Das war die klimaaktiv Konferenz 2026
Die klimaaktiv Konferenz 2026 in Wien zeigte, wie Klimaschutz ein Erfolgsfaktor für Wirtschaft und Gesellschaft sein kann. Expert:innen präsentierten praxisnahe Lösungen zu den Themen Energieeffizienz, Mobilität und Energiewende und verdeutlichten dabei, warum nachhaltiges Handeln Innovation und Wettbewerbsfähigkeit stärkt.
Gemeinsam zum Erfolg: Klimaschutz als Motor für einen starken Wirtschaftsstandort
Am 2. Juni 2026 versammelte die klimaaktiv Konferenz erneut zentrale Akteur:innen aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Wissenschaft, Gemeinden und Regionen am Erste Bank Campus in Wien. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Klimaschutz, Energiewende und Aktive Mobilität erfolgreich mit wirtschaftlicher Stärke verbinden lassen.
Unter dem Titel „Gemeinsam zum Erfolg: Wie Klimaschutz, Energiewende und Aktive Mobilität Österreichs Wirtschaftsstandort sichern“ zeigte die Veranstaltung, dass nachhaltiges Handeln ein entscheidender Faktor für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität ist.
Mit über 400 Teilnehmenden war die Konferenz vollständig ausgebucht – ein klares Signal für das große Interesse an praxisnahen Lösungen und Austauschformaten rund um die Transformation hin zu einem klimaneutralen Österreich.
Impulse für eine klimafitte Wirtschaft
Die Eröffnung machte deutlich: Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg sind keine Gegensätze, sondern bedingen einander. Ein zentraler Impuls kam von Christoph Hofinger (FORESIGHT Research), der unter dem Titel „Sicher. Leistbar. Gesund. Wie wir Klimaschutz gerade jetzt erzählen sollten“ neue Perspektiven auf die Kommunikation von Klimaschutz eröffnete. Dabei verwies er auch auf aktuelle Zahlen der Österreichischen Energieagentur. Demnach sind durch gestiegene Preise für Gas, Diesel und Kerosinimporte seit Beginn des Iran-Konflikts Mehrkosten in Höhe von rund 450 Millionen Euro entstanden. Vor diesem Hintergrund betonte Hofinger die Bedeutung von Geduld und Konsequenz, da die Etablierung neuer Energiesysteme Zeit benötigt. Umso wichtiger sei es deshalb, gemeinsam dranzubleiben und an einem Strang zu ziehen, um die Transformation erfolgreich voranzutreiben.
In ihren Beiträgen unterstrichen Bundesminister Peter Hanke (Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur), Bundesminister Norbert Totschnig (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft) sowie Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus) die zentrale Bedeutung von Klimaschutzmaßnahmen für einen resilienten und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Österreich.
Staatssekretärin Zehetner betonte die Bedeutung von leistbarer Energie, die langfristig vor allem durch saubere und regionale Erzeugung gesichert werden kann. Gleichzeitig hob sie hervor, dass jeder einzelne Schritt zur Energiewende die Resilienz stärkt. Bundesminister Totschnig verwies auf konkrete klimaaktiv Initiativen – vom klimaaktiv Pakt über das Qualitätsmanagement für Heizwerke bis hin zu Topprodukte –, die bereits heute wirksame Lösungen für den Klimaschutz liefern.
Bundesminister Hanke unterstrich die Bedeutung der Aktiven Mobilität für den Wirtschaftsstandort Österreich und verwies darauf, dass er selbst mit dem Fahrrad zur Konferenz gekommen sei – auch um dieses positive Gefühl unmittelbar zu erleben. Gleichzeitig betonte er, dass die drei Ministerien – das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus sowie das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur – geschlossen hinter dem Klimaschutz stehen. Gerade in Krisenzeiten biete die Transformation Chancen, Österreich unabhängiger zu machen und technologisch weiterzuentwickeln.
