden genau analysiert. Die Befragung ergab in allen Bereichen sowohl eine hohe Wirksamkeit auf Effizienz, Energie- und Treibausgaseinsparungen als auch eine hohe Additionalität. Die Maßnahmen wurden dank klimaaktiv schneller, in einem höheren Umfang beziehungsweise überhaupt erst umgesetzt. Auch die Aktivierungsleistung, Qualitätssicherung und Orientierungsleistung durch klimaaktiv wurden hervorgehoben. Eine besondere Rolle spielen zudem die vielen Werkzeuge, die klimaaktiv den Gemeinden, Unternehmen und Haushalten zur Verfügung stellt.

Partnernetzwerk sorgt für Breitenwirkung

klimaaktiv motiviert unterschiedliche Partner zur Kooperation und beteiligt diese an gemeinsamen Projekten. Das große Netzwerk an Expertinnen und Experten schafft das notwendige Vertrauen in die Kompetenz und Glaubwürdigkeit von klimaaktiv. Die Evaluatorinnen und Evaluatoren bestätigen, dass diese Integration die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen und die Außenwirkung merklich erhöht.

Ausbau und weitere Integration empfohlen

Neben der Prüfung der vergangenen Programmperiode habe das Wuppertal Institut und die KMU-Forschung Austria auch eine Reihe an Empfehlungen für die kommende klimaaktiv Programmperiode ausgesprochen. Dazu gehören beispielsweise das Ausweiten erfolgreicher Aktivitäten sowie die Fokussierung auf große Regierungsvorhaben wie zum Beispiel „Raus aus Öl und Gas“. Zudem sollten die Qualitätsstandards von klimaaktiv in den kommenden ordnungs- und förderrechtlichen Vorgaben stärker integriert werden.

Von Klimadialog und niederschwelliger Kommunikation zur Erschließung von weiteren Gruppen über Green Finance bis hin zu Aktiver Mobilität: Neue Themen und Handlungsfelder sollen schnell in die Aktivitäten integriert werden. Ebenso wird angeregt, starke programmübergreifende Kernbotschaften zu formulieren und diese zu kommunizieren. Die Evaluatorinnen und Evaluatoren empfehlen zudem, dass österreichweite Werkzeuge zur Unterstützung des Wandels gemeinsam mit den Bundesländern ausgebaut, die Partnerschaften mit den Vorreitern gestärkt und sowohl Digitalisierung als auch Corona-Folgen berücksichtigt werden sollen.

Veröffentlicht am 02.12.2020