22.10.2026
klimaaktiv Paktpartner nutzen Chancen durch Investitionen in Klimaschutz und Klimawandelanpassung
klimaaktiv Paktpartner stärken wirtschaftliche Resilienz und berücksichtigen Klimarisiken in der Unternehmensstrategie
Der Klimawandel ist längst auch zu einem wirtschaftlichen Faktor geworden. Hitze, Starkregen, Hochwasser, Dürre und andere Extremwetterereignisse können Produktionsprozesse und Lieferketten beeinträchtigen und zusätzliche Kosten verursachen. Für Unternehmen gewinnt daher neben der Reduktion von Treibhausgasemissionen auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Die zwölf österreichischen Großbetriebe im klimaaktiv Pakt des Umwelt- und Klimaministeriums zeigen, wie Klimaschutz, vorausschauendes Handeln und wirtschaftliche Entwicklung zusammengedacht werden können.
„Mit Weitblick zu wirtschaften bedeutet heute, Klimarisiken strategisch zu berücksichtigen und Zukunftschancen aktiv zu nutzen. Unternehmen, die in Klimaschutz und Klimawandelanpassung investieren, schaffen nicht nur mehr Sicherheit für ihren eigenen Betrieb, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen, starken Wirtschaft“, betonte Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig anlässlich des klimaaktiv Pakt-Arbeitstreffens am 21. Oktober 2026 in Wien.
Bei dem Treffen tauschten sich CEOs und hochrangige Führungskräfte der Pakt-Unternehmen mit dem Minister über Fortschritte, Erfahrungen und künftige Schwerpunkte in Klimaschutz und Klimawandelanpassung aus. Ein wichtiger Rahmen dafür wird das neue Klimagesetz sein. Es verankert Klimaschutz, Klimawandelanpassung und Kreislaufwirtschaft als die drei wesentlichen Säulen der österreichischen Klima- und Umweltpolitik. Zentrales Planungsinstrument ist der Klimafahrplan, der Reduktionspfade und konkrete Maßnahmen von Bund und Ländern bündelt und bis Ende 2027 beschlossen werden soll.
klimaaktiv Paktpartner – Klimaschutz und Resilienz zusammendenken
Die Unternehmen des klimaaktiv Pakts setzen Klimaschutz konsequent auf betrieblicher Ebene um und beziehen Klimarisiken in ihre strategischen Planungen ein. Sie investieren in energieeffiziente Neubauten und bringen bestehende Gebäude auf hohen thermischen Standard – vielfach nach den anspruchsvollen Kriterien des klimaaktiv Gebäudestandards. Sie steigen auf erneuerbare Wärmeversorgung um, etwa durch den Einsatz von Fernwärme, Biomasse oder die Nutzung von Abwärme, stellen ihre Fuhrparks auf E-Mobilität um und forcieren die Eigenstromerzeugung durch Photovoltaikanlagen.
Gleichzeitig tragen Maßnahmen wie die Entsiegelung und Begrünung von Betriebsflächen dazu bei, Standorte besser auf die Folgen zunehmender Hitze oder Starkregenereignisse vorzubereiten. Recycling, Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und Bewusstseinsbildung für Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden und Lieferantinnen und Lieferanten ergänzen die betrieblichen Nachhaltigkeitsaktivitäten.
Aktuell sind zwölf österreichische Großunternehmen Partnerbetriebe im klimaaktiv Pakt: BUWOG, hali, HOFER, HYPO NOE, Lidl Österreich, McDonald’s Österreich, ORF, ÖBB, Ölz der Meisterbäcker, REWE International AG, UniCredit Bank Austria und Vöslauer.
Zu den zentralen Zielsetzungen des klimaaktiv Pakts zählt die Reduktion der Treibhausgasemissionen der teilnehmenden Großbetriebe bis 2030 um mindestens 50 Prozent gegenüber 2005. Unter professioneller Begleitung durch die Expertinnen und Experten von klimaaktiv haben die Paktpartner dafür individuelle Klimaschutzkonzepte erarbeitet, die auf die jeweiligen betrieblichen Rahmenbedingungen abgestimmt sind und konkrete Maßnahmen zur Emissionsreduktion enthalten. Diese Konzepte setzen die Unternehmen kontinuierlich auf betrieblicher Ebene um. Die Umsetzung und Zielerreichung werden im Rahmen eines regelmäßigen Monitorings überprüft und dokumentiert.
Teilnahmekriterien und Kontakt
Der Beitritt zum klimaaktiv Pakt steht allen österreichischen Großbetrieben offen. Teilnehmen können neben Wirtschaftsunternehmen auch Institutionen, Verbände, Organisationen und öffentliche Betriebe mit entsprechender Größe. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die in den Geltungsbereich der EU-Emissionshandelsrichtlinie (ETS-Betriebe) fallen. Interessierte Großbetriebe können sich für weitere Informationen an die klimaaktiv Pakt Geschäftsstelle in der Österreichischen Energieagentur wenden.
Nähere Informationen zum klimaaktiv Pakt sowie die Kontaktdaten der Geschäftsstelle finden sich unter klimaaktiv.at/pakt
Über klimaaktiv
klimaaktiv vermittelt und verbreitet das „Gewusst Wie“ zum Klimaschutz rund um die Themen Energieeffizienz, klimafitte Gebäude, erneuerbare Energieträger, Klimakommunikation, Aktive Mobilität und Mobilitätsmanagement. Gemeinsam mit anderen Initiativen des Bundes wie dem Klima- und Energiefonds und den Förderstellen, Forschungsprogrammen sowie Anwenderinnen und Anwender aus der Praxis entwickeln die klimaaktiv Expertinnen und Experten vielfältige Informations- und Unterstützungsangebote für Unternehmen, Gemeinden und Privatpersonen: klimaaktiv.at