Begrüßung und Gespräch von Herrn Bundesminister Hanke auf Youtube
Nachhaltiger Wandel beginnt mit Kompetenzen
Einen zentralen inhaltlichen Impuls am Nachmittag lieferte Mag. Alice Schmidt, MSc, Geschäftsführerin der Weitblick GmbH und internationale Nachhaltigkeitsexpertin, mit ihrer Keynote. Unter dem Titel „Gemeinsam wirksam: Kompetenzen für eine klimafitte Wirtschaft” zeigte sie, dass Klimaschutz nicht nur technologisch, sondern vor allem durch Kompetenzen, Haltung und Zusammenarbeit vorangetrieben wird.
Im Fokus standen Zukunftskompetenzen wie systemisches Denken, Kooperation und der Umgang mit Unsicherheit. Ihr Fazit: Nachhaltiger Wandel gelingt nur gemeinsam und wird zum entscheidenden Faktor für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.
Keynote „Gemeinsam wirksam: Kompetenzen für eine klimafitte Wirtschaft” auf Youtube
Gemeinsam an einem Strang ziehen
In der anschließenden Podiumsdiskussion betonten Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft, dass Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilität langfristig zur Sicherung des Standorts beitragen.
Eva Kail, Expertin für gendergerechtes Planen und Bauen, betonte, dass Klimaschutz nicht gegen wirtschaftliche Interessen ausgespielt werden dürfe. Vielmehr gehe es darum, die natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern, von denen die Gesellschaft abhängig ist. Zudem betonte sie die Bedeutung, soziale Bedarfe stärker in technische Fragestellungen zu übersetzen. Birgit Kraft-Kinz, Gründerin von „CEOs for Future“, unterstrich die Rolle der Wirtschaft und plädierte dafür, Klimaschutz nicht nur als Transformation, sondern als grundlegenden Neubau von Wirtschaft und Energiesystemen zu betrachten.
Peter Molnar, der Bürgermeister von Krems an der Donau, zeigte die Umsetzung auf kommunaler Ebene praxisnah auf: „Wir diskutieren nicht über Klimaschutz, wir machen ihn.“ In Krems sei Klimaschutz längst Teil des Alltags der Bürgerinnen und Bürger – etwa in der Verkehrsplanung. Mit Instrumenten wie einem Klimarelevanz-Tool in Form eines Ampelsystems sowie Ausgleichsmaßnahmen für kritische Projekte wird dieser Anspruch systematisch umgesetzt.
Alice Schmidt, Geschäftsführerin der Weitblick GmbH, ergänzte die Diskussion mit einem systemischen Blick und unterstrich die Bedeutung ganzheitlicher Nachhaltigkeitsstrategien sowie die Notwendigkeit, unterschiedliche Perspektiven stärker zusammenzudenken.
Auszeichnungen für engagierte Partner
Ein weiterer Höhepunkt der klimaaktiv-Jahreskonferenz war die Auszeichnung von 22 neuen Programmpartnern. Diese Unternehmen und Organisationen setzen Maßnahmen zur Reduktion ihrer CO2-Emissionen um, verbessern kontinuierlich ihre Energieeffizienz, engagieren sich für klimafreundliche Mobilität in ihrer Gemeinde oder Organisation, unterstützen wirkungsvolle Klimakommunikation gegen Desinformation und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Energie- und Mobilitätswende.
Ausgezeichnet wurden:
- Wien Energie GmbH
- Burgenland Energie AG
- ÖBB Rail Equipment GmbH & Co KG
- ARBÖ - Wien Fahrsicherheits GmbH
- Siemens Mobility Austria GmbH
- Dr. Richard Bus GmbH
- Fahrschule EUROLINE Leitner e.U.
- Marktgemeinde Wartberg ob der Aist
- KEM „Fit für 2025“
- Stadt Krems
- Volksschule Altenmarkt im Pongau + Sportmittelschule Altenmarkt im Pongau
- Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)
- HAZET
- Ingenieurbüro Stehno und Partner ZT GmbH für Bauwesen
- Tiroler Wohnbau we – Gemeinnützige Tiroler Wohnbau GmbH
- IDM Energiesysteme GmbH
- BTM Energy
- Baelz GmbH
- Equans Kältetechnik GmbH
- StadtLABOR Innovationen für urbane Lebensqualität GmbH
- UNIQA Sustainable Business Solutions GmbH
- BELIMO Automation Handelsgesellschaft m.b.H
Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und wirksam Klimaschutzmaßnahmen in Österreich bereits umgesetzt werden – von innovativen Gebäudelösungen über energieeffiziente Technologien bis hin zu nachhaltigen Mobilitätslösungen.
