Ausbau des Radwegnetzes in Salzburg

Die Stadt Salzburg verfolgt ambitionierte Ziele beim Radverkehr: Durch den Ausbau neuer Radrouten und der Verbesserung bestehender bis 2025 will man den Anteil des Radverkehrs von 20 auf 24 Prozent des Verkehrsaufkommens erhöhen.

Die Stadt Salzburg kündigte den Ausbau des Radnetzes durch 14 Radialrouten, sowie drei Ringrouten an. Geplant ist, die möglichst abseits des motorisierten Individualverkehrs verlaufen, im Zuge von 150 Einzelmaßnahmen auszubauen. Falls hierfür der Platz nicht ausreicht, ist eine bauliche Trennung vorgesehen.

Wo dies nicht möglich ist, sollen zumindest verbreiterte Mehrzweckstreifen markiert werden. Mit diesen Maßnahmen soll das vom Gemeinderat einstimmig vorgegebene Ziel der Erhöhung des Anteils der Radfahrenden am Gesamtverkehrsaufkommen von 20 auf 24 Prozent erreicht werden.

Ausbau für den Alltagsradverkehr

Durch den Ausbau der Radialrouten soll vor allem PendlerInnen aus den Umlandgemeinden der Umstieg auf das Fahrrad erleichtert werden. Entlang der bereits bestehenden Hauptradrouten an der Salzach, die mit täglich knapp 18.000 Radfahrenden bereits an seine Grenzen stoßen, setzt man auf die Verbreiterung von Unterführungen. Parallel dazu ist ein „Uni-Highway“ geplant, welcher von Anif ausgehend so gut wie alle Uni-Standorte bis zur Science City Itzling verbindet. Weitere Maßnahmen, wie etwa ein Radabstellkonzept, sowie die Asphaltierung des Schotterweges, welcher Richtung Flughafen führt, sind noch in Diskussion.

Beschlussfassung noch ausständig

Die Finanzierung soll mit den in der Radfahrstrategie beschlossenen zwei Millionen Euro jährlich erfolgen, für Großprojekte wie etwa die Verbreiterung von Unterführungen bedarf es jedoch Sonderfinanzierungen.

Wenngleich sich der Planungsausschuss des Gemeinderates noch vor der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am 10. März 2019 mit dem Amtsbericht zum „Radhauptnetz“ befassen wird, ist ein Beschluss erst nach der Wahl vorgesehen.

Veröffentlicht am 11.03.2019