29.01.2026
20 Jahre klimaaktiv Gebäudestandard
Zentraler Qualitätsrahmen für energieeffizientes Bauen und Sanieren in Österreich – Grundlage für Innovation und Planungssicherheit im Gebäudesektor
Wien (BMWET) - Seit zwei Jahrzehnten setzt der klimaaktiv Gebäudestandard Maßstäbe für energieeffizientes, nachhaltiges und zukunftsorientiertes Bauen in Österreich. Was als visionäre Initiative begann, hat sich zu einem zentralen Orientierungsrahmen für die Bau- und Immobilienbranche entwickelt – und prägt die österreichische Baukultur bis heute nachhaltig.
„Der klimaaktiv Gebäudestandard zeigt seit 20 Jahren eindrucksvoll, wie konsequente Qualitätsarbeit echte Veränderung bewirken kann. Er verbindet Klimaschutz mit praktikablen Lösungen und schafft damit Verlässlichkeit für Bauherrinnen und Bauherren, Planende und die gesamte Branche“, betont Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.
Als der Gebäudestandard vor 20 Jahren eingeführt wurde, waren energieeffiziente Planung, der umfassende Einsatz erneuerbarer Energien oder ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzepte noch keine Selbstverständlichkeit. Heute gelten diese Aspekte als zentrale Qualitätskriterien moderner Gebäude – nicht zuletzt dank des Impulses, den klimaaktiv gesetzt hat.
Messbare Qualität als Erfolgsfaktor
Der klimaaktiv Gebäudestandard definiert klare, überprüfbare Kriterien und macht Qualität im Bauwesen messbar. Damit leistet er einen wesentlichen Beitrag zur systematischen Umsetzung von Energie- und Effizienzzielen – im Neubau ebenso wie in der Sanierung, im Wohnbau, bei öffentlichen Gebäuden oder im Gewerbebereich.
„Nachhaltiges Bauen braucht klare Leitlinien und verlässliche Standards. klimaaktiv gibt der Branche Orientierung und unterstützt Innovationen, die den Gebäudesektor zu einem zentralen Hebel der Energiewende machen“, so Staatssekretärin Zehetner weiter.
Breite Anwendung und kontinuierliche Weiterentwicklung
Rund 2.200 zertifizierte Gebäude belegen die breite Anwendung des klimaaktiv Gebäudestandards. Ein starkes Netzwerk aus Professionistinnen und Professionisten, Bauträgern, Städten und Gemeinden sowie Akteuren aus Wirtschaft, Technik und Verwaltung trägt zur erfolgreichen Umsetzung bei. Gleichzeitig fungiert der Standard als Innovationsmotor: Neue Technologien, Materialien und smarte Gebäudekonzepte finden rasch Eingang in die Praxis.
Mit Blick auf zukünftige Herausforderungen wird der klimaaktiv Gebäudestandard kontinuierlich weiterentwickelt. In der aktuellen Version des Kriterienkatalogs werden die Anforderungen der EU-Taxonomie stärker berücksichtigt. Neue Schwerpunkte wie Klimawandelanpassung, Baulandqualität, Biodiversität sowie Aspekte des zirkulären Bauens ergänzen bestehende Umwelt- und Qualitätskriterien. Auch Gesundheit und Komfort – etwa Sommertauglichkeit und Tageslichtversorgung – gewinnen weiter an Bedeutung.
„Zum Erreichen der Energiewende braucht es Gebäude, die effizient, resilient und lebenswert sind. klimaaktiv bleibt auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für nachhaltige Bauqualität in Österreich“, so Staatssekretärin Zehetner abschließend.
Weitere Informationen:
klimaaktiv.at/unternehmen/gebaeude/gebaeudebewertung-mit-klimaaktiv
klimaaktiv-gebaut.at