Aktivitäten & Erfolge

Fünf Hebel bringen einen positiven Rückkopplungsprozess in Gang und unterstützen alle Akteure bei der Bewältigung der Energiewende. So entfaltet klimaaktiv seit 2004 seine Wirkungen.

Die Hauptaktivitäten im Rahmen von klimaaktiv sind:

  • Aus- und Weiterbildung von Profis
  • Standards entwickeln und Qualität sichern
  • Informieren und zum Umdenken anregen
  • Beraten und unterstützen
  • Partner aktivieren und vernetzen

Im Mobilitätsbereich vervielfacht das klimaaktiv mobil Förderprogramm die Wirkung der Beratungs- und Informationsaktivitäten.

 

Ergebnisse bis 2016:

Aus- und Weiterbildung von Profis:

  • In 2016 rund 2.700 Teilnehmende an von klimaaktiv initiierten oder verbesserten Ausbildungen in den Themengebieten Bauen und Sanieren, Energie- und Gebäudetechnik, Green IT, Stromsparen, Energiemanagement und –beratung sowie umweltfreundliche Mobilität
  • Insgesamt bereits mehr als 17.000 Teilnehmende in den klimaaktiv Ausbildungen
  • 20 klimaaktiv BildungspartnerInnen verbreiten klimaaktiv Standards in ihren Ausbildungen
  • E-Learning Plattform für 9 Kursbereiche mit mehr als 1.400 Teilnehmenden
  • Im Rahmen des Programms „energieffiziente betriebe“ wurden 608 EnergieberaterInnen der Länder mit den aktuellen Standards der für Produktionsbetriebe wichtigsten Technologien weitergebildet.

Standards entwickeln und Qualität sichern:

  • Durch Qualitätsmanagement in Heizwerken hat sich die Effizienz der neuen Holzheizwerke um mehr als 10 % verbessert. Die Wärmedichte hat sich sogar durchschnittlich um 30 % verbessert. Bereits 1.464 Projekte sind in der Monitoringdatenbank erfasst. Durch den Quality Quickcheck ist es nun auch für kleine Anlagen einfach möglich, die Performance zu überprüfen. Durch diese Instrumente hat sich die Effizienz des Fördereinsatzes erhöht.
  • 475 Gebäude sind bereits auf www.klimaaktiv-gebaut.at nach dem klimaaktiv Gebäudestandard deklariert. Der klimaaktiv Gebäudestandard ist somit gemessen an der Bevölkerungszahl und damit am Marktpotenzial das erfolgreichste Bewertungssystem in Europa. Fertighaushersteller und Wohnbauträger bieten klimaaktiv Häuser an.
  • Der klimaaktiv Gebäudestandard in verschiedenen Stufen (Basis, Silber, Gold) dient als Orientierungspunkt für alle AkteurInnen im Bausektor. Die Kriterien fließen zunehmend in die Wohnbauförderungen (zuletzt Tirol) ein. Wird klimaaktiv Gold Standard erreicht, bringt dies auch mehr Förderung bei der Mustersanierung des Klima- und Energiefonds. Hotelneubauten, die durch die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) gefördert werden, müssen seit 2014 den klimaaktiv Silber Standard nachweisen.
  • Qualitätslinien geben Profis und Häuslbauern Orientierung bei Ausschreibung und Anwendung von innovativer und erneuerbarer Haustechnik.
  • klimaaktiv Heizsystemempfehlungen zeigen Ein- und MehrfamilienhausbesitzerInnen sowie Hoteliers ihre optimalen Heizalternativen in Abhängigkeit von der Gebäudequalität auf. 2014 wurden die Empfehlungen um das Thema PV/Wärmepumpenkombination erweitert, 2016 kamen Empfehlungen zum Thema Stromdirektheizung (Infrarot) hinzu.
  • Bereits 30 Fahrschulen konnten die strengen Kriterien einer klimaaktiv mobil Fahrschule erfüllen und wurden ausgezeichnet.
  • Im Rahmen des Programms „energieeffiziente betriebe“ wurden Leitfäden und Tools für die zentralen Technologien in Betrieben entwickelt (Pumpen, Ventilatoren, Druckluft, Dampfsysteme, Kältesysteme, Beleuchtung, Abwärmenutzung, Messen von Energieeinsparungen).
  • Das klimaaktiv Service topprodukte.at informiert über die aktuell energieeffizientesten Produkte am Markt. Die Smartphone App ECOGATOR (auf Basis der Informationen von topprodukte) ist ein mobiler Ratgeber für die Kaufentscheidung.
  • Das Instrument klimaaktiv Heizungs-Check wurde vom Klimafonds aufgegriffen und mit einer eigenen Pilot-Förderaktion 2014 in die Breite gebracht. Seit 2016 steht ein E-Learning Kurs zum Thema Heizungs-Check für die Weiterbildung von ProfessionistInnen zur Verfügung.

