Fahr-Rad: Mobilität in Zeiten von Corona

Der Fahrplan steht: Geschäfte und Schulen sollen langsam geöffnet werden und immer mehr Menschen kehren zu ihren Arbeitsplätzen zurück. Doch wie können Wege in Zeiten von Corona am besten zurückgelegt werden, ohne andere und sich selbst einem vermeidbaren Risiko auszusetzen? Das Fahrrad gilt als ideale Lösung, um sich sicher und effizient fortzubewegen.

Abstand halten ist einer der wichtigsten Maßnahmen um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Laut österreichischer Bundesregierung muss daher mindestens ein Abstand von einem Meter eingehalten werden, um das Risiko einer Übertragung des Virus zu minimieren. Aber wie funktioniert „Social Distancing“ im Verkehr? Der Platz in öffentlichen Verkehrsmitteln ist knapp, das Auto keine Alternative, um sich rasch und effizient in Städten fortzubewegen und auch manche Gehsteige erlauben es nicht, den Sicherheitsabstand von einem Meter einzuhalten.  

In mehreren Landeshauptstädten wird daher intensiv darüber diskutiert, Straßenzüge für Fußgänger und Radfahrer zu öffnen. In Wien wurde diese Maßnahme bereits umgesetzt. Im Stadtzentrum von Brüssel soll ab Mai großflächig Tempo 20 eingeführt werden.

Angesichts dieser Entwicklungen wird offensichtlich, welche Vorteile das Radfahren bringt:

  • Beim Radfahren wird automatisch der notwendige Sicherheitsabstand von einem Meter eingehalten. Dadurch wird das Ansteckungsrisiko minimiert.
  • Auf dem eigenen Fahrrad werden nur wenige Oberflächen berührt. Das eigene Ansteckungsrisiko und das anderer Menschen wird dadurch stark reduziert.
  • Jede Person, die ein Fahrrad benützt, entlastet die öffentlichen Verkehrsmittel. Weniger Personen in den Öffis gewährleisten wiederrum, dass der notwendige Sicherheitsabstand besser eingehalten werden kann.
  • Bewegung beim Radfahren hat bei vielen Menschen einen positiven Effekt auf die Psyche und die mentale Gesundheit. Besonders in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und der einhergehenden sozialen Isolation, ist Bewegung im Freien eine wohltuende und gesundheitsförderliche Abwechslung.
  • Für Menschen mit gesundheitlichen Vorbelastungen kann das E-Bike eine gute und sichere Alternative sein, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

Aber auch beim Radfahren gibt es wichtige Regeln, an die man sich in Zeiten von Corona halten sollte: So wird empfohlen, auf mehrstündige Einzelfahrten zu verzichten, um das Unfallrisiko zu mindern. Außerdem kann eine körperliche Überbeanspruchung zu negativen Auswirkungen auf das Immunsystem führen.

Gruppenbildungen sowie die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel, um zu schönen Strecken und Ausfahrtszielen zu kommen, sollten ebenfalls unterlassen werden. Auch wird empfohlen, die Hände nach dem Radfahren zuhause oder am Arbeitsplatz zu desinfizieren, vor allem wenn vermehrt Ampelknöpfe betätigt wurden.

Veröffentlicht am 24.04.2020