Klimaschutzministerium - Großbetriebe mit ambitionierten Klimaschutzzielen gesucht

Starkes Bündnis für Klimaschutz und Energieunabhängigkeit: klimaaktiv Pakt geht in nächste Runde

Wien, 21.04.2022 – Mit dem klimaaktiv Pakt bietet das Klimaschutzministerium (BMK) österreichischen Großbetrieben ein zukunftsweisendes und tatkräftiges Bündnis für den Klimaschutz. Zukunftsorientierte Großbetriebe, die einen wirksamen Beitrag leisten und sich gemeinsam mit starken Partnern für ein klimaneutrales und von fossilen Rohstoffen unabhängiges Österreich engagieren wollen, können sich ab sofort für die Teilnahme am klimaaktiv Pakt bewerben.

Heimische Großunternehmen geben Richtung vor

Bereits 2021 sind die heimischen Vorzeigebetriebe BUWOG, hali, HYPO NOE, Mc Donald’s Österreich, ORF, ÖBB, Ölz der Meisterbäcker, REWE International AG, UniCredit Bank Austria, Vöslauer und Zumtobel Group dem klimaaktiv Pakt beigetreten. Mit der Umsetzung ihrer Klimaschutzkonzepte gehen die heimischen Großunternehmen gemeinsam den Weg Richtung Klimaneutralität. Sie verfolgen das gemeinsame Ziel, die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen konsequent zu verringern und bis spätestens 2040 komplett aus Öl und Gas auszusteigen. Durch umfangreiche Maßnahmen sollen die CO2-Emissionen der elf österreichischen Leitbetriebe schon bis 2030 um über 50 Prozent (Basis 2005) reduziert werden. In absoluten Zahlen bedeutet das eine Reduktion von über 8,4 Mio. Tonnen CO2 bis 2030. Das entspricht den durchschnittlichen jährlichen Treibhausgasemissionen von über 146.000 PKWs oder 57.000 Ölheizungen in Einfamilienhäusern.

Klimaschutzministerien Leonore Gewessler: „Der Krieg in der Ukraine führt uns unsere Abhängigkeit im Energie- und Wirtschaftssektor deutlich vor Augen. Wir müssen jetzt, gemeinsam mit aller Kraft, raus aus dieser Erpressbarkeit und damit raus aus fossilem Öl und Gas und rein in erneuerbare Energien. Die Mitglieder des klimaaktiv Pakts nehmen hier eine Pionierrolle ein, haben entschlossene Maßnahmen bereits gesetzt und sich klare sowie transparente Ziele im Bereich Ressourcen- und Klimaschutz gesteckt. Ich freue mich auf viele weitere Großbetriebe, die sich dem Bündnis anschließen werden. Denn gerade jetzt ist eine klimafreundlich ausgerichtete und von fossilem Öl und Gas unabhängige Wirtschaft wichtiger denn je. So werden wir zukunftsfit.“

Der klimaaktiv Pakt – transparentes Bündnis für den Klimaschutz

Zur Erreichung der ambitionierten Ziele setzt der klimaaktiv Pakt auf einen ganzheitlichen Ansatz. Nur durch ein breites Bündel an Maßnahmen können Energieunabhängigkeit im Bereich fossiler Rohstoffe sowie angestrebte Treibhausgasreduktionen auch tatsächlich realisiert werden. Dafür erarbeiten die Paktpartner – unter professioneller Begleitung durch die Expertinnen und Experten von klimaaktiv – individuelle Klimaschutzkonzepte und setzen diese auf betrieblicher Ebene um. Der strukturierte Prozess, in dem die Zielerreichung jährlich überprüft und Maßnahmen laufend optimiert werden, schafft maximale Glaubwürdigkeit sowie Transparenz nach innen und außen.

Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB Holding AG: „Die ÖBB zeigen mit ihrer ambitionierten Klimaschutzstrategie, dass Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften Hand in Hand gehen können und sollen. Mit der Teilnahme am klimaaktiv Pakt möchten wir andere Unternehmen ermutigen, das Thema Nachhaltigkeit als wichtigen Teil ihrer Unternehmensstrategie zu sehen“, unterstreicht ÖBB Chef Andreas Matthä, worauf es bei der Paktpartnerschaft ankommt. Nachsatz: „Einfach machen! Am Ende des Tages ist es eine win-win Situation für Unternehmen, Umwelt und Umfeld.“

Wolfgang Viehauser, Marktvorstand und Sprecher des Vorstandes HYPO NOE: „Als niederösterreichische Landesbank tragen wir gesellschaftliche Verantwortung, die wir auch im Klima- und Umweltschutz aktiv wahrnehmen. Für uns ist diese Verpflichtung mehr als ein Lippenbekenntnis, denn wir wollen, dass unsere Kinder und künftige Generationen eine lebenswerte, intakte Umwelt vorfinden. Der klimaaktiv Pakt bietet uns als Unternehmen darüber hinaus die Möglichkeit, uns mit Betrieben und Expert:innen auszutauschen, so voneinander zu lernen und neue Anregungen für Umweltschutzmaßnahmen und -konzepte zu erhalten. Die jährlichen Überprüfungen schaffen nicht nur intern wie extern Transparenz und sorgen so für Glaubwürdigkeit - vielmehr stellen sie auch sicher, dass wir als Unternehmen unsere festgesetzten Ziele erreichen.“

Manfred Huber, Geschäftsführer der hali GmbH: „Der klimaaktiv Pakt ermöglicht es mir, mich mit anderen Verantwortlichen, die einen Schwerpunkt in der Nachhaltigkeitsentwicklung ihrer Unternehmen setzen, niederschwellig in Kontakt zu treten. So kann ich mich mit Entscheidern über Strategien und auch über ganz konkrete Aktivitäten für eine lebenswerte Zukunft unterhalten. Der direkte Dialog mit dem Klimaschutzministerium hilft zudem, dass Learnings aus umgesetzten Maßnahmen auch in die Vorbereitung politischer Entscheidungen einbezogen werden können.“

Teilnahmekriterien und Kontakt

Der Beitritt zum klimaaktiv Pakt steht allen österreichischen Großbetrieben offen. Teilnehmen können nicht nur Wirtschaftsunternehmen, sondern auch Institutionen, Verbände, Organisationen und öffentliche Betriebe mit entsprechender Größe. Ausgeschlossen sind all jene Unternehmen, die in den Geltungsbereich der EU Emissionshandelsrichtlinie (ETS-Betriebe) fallen. Interessierte Großbetriebe, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen, können sich für weitere Informationen ab sofort an die klimaaktiv Pakt Geschäftsstelle wenden. Der erste Schritt auf dem Weg zum klimaaktiv Paktpartner erfolgt durch die Einreichung von Bewerbungsunterlagen, in denen sowohl die unternehmensspezifischen 2030-Ziele als auch die damit verbundenen Klimaschutzmaßnahmen grob dargestellt werden. Die Einreichfrist ist der 30. September 2022.

Ihr Ansprechpartner:

klimaaktiv Pakt Geschäftsstelle
Ing. Mag. Georg Trnka
Österreichische Energieagentur
georg.trnka@energyagency.at
T: +43 1 586 15 24-173

Über klimaaktiv

klimaaktiv ist die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Mit der Entwicklung und Bereitstellung von Qualitätsstandards, der Aus- und Weiterbildung von Profis, mit Beratung, Information und einem großen Partnernetzwerk ergänzt klimaaktiv die Klimaschutzförderungen und -vorschriften. Erfahren Sie mehr über die Ziele, Aktivitäten und Akteure: www.klimaaktiv.at

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
Florian Berger
Pressesprecher der Bundesministerin
+43 1 71162-658010
florian.berger@bmk.gv.at
www.bmk.gv.at

Pressedienst klimaaktiv:
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Mag. Florian Hajek
+43 650 353 13 37
fh@lockl-keck.at

Veröffentlicht am 21.04.2022