E-Bike-fahren ist gut für die Gesundheit

Bei einem sitzenden Lebensstil ist jede zusätzliche Bewegung gut für die Gesundheit. E-Bikes können vor allem für UmsteigerInnen von Vorteil sein, wie mehrere wissenschaftlichen Studien nahe legen.

Die größten Gesundheitseffekte durch das Rad entstehen, wenn Menschen, die keinen Sport machen, zumindest ein bisschen Sport machen. Die WHO empfiehlt rund 150 Minuten Bewegung pro Woche mit einer moderaten Intensität. E-Bikes können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Laut einer Studie von Götschi, Garrard, & Giles-Corti, aus dem Jahr 2015 sind die Vorteile von E-Bikes in Bezug auf die volkswirtschaftliche gesundheitliche Bedeutung des Radfahrens, dass Benutzer mit E-Bikes im Schnitt häufiger, für längere Strecken, in steileren Geländen, mit höheren Lasten und auch mit höherem Alter unterwegs sein können. E-Bikes haben daher das Potenzial, den Radverkehr auf Teile der Bevölkerung auszudehnen, für die konventionelles Radfahren nicht oder nicht mehr praktikabel ist.

Die Vorteile, die E-Bikes für ältere Menschen bieten, können indirekt auch von der PASTA Studie abgeleitet werden. PASTA (Physical Activity Through Sustainable Transport Approaches) ist eine von der EU finanzierte Initiative, die gesundheitsfördernde Fortbewegung voranbringen soll, vor allem Zufußgehen und Radfahren.

Die ForscherInnen haben im Rahmen der PASTA Studie 11.000 Freiwillige in sieben europäischen Städten unter anderem dahingehend befragt, welche Verkehrsmittel sie nutzen und wie lange sie täglich unterwegs sind. In der Auswertung wurde auch das Alter der TeilnehmerInnen berücksichtigt. Es zeigte sich, dass vor allem jüngere Menschen das Rad nutzen.

Laut der Studie von Götschi, Garrard, & Giles-Corti, B. wird festgestellt, dass die Vorteile für die Gesundheit im Vergleich zu Unfallrisiken überwiegen.

Um die Unfallrisiken zu minimieren und auch um das subjektive Sicherheitsempfinden beim Radfahren zu erhöhen wird die Verringerung des motorisierten Verkehrsaufkommens und der Geschwindigkeit sowie die Trennung von Radfahrenden vom Verkehr durch Infrastruktur oder Fahrradrouten auf weniger frequentierten Straßen empfohlen.

Veröffentlicht am 06.11.2020