Auszeichnung klimaaktiv mobil Partner auf Youtube
Auszeichnung klimaaktiv Partner auf Youtube
Praxislösungen im Fokus: Von Energieeffizienz bis Mobilität
In zwei parallelen Session-Blöcken standen konkrete Lösungsansätze aus der Praxis im Mittelpunkt. Die Bandbreite reichte dabei von Energieeffizienz in Betrieben und Gebäude- sowie Standortentwicklung bis hin zu den Themen „Multimodale Mobilität gestalten” und „Digitalisierung und KI in der Praxis von Fachkräften”.
Aufzeichnung der Session 3: Klimaschutz hat eine neue Geschichte. Wer erzählt sie?
Inhalte der Parallelsessions
Energieeffizienz ist längst mehr als ein technisches Thema – sie prägt Kostenstruktur, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit von Tourismusbetrieben. Die Session zeigt auf, in welchen Bereichen Betriebe heute wirksame Schritte setzen können: von Mobilität und Sanierung über Heizsysteme und betriebliche Effizienzmaßnahmen bis hin zu Regionalität, Bewusstseinsbildung und Gäste-Kommunikation.
Best Practices aus Stadt- und Landhotellerie, fachliche Impulse sowie praxisnahe Tools geben Orientierung und konkrete Ansatzpunkte, um Maßnahmen sichtbar und erfolgreich umzusetzen.
Thermische Sanierung reduziert den Heiz- und Kühlbedarf und schafft vorteilhafte Rahmenbedingungen für die Umstellung auf eine erneuerbare Wärme- und Kälteversorgung. Gleichzeitig drängt die Zeit, um die Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen. Oftmals fehlt es jedoch in Einzelgebäuden oder auch in großen Gebäudebeständen an Geld für eine thermische Sanierung PLUS Dekarbonisierung.
Die Frage ist daher: Wie gehen wir mit unserem Gebäudebestand um und ist „Raus aus Gas“ mit „Efficiency First!“ möglich? Gleichzeitig gilt es, für große Gebäudebestände einen entsprechenden Fahrplan zu erstellen. Dieser soll einerseits dem Ziel der Klimaneutralität entsprechen und andererseits wirtschaftlich sinnvoll argumentierbar sein. In dieser Parallelsession werden Impulse zu diesen Themen geliefert und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert.
Sollen wir noch übers Klima sprechen? Klar, aber anders!
In dieser Session bauen wir gemeinsam mit Meinungsforscher Christoph Hofinger und weiteren spannenden Panel-Gästen an einer neuen Erzählung: Was funktioniert heute wirklich in der Klimakommunikation? Welche Frames öffnen Türen und welche schließen sie? Wie schaffen es Unternehmen, Verwaltung und Regionen Menschen zum Handeln zu bewegen?
Vortragende:
- Christoph Hofinger, Geschäftsführer FORSIGHT Institut
- Manuela Bruck, Leiterin der Kommunikation der Post AG – Ihr Bereich umfasst über 200 Mitarbeiter:innen)
- Simon Klambauer, Leiter der KEM-Regionen im Klima- und Energiefonds
Michael Soder von der AK, u.A. Autor des Buches „Hitzige Debatten“
Maria Prchal vom Profil, Aktuelle Cover-Recherche zu organisierten Windkraftgegnern „Vom Winde verdreht“
Moderation: Kristina Schubert-Zsilavecz , Leiterin Kommunikation, Österreichische Energieagentur
Die Umsetzung der EU-Gasrichtlinie erfordert von Energieversorgern, Netzbetreibern und Kommunen tiefgreifende strukturelle Veränderungen. Im Zuge der Dekarbonisierung und der langfristigen Abkehr von fossilen Energieträgern gewinnt die strategische Planung zur Stilllegung von Gasverteilnetzen zunehmend an Bedeutung. Diese Parallelsession beleuchtet die regulatorischen Rahmenbedingungen, technischen Herausforderungen und wirtschaftlichen Implikationen der Gasnetzstilllegungsplanung im Kontext der nationalen Energiepolitik.
