Förderaktion 2021/2022: "raus aus Öl und Gas" und thermische Gebäudesanierung

Für 2021 und 2022 sind gut 650 Mio. € für die Sanierungsoffensive des Bundes und „raus aus Öl und Gas“ vorgesehen. Mit dieser Aktion sollen Maßnahmen zur Eindämmung des Heizenergieverbrauchs und zur Umstellung von fossil betriebener Raumheizung auf klimafreundliche Alternativen unterstützt werden.

Privatpersonen und Betriebe werden beim Tausch eines fossilen Heizungs­systems auf einen Nah- bzw. Fernwärmeanschluss und – wo dies nicht möglich ist – auf eine klima­freundliche Wärmepumpe oder eine Holzzentralheizung mit bis zu 5.000 Euro unter­stützt.

Bis 2035 soll das Heizen mit fossilen Brennstoffen aus dem heimischen Gebäuden gänzlich verschwinden, zumal alleine der Bestand an Ölkesseln in Österreich auf rund 600.000 geschätzt wird.

Gegenüber dem Vorjahr wurden einige Förderungskriterien vereinfacht bzw. das Förderangebot attraktiver und unkomplizierter gemacht:

  • Die Frist zwischen der Registrierung und der Antragstellung wird auf 6 Monate verlängert (für „raus aus Öl und Gas“).
  • Der maximale Förderungssatz wird auf 35 % erhöht
    (für „raus aus Öl und Gas“).
  • Fernwärme-Anschlussgebühren können nunmehr auch gefördert werden.
  • Bei der umfassenden Sanierung werden die technischen Kriterien an den Standard der OIB-RL 6 bzw. klimaaktiv 2020 angepasst.
  • Bei Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen als Dämmmaterial kann ein Zuschlag von 50 Prozent auf die jeweilige max. Förderungspauschale gewährt werden (Sanierungsscheck im Ein- oder Zweifamilienhaus).
  • Einzelbauteilsanierung wird wieder gefördert (Sanierungsscheck im Ein- oder Zweifamilienhaus):
    • Vorlage eines Gesamtsanierungskonzepts/Energieausweis oder einer Energieberatung ist Förderungsvoraussetzung.
    • max. Förderungspauschale 2.000 Euro.

Im mehrgeschoßigen Wohnbau (MGW):

  • Änderung auf Objektförderung. Antragsteller/Antragstellerin ist der Eigentümer/die Eigentümerin des MGW (für Sanierungsscheck und „raus aus Öl und Gas“)
  • Förderungspauschalen bei Heizungstausch in Abhängigkeit der Leistung des neuen Heizungssystems (5.000/8.000/10.000 Euro) – für „raus aus Öl und Gas“.
  • Der max. Förderungssatz wird von 30 % auf 35 % erhöht.
  • Die Mehrkosten bei Zentralisierung des klimafreundlichen Heizungssystems werden mit einem zusätzlichen Bonus pro tatsächlich angeschlossener Wohnung gefördert (Ersatz von Gastherme/Einzelöfen durch klimafreundliche Zentral­heizung):
    • max. 1.500 Euro/Wohneinheit
    • max. Fördersatz 35 %

Kombinationen mit Förderungen in Ihrem jeweiligen Bundesland sind möglich – informieren Sie sich dazu auch in den jeweiligen Förderstellen der Bundesländer!

Informationen zur Antragsstellung

Informationen zur Sanierungsoffensive und zur Förderaktion „raus aus Öl und Gas“ sind auf umweltfoerderung.at abrufbar.

Holen Sie sich weitere Informationen von klimaaktiv

Sind Sie noch unentschlossen, welches nachhaltige Heizungssystem es werden soll?

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick mit der klimaaktiv Heizungsmatrix. Sie gibt Ihnen eine erste Orientierung, welches Heizungssystem zu Ihrem Gebäude passt.

  • Nutzen Sie den Heizungs-Umstiegsrechner Hexit.

  • Lassen Sie sich von den Energieberatungsstellen der Bundesländer beraten.
Veröffentlicht am 09.09.2021

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