03.02.2026

Aktuelle Holzstrom-Analyse: Energieholz als wichtigster heimischer erneuerbarer Rohstoff

Vorbildliche Heizwerke stärken Regionen und Versorgungssicherheit

Wien (OTS) - Holz ist der bedeutendste heimische erneuerbare Rohstoff und spielt eine zentrale Rolle für Österreichs Versorgungssicherheit. Die aktuelle Datenerhebung „Holzströme in Österreich“ zeigt, wie effizient der Rohstoff genutzt wird und welche zentrale Rolle Nebenprodukte der Forstwirtschaft und Holzverarbeitung für die Energieerzeugung spielen. In Österreich werden jährlich rund 40 Millionen Festmeter von heimischen Betrieben verarbeitet, davon 19,3 Millionen Festmeter in der Sägeindustrie und 11,3 Millionen Festmeter in der Papier- und Plattenindustrie. Ein großer Teil der dabei anfallenden Nebenprodukte und Reststoffe – wie Rinde, Sägespäne und Waldhackgut – wird für die Erzeugung von Wärme und elektrischer Energie eingesetzt.

„Holz ist nicht nur ein klimafreundlicher und erneuerbarer Rohstoff, sondern bildet auch ein zentrales wirtschaftliches Rückgrat für Österreichs Industrie und den Wirtschaftsstandort Österreich“, betont Umweltminister Norbert Totschnig. „Die fundierte Erhebung der Holzströme gibt uns eine entscheidende Grundlage, um Wachstum, Wertschöpfung und Klimaschutz gemeinsam weiterzuentwickeln. Sie zeigt, wie verantwortungsvoll wir mit unserem wichtigsten heimischen Energieträger umgehen und hilft uns bei der Schwerpunktsetzung für die kommenden Jahre. Entscheidend ist es, den Rohstoff Holz vollumfänglich nachhaltig zu nutzen, vom Sägerundholz bis zum Energieholz“, ergänzt er.

Die Grafik „Holzströme in Österreich“ stellt die gesamten Mengenströme des Rohstoffs entlang der Wertschöpfungskette dar: Von der Aufbringung über unterschiedliche Verarbeitungswege bis hin zu stofflicher und energetischer Nutzung. Grundlage dafür sind Daten aus der gesamten Branchenstruktur, zusammengeführt aus Forstwirtschaft, Säge- und Holzindustrie, Papier- und Plattenindustrie sowie nationale Energiestatistiken. Die Analysen werden im Rahmen von klimaaktiv seit 2010 jährlich von der Österreichischen Energieagentur erstellt.

Effiziente und nachhaltige Holznutzung

Die effiziente und nachhaltige Nutzung von Holz ist eine der größten Stärken der heimischen Forst- und Holzwirtschaft. Ein großer Teil des Rohstoffs wird in Sägewerken verarbeitet und anschließend zu hochwertigen Bau- und Holzprodukten weiterverarbeitet. Auch die Papier- und Plattenindustrie spielt mit ihrer stark exportorientierten Produktion eine zentrale Rolle. Ergänzend dazu ist die energetische Nutzung ein wichtiger Bestandteil. Für die Energieerzeugung kommen vor allem jene Sortimente zum Einsatz, die sich nicht für eine stoffliche Weiterverarbeitung eignen, sowie Nebenprodukte aus der Holzernte und der industriellen Bearbeitung. Bioenergie ist in Österreich die wichtigste erneuerbare Energiequelle und basiert zu rund 80 Prozent auf Holzbrennstoffen.

Milliardenwertschöpfung und hohe Exportkraft der Holzbranche

Die heimische Forst- und Holzwirtschaft zählt zu den wirtschaftlich stärksten Sektoren des Landes. Sie erwirtschaftet entlang der gesamten Wertschöpfungskette einen jährlichen Produktionswert von rund 10 bis 12 Milliarden Euro und erzielt einen Exportanteil von etwa 70 Prozent der produzierten Waren. Als einer der wichtigsten Arbeitgeber im ländlichen Raum sichert die Branche Zehntausende Arbeitsplätze und stärkt die regionale Wertschöpfung nachhaltig.

Die vollständige Grafik „Holzströme in Österreich“ sowie ergänzende Materialien stehen hier zur Verfügung: klimaaktiv.at/publikationen/holzstroeme-in-oesterreich-2023

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