Im Fokus steht die Frage, warum eine frühzeitige und systematische Stilllegungsplanung nicht nur regulatorisch notwendig, sondern auch ökonomisch und gesellschaftlich sinnvoll ist. Neben der Vermeidung von Fehlinvestitionen in auslaufende Infrastrukturen ermöglicht sie eine koordinierte Transformation hin zu nachhaltigen Wärmeversorgungslösungen, wie etwa Wärmenetzen oder elektrifizierten Systemen. Gleichzeitig trägt sie zur Versorgungssicherheit bei, indem Sie die Übergangsprozesse planbar und transparent gestaltet.
Das erwartet Sie:
- Umsetzung der EU Gas- und Wasserstoffbinnenmarkt-RL und Gasnetzstilllegungsplanung: Rollen, Ablauf und Endkundenrechte - Marie-Sophie Bisteghi, BMWET
- Die Gasnetzstilllegungsplanung aus Netzbetreibersicht – Aktueller Stand bei den Wiener Netzen - Dominik Bothe, Wiener Netze
- Gasnetz-Transformation und kommunale Wärmeplanung gemeinsam denken. Rahmenbedingungen und methodische Vorgehensweise für eine GIS-gestützte Transformationsanalyse - Franz Mauthner, AEE Intec
Wie lassen sich Energie‑ und Treibstoffkosten im Unternehmen jetzt wirksam senken? Die Session zeigt praxiserprobte Maßnahmen, die ohne große Investitionen umsetzbar sind. Ein zentraler Fokus liegt auf EcoDriving in der Unternehmensflotte, ergänzt durch weitere wirksame Ansätze in Gebäuden und Prozessen sowie die aktive Einbindung von Mitarbeitenden. Anhand konkreter Beispiele wird sichtbar, wie Unternehmen Effizienz steigern, Kosten senken und ihre Resilienz stärken.
Die Preisträger:innen der Europäischen Mobilitätswoche 2025 geben Einblicke in ihre Maßnahmen zur Umsetzung des Mottos „Mobilität für alle“. Im Fokus stehen dabei insbesondere Projekte, die die aktive und selbstständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen fördern. Vorgestellt werden unter anderem Aktionen zur attraktiven Gestaltung von Schulwegen für Aktive Mobilität, kreative Beteiligungsformate für Kinder und Jugendliche sowie Angebote zur Mobilitätsbildung. Die Session bietet Inspiration und praxisnahe Beispiele und setzt Impulse, um im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2026 eigene Aktivitäten umzusetzen.
Dem Tourismus kommt in Österreich eine große wirtschaftliche Bedeutung zu, die gleichzeitig mit potenziell erheblichen negativen Auswirkungen auf Umwelt und Klima verbunden ist. In dieser Session kommen Gemeinden und Regionen zu Wort, die sich bewusst als nachhaltige Tourismusdestinationen positionieren und mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Tourismusdestinationen konkrete Schritte in diese Richtung gesetzt haben.
Das Ausseerland und das Burgenland zeigen, wie klimaverträglicher Tourismus erfolgreich umgesetzt werden kann. Dabei wird greifbar, welche Synergien sich für Gemeinden, touristische Betriebe und die lokale Bevölkerung ergeben und wie Regionen diese gezielt steuern können, um ökologische Verantwortung mit regionaler Wertschöpfung und hoher Lebensqualität zu verbinden.
Vortragende:
- Regina Preslmair, BMLUK
- Pamela Binder, Tourismusverband Ausseerland Salzkammergut
- Julia Hellwagner, Burgenland Tourismus
Klimafitte Siedlungs- und Quartiersentwicklung ist längst mehr als ein Beitrag zum Klimaschutz: Sie entscheidet zunehmend über die Attraktivität von Wirtschaftsstandorten, die Lebensqualität der Bevölkerung und die Zukunftsfähigkeit von Gemeinden und Städten.
