Luftdichtheitskonzept – die neue Qualität der Planung

Aktuell sind Neubauten mit größtmöglicher Energieeffizienz zu errichten. Hier nimmt die Luftdichtheit der Gebäudehülle eine zentrale Rolle ein. Durch eine frühzeitige Integration der Luftdichtheit in die Planungsphase werden Mehrkosten während der Bauphase sowie Baumängel und -schäden effektiv vermieden.

Bei einer optimalen Gebäudedichtheit profitieren die Nutzer/innen von hohem (Wohn-)Komfort, sowie zusätzlich alle am Bau Beteiligten von der Reduktion möglicher feuchtetechnischer, hygienischer oder schalltechnischer Probleme.

Der Weg zum Luftdichtheitskonzept

Im Luftdichtheitskonzept wird die luftdichte Ebene für alle Bauteile der Gebäudehülle und deren Anschlüsse genau definiert. Die Ausführung des Luftdichtheitskonzeptes soll vom Planenden in Verbindung mit Experten/innen aus dem jeweiligen Fachgebiet erfolgen. Gemeinsam wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, der auch auf der Baustelle anwendbar ist, und zwischen den Bedürfnissen der einzelnen Gewerken abgestimmt. Er enthält alle relevanten Anschlussdetails und Durchdringungen, sowie die zu verwendenden Materialien. Ein „roter Strich“ auf den Planunterlagen, ein derzeit leider weit verbreitetes Problem, ist definitiv zu wenig um alle relevanten Informationen abzubilden.

Schnittstelle zwischen Gewerken

Eine detaillierte Definition inklusive zusätzlicher Informationen (Skizzen, Fotos etc.) ermöglicht eine effiziente, lösungsorientierte Projektumsetzung. Mit einer digitalen Konzeptversion können alle Projektbeteiligten Details in Echtzeit einsehen, Anmerkungen, Vorgangsweisen oder Ähnliches können ergänzt werden. Die Luftdichtheit eines Gebäudes betrifft speziell bei der Planung und Ausführung der Anschlussdetails mehrere Gewerke (Planer/in, Bauunternehmen, Trockenbau, HKLS-, Elektro-Installationen etc.). Eine zeitnahe Zuordnung der Verantwortung erhöht den Erfolg funktionierender Details wesentlich.

Trotz Wissen um die Notwendigkeit einer luftdichten Gebäudehülle und neuen Systemlösungen, kommt es immer noch zu zahlreichen Planungs- und Ausführungsfehlern, die massive Bauschäden verursachen können. Die Qualitätskontrolle der luftdichten Ebene zum richtigen Zeitpunkt (fertiggestellt, aber noch einsehbar) gibt den Projektbeteiligten die Möglichkeit etwaige Fehlstellen noch kostengünstig zu beheben.
 

Qualifizierungsangebot

Luftdichtheitsexperte und Clusterpartner Andreas Hausmann, Hausmann OG, beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Erstellung von Luftdichtheitskonzepten und Lösungen für die Ausführung von luftdichten Gebäudehüllen.

Gemeinsam mit dem Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich und klimaaktiv sowie Austrian Standards wurden folgende Weiterbildungsangebote geschaffen, in denen er sein Know how und seine Erfahrung weitergibt.
 

Basiskurs „Sicher – Luftdicht“

Die Vermeidung unkontrollierter Luftströmungen senkt den Heizwärmebedarf, verbessert Lufthygiene und Nutzer-Komfort und schützt nicht zuletzt die Konstruktion vor Schäden durch Kondensatbildung.

Kursinhalte

  • Grundlagen und Praxis der Gebäudedichtheit
  • Nutzen und Zweck der luftdichten Gebäudehülle
  • Luftdichtheit fachgerecht und effizient ausführen
  • Darstellung der qualitätskritischen Punkte
  • Praktische Detailbearbeitung an der Musterwand

Zielgruppe
Alle Gewerke der Baubranche, die planend und/oder ausführend an der Herstellung der Gebäudehülle beteiligt sind.

Kurzinformation zu dieser Veranstaltung

Datum
10.12.2018 09:00
Ort
Fa. Hausmann OG
Betriebsgebiet Süd, Straße C6
3071 Böheimkirchen
Region
Niederösterreich
Art der Veranstaltung
Aus- und Weiterbildung
Eintritt
EUR 269,00 exkl. MwSt.
Anmeldeinformationen

Weitere Informationen und Anmeldung

Der Workshop verlängert zudem eine bestehende klimaaktiv Kompetenzpartnerschaft (bitte wenden Sie sich dazu direkt an m.smertnig@ecoplus.at).

Organisator

Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ

in Kooperation mit Hausmann OG – Bauphysik

Kontakt

Fa. Hausmann OG