Informieren und zum Umdenken anregen:

  • Der Österreichische Klimaschutzpreis zählte 2016 rund 19,7 Millionen SeherInnenkontakte. Davon sind 5,2 Millionen Kontakte dem seit 2012 vergebenen Klimaschutzpreis Junior zuzurechnen.
  • 2016 gab es rund 1,45 Mio BesucherInnen auf den klimaaktiv Websites.
  • Die umfangreiche Website www.klimaaktiv.at bietet auch speziellen Zugang für die Zielgruppen Haushalte, Betriebe und Gemeinden.
  • 5.200 Personen erhalten monatlich den klimaaktiv Newsletter mit einem Info- und Veranstaltungsüberblick.
  • Zusätzlich informieren sich 42.450 AbonnentInnen in den 10 verschiedenen Fachthemen.
  • Seit 2005 suchten mehr als 5,3 Mio UserInnen ihr energieeffizientes Gerät mit topprodukte.at, davon rund 760.200 im Jahr 2016.
  • 2016 war klimaaktiv auf 284 Events mit 1.437 Eventtagen präsent.
  • Messepräsenz (Energiesparmesse, Bauen & Energie Wien, div. kleinere Messen)
  • Rund 2.200 redaktionelle Beiträge in Printmedien sorgten 2016 für permanente klimaaktiv Informationen in den Medien.
  • Über 43.000 Video Views auf dem youtube Channel von klimaaktiv im Jahr 2016.
  • Die Facebook-Seite von klimaaktiv hat mehr als 13.000 Fans. Der Twitter-Account zählt 1.080 Follower.

Beraten und unterstützen:

Klimaschutz-Aktivitäten in Gemeinden

  • Mehr als 1.600 Gemeinden in ganz Österreich werden regelmäßig über Aktivitäten und neue Angebote zum Thema Klimaschutz informiert.
  • 195 e5-Gemeinden integrieren Klimaschutz umfassend in die Gemeindepolitik; rd. 40 Coaches unterstützen die Gemeinden bei Planung und Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen.

Bauen & Sanieren, Energiesparen und Erneuerbare

  • Die klimaaktiv bauen & sanieren Fach- und Regionalpartner beraten jährlich ca. 80 große Wohn- und Dienstleistungsgebäudeprojekte zum Bauen und Sanieren im klimaaktiv Standard (insgesamt bereits mehr als 1.000).
  • Die EnergieberaterInnen der Regionalprogramme der Bundesländer führen jährlich über 1.000 Beratungen auf Basis von klimaaktiv Know-how durch.
  • klimaaktiv ausgezeichnete Energieeffizienz-Projekte in Betrieben sorgten für eine Reduktion von rund 276.000 Tonnen CO2.
  • Stromsparen: 500 öffentliche und private Unternehmen wurden zu energieeffizienter Gerätebeschaffung und –nutzung beraten.
  • Bisher haben sich rund 12.500 Personen bei der Infohotline Erneuerbare Wärme zum Thema Heizen informiert.
  • Mit dem neuen Instrument klimaaktiv Heizungs-Check wurden bis dato hunderte Heizungsanlagen in Österreich überprüft und deren Besitzer zu den möglichen Effizienzverbesserungen-Maßnahmen beraten.

Mobilität

klimaaktiv mobil kann durch die enge Verzahnung und Implementierung aller klimaaktiv mobil Schwerpunkte – Beratung, Bewusstseinsbildung, Aus- und Weiterbildung, Partnerschaften sowie dem parallelen klimaaktiv mobil Förderungsprogramm – die folgende Erfolgsbilanz (Bilanzierung Stand Ende 2016) vorweisen:

  • Über 8.400 klimaaktiv mobil Projekte wurden von Unternehmen, Gemeinden und Institutionen umgesetzt und sparen rund 640.000 Tonnen CO2 pro Jahr.
  • Zahlreiche klimafreundliche Mobilitätsprojekte werden im Rahmen von klimaaktiv mobil sowie mit Unterstützung des Klima- und Energiefonds aus Mitteln des BMLFUW mit einer Fördersumme von ca. 87,5 Mio. € sowie mit weiteren 1,4 Mio. Euro aus EU-Mittel (ELER) gefördert. Damit werden Gesamtinvestitionen von rund 510 Mio. € ausgelöst, die in klimafreundliches Mobilitätsmanagement, in den Ausbau der Radinfrastruktur und in die Markteinführung alternativer Antriebe und Elektro-Mobilität fließen und rund 6.000 Arbeitsplätze schaffen bzw. sichern.
  • Rund 2.200 umweltfreundliche alternative Fahrzeuge wurden durch klimaaktiv mobil gefördert, davon über 17.900 Elektrofahrzeuge (v.a. Pedelecs und E-Scooter sowie aufgrund der breiter werdenden Marktpalette auch zunehmend E-Pkw und leichte E-Nutzfahrzeuge in größerer Stückzahl)
  • Über 200 Radverkehrsprojekte von Städten, Gemeinden und Unternehmen sowie die Radinfrastrukturausbauprogramme aller Bundesländer werden im Rahmen von klimaaktiv mobil bereits mit einer Fördersumme von mehr als 35 Mio. € unterstützt.
  • Vergabe von Sonderfinanzierung für umgesetzte Jugend-Mobilitätsprojekte