In der Session werden anhand konkreter Erfahrungen aus kommunaler Planung, Immobilienentwicklung und klimaaktiv Fachbegleitung drei Perspektiven beleuchtet: Wie kann der klimaaktiv Standard für Siedlungen und Quartiere als gemeinsames Steuerungs- und Qualitätsinstrument eingesetzt werden? Drei Perspektiven zeigen, wie aus planerischen Zielsetzungen umsetzbare Projekte entstehen und welche wirtschaftlichen, organisatorischen und politischen Erfolgsfaktoren dabei entscheidend sind.
Im Dialog mit dem Publikum wird diskutiert, wie klimafitte Quartiere gelingen können – von der ersten Planungsidee bis zum lebenswerten Wirtschafts- und Lebensraum.
Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) stellt einen zentralen Meilenstein für die Weiterentwicklung des österreichischen Stromsystems dar und bringt weitreichende Veränderungen mit sich. In der Parallelsession werden vor diesem Hintergrund die praktischen Auswirkungen des ElWG auf Unternehmen erläutert: Wie verändern sich Rollen, Pflichten und Handlungsspielräume im Unternehmensalltag? Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich für die PV-Branche und für innovative Geschäftsmodelle?
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Systemdienlichkeit von Batteriespeichern und deren Rolle in einem zunehmend dezentralen Energiesystem. Zudem wird das Potenzial des Peer-to-Peer-Stromhandels beleuchtet. Die Session ordnet das ElWG in den österreichischen Kontext der Energiewende ein und bietet eine fundierte Grundlage für die Umsetzung in der Praxis. Sie schafft Orientierung über neue Rechte, Pflichten und Handlungsspielräume und diskutiert, wie die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen zu mehr Systemeffizienz, Fairness und Beteiligung beitragen können.
Vortragende:
- Florian Stangl, NHP Rechtsanwälte
- Christoph Dolna-Gruber, Österreichische Energieagentur
- Hubert Fechner, TPPV - Österreichische Technologieplattform Photovoltaik
Stephan Heidler, Koordinationsstelle für Energiegemeinschaften beim Klima- und Energiefonds
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern die Kompetenzanforderungen an Fachkräfte im Energie‑, Produktions‑ und Gebäudebereich deutlich. In zunehmendem Maß werden digitale Daten, automatisierte Auswertungen sowie unterstützende Systeme für Produktion, Energiemanagement und Gebäudebetrieb eingesetzt. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an Aus‑ und Weiterbildungsangebote, die gezielt, praxisnah und qualitätsgesichert darauf reagieren müssen.
Die Parallelsession bringt Akteur:innen aus Betrieben und Weiterbildung zusammen. Im Mittelpunkt stehen konkrete Qualifikationsbedarfe sowie der sinnvolle Einsatz digitaler und KI‑gestützter Lern‑ und Unterstützungsformate im Kontext einer sicheren, sauberen und leistbaren Energieversorgung und einer zukunftsorientierten Industrie‑ und Standortentwicklung.
Ausgehend von der Frage „Wo kommen wir her, wo stehen wir heute und wohin entwickelt sich der Qualifikationsbedarf?“ werden praxisnahe Anwendungsfälle diskutiert. Ein zentraler Diskussionspunkt ist dabei die Rolle der Weiterbildung in Zukunft – insbesondere vor dem Hintergrund verfügbarer KI-Systeme – sowie die Frage, welche Kompetenzen weiterhin gezielt aufgebaut werden müssen.
Die Vortragenden zeigen anhand konkreter Praxisbeispiele, wie die Förderung nachhaltiger Mobilität durch Maßnahmen von Betrieben und Gemeinden wirksam gelingt.
Im Fokus stehen umgesetzte Maßnahmen in zwei Betrieben und zwei Gemeinden, die Mobilität vor Ort verändern. Betriebe wirken in „ihre“ Gemeinden hinein als Erzeuger von Verkehren und Anbieter von Lösungen für die Mobilität von Mitarbeitenden und Kund:innen. Gemeinden wirken für „ihre“ Betriebe vor Ort in ihrer Behördenfunktion, durch Angebotsplanung oder durch Entwicklung von praktikablen Lösungen. Zusammenarbeit führt zu tragfähigen Lösungen, die auch bei knappen Budgets eine nachhaltige Wirkung erzielen.
