Bundesminister Rupprechter: Engagierte Gemeinden führen die Mobilitätswende an

Anlässlich der Kommunalmesse am Österreichischen Gemeindetag letzte Woche in Salzburg zeichnete Bundesminister Andrä Rupprechter 92 Projektpartner von klimaaktiv mobil aus ganz Österreich aus.

Von Bewusstseinsbildung fürs zu Fuß gehen über Radwege und ÖV-Schnuppertickets bis zur Elektro-Mobilität – in insgesamt 900 klimaaktiv mobil Projekten setzen Städte und Gemeinden zahlreiche Maßnahmen um. So ersparen sie der österreichischen Klimabilanz jährlich 120.000 Tonnen CO2 und 478 GWh Energie pro Jahr. „Die aktuelle Hitze und Trockenheit in Österreich führt uns klar vor Augen, wie wichtig der Klimaschutz ist. Städte und Gemeinden können viel zum Gelingen der Mobilitätswende beitragen und erhalten über klimaaktiv mobil vielfältige Unterstützung von meinem Ressort. Ich lade daher alle ein, die Angebote zu nutzen und mit klimafreundlicher Mobilität in die Zukunft zu investieren“, so Rupprechter.

klimaaktiv mobil liefert Impulse zur Mobilitätswende

Über die Chancen für den kommunalen Klimaschutz durch das Kommunalinvestitionsgesetz sowie sinnvolle Projektideen wurde bei der Kommunalmesse ebenfalls diskutiert. „Die Bandbreite an Vorzeigeprojekten ist groß: Neben dem Land Salzburg selbst, das ein Radverkehrsförderprogramm bis 2025 formuliert hat, haben sich auch die Gemeinden Werfenweng, Großarl und Bergheim durch Initiativen zur klimafreundlichen Verkehrsgestaltung hervorgetan – ein Zeichen dafür, dass erste Erfolge unserer Förderbemühungen Wirkung zeigen“, betont Rupprechter.

Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl, der in seiner Gemeinde Grafenwörth ebenfalls zahlreiche Projekte, wie die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED oder eine Photovoltaik-Anlage auf der Kläranlage, umsetzte, dankte den anwesenden GemeindevertreterInnen für ihren Einsatz und betonte, wie wichtig nun eine noch weitere Verbreitung der Klimaschutzprojekte ist: „Nicht zuletzt das Pariser Klimaabkommen verpflichtet uns, den Klimaschutz noch weiter und schneller voranzutreiben. Die Gemeinden spielen dabei eine wesentliche Rolle. Es ist erfreulich, dass durch ein Projekt wie klimaaktiv zahlreiche Vorzeigebeispiele Jahr für Jahr vor den Vorhang geholt werden. Nun liegt es an der Bundespolitik, diese für eine größere Zahl an Gemeinden zugänglich und umsetzbar zu machen.“

Salzburg setzt international Maßstäbe bei E-Mobilität

Allein für Salzburgs Städte, Gemeinden und Betriebe stellte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) mit dem klimaaktiv mobil Programm rund zehn Millionen Euro an Förderungen bereit. „klimaaktiv mobil ist ein wichtiges, gut aufbereitetes Bundesprogramm. Es freut mich, dass umwelt service salzburg als verlängerter Arm und zusätzlicher Motor vor Ort die klimafreundliche Mobilität für Salzburger Betriebe und Gemeinden vorantreiben kann“, erklärte Sabine Wolfsgruber, Geschäftsführerin vom umwelt service salzburg bei der Auszeichnungsveranstaltung. Erst kürzlich zeigte Salzburg bei der Umsetzung der Mobilitätswende seine ernstzunehmende Rolle als Elektromobilitäts-Pionier. Das nach dreijähriger Entwicklungsarbeit finalisierte E-Mobilitätsprojekt „Solarroute“ für E-Fahrzeuge von derzeit 27 Unternehmen und Gemeinden aus Salzburg ermöglicht FahrzeugbesitzerInnen das kostenlose Laden an der weltweit ersten Solarroute auf 550 Kilometern.

Über klimaaktiv mobil

Mit dem klimaaktiv mobil Programm unterstützt das BMLFUW die Mobilitätswende in Österreichs Städte, Gemeinden und Betriebe mit Förderungen und Beratungen. Mehr als 8.400 klimaaktiv mobil Partner und Projekte sparen pro Jahr 640.000 Tonnen CO2. Mit einer Fördersumme von bisher rund 87,5 Millionen Euro wurden Investitionen von 510 Millionen Euro ausgelöst und rund 6.000 green jobs geschaffen oder gesichert.

 

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Pressestelle
Tel.: (+43 1) 711 00-606963
E-Mail: presse@bmlfuw.gv.at

Veröffentlicht am 03.07.2017