Bundesminister Rupprechter: Vorbildliche klimaaktiv Gebäude und Mobilitätsprojekte

Bundesminister Andrä Rupprechter zeichnete am 21. April in Velden, Kärnten, 17 klimaaktiv mobil Projektpartner für ihre Vorreiterrolle beim Klimaschutz aus. Auch 14 nachhaltige klimaaktiv Gebäude wurden prämiert.

Wien, 24. April 2017. Nachhaltiges Bauen oder Sanieren trägt maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung der Klimaziele bei. Rund 60 Prozent der Gebäude in Österreich sind sanierungsbedürftig. „Mit dem klimaaktiv Gebäudestandard geben wir einen attraktiven Anstoß, verstärkt auf klimafreundliche Bauweisen zu setzen. Ich bin stolz auf die zahlreichen Projekte, die beispielgebend sind für den Standard der Zukunft“, betonte Bundesminister Andrä Rupprechter.

CO2-sparender Verkehr spielt beim Klimaschutz ebenfalls eine Schlüsselrolle. Auch hier geht Kärnten mit gutem Beispiel voran: Schon 500 Betriebe und Gemeinden in Kärnten unterstützen mit klimaaktiv mobil Projekten die Mobilitätswende. „Vom E-Fahrrad über attraktive Busangebote bis zum Elektro-Pkw zeigen Kärntens Betriebe und Gemeinden ganz klar, dass jeder einen aktiven Beitrag zur Mobilitätswende leisten kann“, so Rupprechter.

klimaaktiv Gebäudeauszeichnung in Gold, Silber und Bronze für Kärntner Bauten

Der klimaaktiv Gebäudestandard ist das erfolgreichste neutrale Qualitätszeichen für nachhaltiges Bauen und Sanieren in Österreich. Er dient zur Orientierung für eine klimaschonende Bauweise. Vier Gebäude bekamen die höchste Auszeichnung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) für energieeffizientes Bauen: klimaaktiv Gold gab es etwa für die Wohnanlage Bründlweg in Bleiburg, die Sanierung der Musikschule und des Kindergartens in Velden, sowie der Volksschule Arnoldstein. Drei Gebäude erfüllten die Kriterien für klimaaktiv Silber und sechs für Bronze. Eine klimaaktiv Gebäudeplakette erhalten all jene Gebäude, die neben der Energieeffizienz auch eine hohe Qualität in den Bereichen Planung und Ausführung, Baustoffe und Konstruktion sowie Komfort und Raumluftqualität aufweisen. Denn damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Senkung des Energiebedarfs und zur Verbesserung der Lebensqualität.

Kärntner E-Mobilitätswende

Vom Kurhotel bis zum Elektrotechnikbetrieb – der Einsatz der Betriebe und Gemeinden für mehr klimafreundliche Mobilität ist in Kärnten groß: Über 500 klimaaktiv mobil Projektpartner haben in Kärnten bereits umweltfreundliche Mobilitätsmaßnahmen gesetzt und damit 26.000 Tonnen CO2 eingespart. Die Umsetzung der Maßnahmen wurde bisher mit rund 6 Mio. Euro über das klimaaktiv mobil Förderprogramm unterstützt. Damit ist Kärnten bei der E-Mobilitätswende vorne mit dabei; so war 2016 Hermagor unter den Top-10 Bezirken in Österreich beim Anteil der Elektro-Pkw an den Neuzulassungen. Neuen Schub gibt nun auch das Aktionspaket Elektro-Mobilität von BMVIT, BMLFUW, den Automobil- und Zweiradimporteuren sowie dem Sportfachhandel. Seit 1. April 2017 gibt es auch für Privatpersonen attraktive Förderungen von bis zu 4.000 Euro beim Kauf von Elektro-Fahrzeugen.

Über klimaaktiv

klimaaktiv ist die Klimaschutzinitiative des BMLFUW. Seit 2004 deckt sie mit den Themenschwerpunkten „Bauen & Sanieren“, „Energiesparen“, „Erneuerbare Energie“ und „Mobilität“ alle zentralen Technologiebereiche einer zukunftsfähigen Energienutzung ab. Die Initiative leistet mit der Entwicklung von Qualitätsstandards, der aktiven Beratung und Schulung sowie breit gestreuter Informationsarbeit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. klimaaktiv dient dabei als Plattform für Initiativen von Unternehmen, Ländern und Gemeinden, Organisationen und Privatpersonen.

Der klimaaktiv Gebäudestandard gilt österreichweit als Qualitätszeichen nachhaltiger Gebäude mit besonderem Fokus auf Klimaschutz und Energiesparen. klimaaktiv Gebäude sind zudem so geplant und gebaut, dass sie von Energiepreisentwicklungen weitgehend unabhängig bleiben. Gebäude nach dem klimaaktiv Gebäudestandard erfüllen bereits die ab 2021 geltenden Anforderungen der Direktive 2010/31/EU der Europäische Union, nach der Wohn- und Nichtwohngebäude als Nearly Zero Energy Buildings (NZEB) umgesetzt werden müssen.

Mit dem klimaaktiv mobil Programm unterstützt das BMLFUW Österreichs Städte, Gemeinden und Betriebe mit Förderungen und Beratungsprogrammen bei der Mobilitätswende. Mehr als 8.400 klimaaktiv mobil Partner und Projekte sparen pro Jahr 640.000 Tonnen CO2. Mit einer Fördersumme von bisher rund 87,5 Millionen Euro wurden Investitionen in die Mobilitätswende von 510 Millionen Euro ausgelöst und rund 6.000 green jobs geschaffen oder gesichert.

Bildmaterial finden Sie unter:

LINK zur Auszeichnungsveranstaltung

Weitere Informationen unter folgenden Links:

LINK zur Gebäudedatenbank
LINK zum klimaaktiv Programm Bauen & Sanieren und dem klimaaktiv Kriterienkatalog
LINK klimaaktiv mobil Beratungsprogramme für Betriebe und Gemeinen
LINK Aktionspaket Elektro-Mobilität

Veröffentlicht am 24.04.2017