Vortragende:
- Dietmar Stegfellner, Bürgermeister Wartberg Ob der Aist, OÖ
- Fritz Hudribusch, Bauamtsleiter Marktgemeinde Wiener Neudorf, NÖ
- Gerhard Hochreiter, Leiter Facility Management Sparkasse Oberösterreich
- Beatrice Herzog, BSc, KAGes Zentraldirektion und Antonia Flecker, LKH-Univ. Klinikum Graz
Die Session beleuchtet, wie multimodale Mobilität durch die intelligente Verknüpfung von Fußverkehr, Radverkehr, öffentlichem Verkehr und Sharing-Angeboten erfolgreich gestaltet werden kann. Anhand konkreter Beispiele aus Betrieben, Regionen und Verkehrsverbünden wird dargestellt, wie integrierte Mobilitätslösungen die Attraktivität und Nutzung nachhaltiger Verkehrsformen erhöhen.
Dabei stehen sowohl infrastrukturelle Maßnahmen als auch organisatorische und betriebliche Ansätze im Mittelpunkt. Die Session vermittelt praxisnahe Einblicke und übertragbare Lösungsansätze für eine ganzheitliche, klimafreundliche Mobilitätsgestaltung.
Vortragende:
- Kristin Hanna, AustriaTech
- Björn Budde und Lorenz Aschauer, ÖBB
- Susanna Hauptmann, Radland Niederösterreich
- David Moosbrugger, Rosinak & Partner
Programm der klimaaktiv Konferenz 2026
09.15 Uhr Registrierung und Welcome
Weltklimaspiel - Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft
10.00 Uhr Begrüßung
Maximilian Clary und Aldringen, Privatkundenvorstand und Chief Operating Officer Erste Bank
Peter Hanke, Mobilitätsminister
10:30 Impuls „Sicher. Leistbar. Gesund. Wie wir Klimaschutz gerade jetzt erzählen sollten“
Mit Christoph Hofinger, CEO FORESIGHT Research
11:00 Parallelsessions (Block 1)
1. Effizienz sichtbar machen: Wie Tourismusbetriebe Maßnahmen planen, umsetzen und erfolgreich kommunizieren
2. Dekarbonisierung vor thermischer Sanierung? - Bausteine für eine erfolgreiche Wärmewende
3. Klimaschutz hat eine neue Geschichte. Wer erzählt Sie?
4. Gasnetzstillegung: Impulse für die zukünftige Wärmeplanung
5. Energiekosten senken: Praxislösungen für Flotten, Gebäude und Prozesse
6. Kinder und Jugendmobilität in der Praxis
12:30 Mittagspause
13:30 Parallelsessions (Block 2)
7. Tourismus als Hebel für Klimaschutz und die lokale Wirtschaft in Gemeinden und Regionen
8. Klimafitte Siedlungs- und Quartiersentwicklung als Grundlage für hochwertige Wirtschafts- und Lebensräume
9. Was bringt das ElWG für Unternehmen?
10. Digitalisierung & KI in der Praxis: Was brauchen Fachkräfte im Energie- und Gebäudebereich künftig?
11. Erfolgreiche Maßnahmen aus der Praxis - Wie Betriebe und Gemeinden nachhaltige Mobilität fördern
12. Multimodale Mobilität gestalten: Integration von Fußverkehr, Radverkehr und Sharing-Angeboten
15:00 Kaffeepause
15:30 Keynote „Gemeinsam wirksam: Kompetenzen für eine klimafitte Wirtschaft“
Mit Alice Schmidt, Geschäftsführerin der Weitblick GmbH, Global Sustainability Adviser
16:00 Podiumsdiskussion
Eva Kail, Expertin für gendergerechtes Planen und Bauen
Birgit Kraft-Kinz, Gründerin CEOs for Future, Geschäftsführerin KRAFTKINZ
Peter Molnar, Bürgermeister Krems an der Donau
Alice Schmidt, Geschäftsführerin der Weitblick GmbH, Global Sustainability Adviser
16:45 Im Gespräch und Auszeichnung klimaaktiv Partner
Norbert Totschnig, Umwelt- und Klimaminister
Elisabeth Zehetner, Energie-Staatssekretärin
17:20 Netzwerken und kleiner Imbiss
19:00 Ende