„Österreich radelt zur Arbeit“ bringt Bewegung in den Alltag

Arbeitsweg als Gesundheits-Booster

  • Bewegung im Alltag als zentraler Hebel für Prävention
  • 5,8 Milliarden Euro direkte Kosten durch krankheitsbedingte Fehlzeiten
  • 15,1 Krankenstandstage pro Person im Jahr 2024
  • Arbeitsweg mit bislang unterschätztem Gesundheitspotenzial
  • 47 Prozent der Arbeitswege sind kürzer als zehn Kilometer – ideal fürs Fahrrad
  • Aktion „Österreich radelt zur Arbeit“ als niederschwellige Lösung für Betriebe und Beschäftigte

Der tägliche Weg zur Arbeit ist für viele ein fixer Bestandteil des Alltags und gleichzeitig ein bislang unterschätzter Hebel für Gesundheit. Angesichts durchschnittlich 15,1 Krankenstandstagen pro Person1 im Jahr 2024 und jährlich rund 5,8 Milliarden Euro an Kosten durch krankheitsbedingte Fehlzeiten im Job2 rückt wirksame Gesundheitsförderung im Alltag stärker in den Fokus. Die Aktion „Österreich radelt zur Arbeit“ zeigt, wie Betriebe genau hier ansetzen können.

 

Kurze Wege, große Wirkung für die Gesundheit

Regelmäßige Bewegung ist ein zentraler Faktor für körperliche und mentale Gesundheit, wird im Alltag jedoch oft durch Zeitmangel erschwert. Der Arbeitsweg bietet hier einen einfachen Zugang: Wer ihn aktiv gestaltet, integriert Bewegung automatisch in die tägliche Routine. Bereits nach rund einem Monat zeigen sich positive Effekte: Die Stimmung verbessert sich, das Stressniveau sinkt und die Schlafqualität steigt3. Der Arbeitsweg wird damit vom organisatorischen Muss zu einem spürbaren Gesundheits-Booster.

Ein Blick auf die Distanzen zeigt das enorme Potenzial: Rund 47 % der Arbeitswege in Österreich sind kürzer als zehn Kilometer, mehr als die Hälfte davon sogar kürzer als fünf Kilometer4. Viele dieser Strecken lassen sich gut mit dem Fahrrad zurücklegen und bieten damit eine einfache Möglichkeit, Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Mit „Österreich radelt“ Bewegung in den Alltag bringen

Die Aktion „Österreich radelt“ macht dieses Potenzial nutzbar und motiviert seit 20. März bis 30. September Menschen zum Radfahren. Im Zentrum steht hier auch die Aktion „Österreich radelt zur Arbeit“, die von 1. Mai bis 30. Juni 2026 österreichweit den Fokus auf den Arbeitsweg legt. Ziel ist es, Arbeitnehmer:innen und Unternehmen zu motivieren, den täglichen Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Das Prinzip ist einfach: Gefahrene Kilometer werden online oder per „Österreich radelt“-App erfasst und können sowohl individuell als auch im Team gesammelt werden. Wer im Aktionszeitraum an mindestens 10 Tagen zur Arbeit radelt, nimmt automatisch an Gewinnspielen teil. Auch flexible Arbeitsrealitäten werden berücksichtigt – etwa indem Homeoffice-Tage durch das Nachfahren der Arbeitsstrecke in der Freizeit ergänzt werden.

Niederschwelliger Zugang für Unternehmen

„Österreich radelt zur Arbeit“ bietet Unternehmen eine unkomplizierte und kostenlose Teilnahme. Zusätzlich fördern Rankings, Challenges und Gewinnspiele Motivation und Teamdynamik.

Vorteile für Unternehmen:

  • Kostenlos, geringer Aufwand
  • Einfache Teilnahme für Mitarbeitende
  • Messbare Kennzahlen (Kilometer, Aktivität, CO2, Teamvergleich)
  • Stärkung von Teamgeist und Motivation
  • Sichtbarer Beitrag zu Gesundheit und Nachhaltigkeit

Gesundheit als wirtschaftlicher Faktor

Angesichts der jährlich rund 5,8 Milliarden Euro an direkten Kosten durch krankheitsbedingte Fehlzeiten2 wird deutlich: Gesundheitsförderung ist nicht nur ein individuelles, sondern auch ein wirtschaftliches Thema. Der Arbeitsweg bietet einen einfachen Ansatz, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Kleine Veränderungen können langfristig Wirkung entfalten – für Beschäftigte ebenso wie für Unternehmen. „Österreich radelt zur Arbeit“ setzt genau dort an, wo Veränderung am einfachsten möglich ist: am Weg zur Arbeit.

Alle Informationen zum Mitmachen und zur Anmeldung: www.radelt.at/arbeit

Über Österreich radelt

„Österreich radelt“ ist eine seit 2019 stattfindende Motivations- und Bewusstseinsbildungskampagne, die vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) im Rahmen der Initiative klimaaktiv mobil und allen teilnehmenden Bundesländern getragen wird. Die Aktion motiviert Teilnehmende dazu, über die „Österreich radelt“-Webseite www.radelt.at bzw. über die „Österreich radelt“-App die von ihnen geradelten Kilometer zu dokumentieren und dadurch an attraktiven Gewinnspielen teilzunehmen. Mitmachen können sowohl Einzelpersonen als auch Betriebe, Vereine, Bildungseinrichtungen oder Gemeinden. 

Quellen:

1 Statistik Austria. https://www.statistik.at/statistiken/arbeitsmarkt/arbeit-und-gesundheit/krankenstaende (zugegriffen am 23.04.2026)

2 Mayrhuber, C. und Bittschi, B. (2025). Fehlzeitenreport 2025. Krankheits- und unfallbedingte Fehlzeiten in Österreich – Struktur und Langzeitkrankenstände. Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung. Wien.

3 Bradley, S., & Narzisi, K. (2026). Cycling to health: a qualitative research study into facilitators and barriers to physical activity take-up amongst those experiencing mental health ill-health. Advances in Mental Health, 1–13. https://doi.org/10.1080/18387357.2026.2632922

4 VCÖ (2025). Fast die Hälfte der Beschäftigten hat einen Arbeitsweg von weniger als 10 Kilometern. Großes Potenzial fürs Radfahren zur Arbeit stärker nutzen. https://vcoe.at/presse/presseaussendungen/detail/vcoe-fast-die-haelfte-der-beschaeftigten-hat-einen-arbeitsweg-von-weniger-als-10-kilometern (zugegriffen am 23.04.2026)

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