Ab 2020: Vorsteuerabzug für E-Fahrräder möglich

Um für Betriebe den Anreiz zu erhöhen Mitarbeitern Elektrofahrräder anzubieten, wird für Firmen die Möglichkeit geschaffen, für den Kauf die Vorsteuer abzuziehen. Bisher war das nur für E-Pkw möglich.

Vor kurzem wurden die Eckpunkte der Steuerreform, welche ab 01.01.2020 in Kraft tritt, präsentiert. Darin enthalten war auch ein wichtiger Punkt für die Behandlung von Elektrofahrrädern. Um für Betriebe den Anreiz zu erhöhen, Mitarbeitern vermehrt Elektrofahrräder anzubieten, soll auch für diese die Möglichkeit des Vorsteuerabzuges bei unternehmerischer Tätigkeit geschaffen werden. Damit werden Elektrofahrräder bei der steuerlichen Behandlung mit den Elektro-PKW gleichgestellt.

Die Möglichkeit, den MitarbeiterInnen für den täglichen Arbeitsweg ein (Elektro-)Rad zur Verfügung zu stellen, wird von immer mehr Unternehmen in Österreich genutzt. Das Unternehmen stellt dazu interessierten MitarbeiterInnen zu attraktiven Bedingungen ein alltagstaugliches „Dienstfahrrad“ zur Verfügung, das sowohl dienstlich als auch privat genutzt werden kann. Im Gegenzug verpflichtet sich der/die MitarbeiterIn, das Fahrrad nach Möglichkeit oft auch für den Weg zur Arbeit und für dienstliche Wege einzusetzen.

Alle Informationen dazu finden Sie auf der Homepage www.jobrad.at

Einschätzungen zufolge soll sich der Anteil der Dienst E-Fahrräder an den insgesamt verkauften Elektro-Fahrrädern in Österreich von 3% auf rund 6%-10% erhöhen. In Kombination mit dem wachsenden E-Bike Markt wird jährlich mit bis zu 32.000 zusätzlichen Dienst-E-Bikes gerechnet, welche eine CO2 Reduktion von bis zu 13.000 Tonnen/Jahr und einen volkswirtschaftlichen Gesundheitsnutzen von bis zu 12 Mio. Euro pro Jahr bringen sollen.

Beim Betrieb schlägt sich der Gesundheitsnutzen mit rund 130 Euro/Jahr pro Rad fahrenden MitarbeiterIn nieder (siehe www.radrechner.at).

Veröffentlicht am 13.05.2019