 

Partner aktivieren und vernetzen:

  • 240 Wirtschaftspartner aus verschiedensten Branchen (Bau- und Immobilien, Finanzbranche, Dienstleistungen u.v.m.) arbeiten als Multiplikatoren im Klimaschutz mit klimaaktiv zusammen.
  • 11 klimaaktiv pakt2020 Partner (Bank Austria, BUWOG, Canon Austria, Caritas Salzburg, Danone, Greiner Packaging Austria, hali büromöbel, Hoval, McDonald´s, REWE International AG, Vöslauer Mineralwasser AG) haben die Absicht, gemeinsam mit klimaaktiv bis 2020 die EU-2020-Ziele für Österreich im eigenen Unternehmen zu erreichen. Die elf bereits auditierten Unternehmen haben in Summe ihren CO2-Ausstoß bereits um 700.000 Tonnen reduziert gegenüber dem Referenzjahr 2005.
  • Elektrizitätsversorgungsunternehmen (VKW, EVN, WienEnergie), NGOs (WWF) und Handelsunternehmen (Expert, Media Markt) bewerben mit topprodukte.at das Energiesparen.
  • Bauakademien führen gemeinsam mit klimaaktiv ihre Bildungsoffensive für Energieeffizienz durch.
  • klimaaktiv wirkt an der Ausbildung zum Energieautarkiecoach der Ingenieurskammer mit.
  • Die Bundesländer sind mit ihren zahlreichen Aktivitäten im Klimaschutzbereich natürliche Verbündete für klimaaktiv. Die von klimaaktiv entwickelten standardisierten Beratungstools insbesondere für EnergieberaterInnen werden gemeinsam mit den Ländern entwickelt, beworben und umgesetzt.

Wirkungsorientierte Folgenabschätzung von klimaaktiv

Seit 2013 wird die Bundesverwaltung über Zielvorgaben, Wirkungen und Leistungen gesteuert. Vor dem Hintergrund knapper Budgetmittel müssen die zur Verfügung stehenden Ressourcen optimal eingesetzt werden. Der Fokus rückt daher auf die mit den jeweils eingesetzten Mitteln erzielten Wirkungen. Erst dies ermöglicht eine strategische Ausrichtung und Prioritätensetzung, mit der das hohe Leistungsniveau der öffentlichen Verwaltung aufrechterhalten werden kann. 

Ein Teil der Umsetzung dieser Steuerungslogik ist die wirkungsorientierte Folgenabschätzung. Alle Entwürfe von Gesetzen und Verordnungen (Regelungsvorhaben), aber auch größere Projekte (sonstige Vorhaben) werden anhand von angestrebten Zielen und Maßnahmen diskutiert. Durch die Festlegung von Indikatoren wird die Zielerreichung messbar gemacht.

Folgende Maßnahmen von klimaaktiv und deren Zielzustände wurden identifiziert:

  1. Maßnahme 1: Aus- und Weiterbildung im Umweltbereich, Beratung relevanter Akteure sowie Netzwerkbildung und Partnerschaften zur Umsetzung der soft measures der Klimastrategie, der Energiestrategie und des Klimaschutzgesetzes. Teilnahme an klimaaktiv Programmen - Zielzustand Ende 2016: 26.000 Personen
  2. Maßnahme 2: Informations- und Bewusstseinsbildungsmaßnahmen, Sensibilisierung des Umweltbewusstseins zur Umsetzung der soft measures der Klimastrategie, der Energiestrategie und des Klimaschutzgesetzes. Newsletter-AbonnentInnen: Zielzustand 36.000 AbonnentInnen; Website-Zugriffe: 1,400.000 Zugriffe
  3. Maßnahme 3: Qualitätssicherung zur Umsetzung der soft measures der Klimastrategie, der Energiestrategie und des Klimaschutzgesetzes. Ziel ist eine Steigerung der Anwendung von klimaaktiv Standards (z.B. Gebäudestandards, Heizsystemmatrix...) zu erreichen und damit weitere Beiträge zur Vereinheitlichung von bundesweiten Qualitätsstandards zu leisten.

Hinweis: Die Indikatoren/Zielzustände werden jährlich neu festgelegt, um auf Änderungen bei den Rahmenbedingungen (z.B. Budget für klimaaktiv) abbilden zu können.

Veröffentlicht am 04.09.2017