Radverkehr in der EU schafft großen Nutzen

Der wirtschaftliche Nutzen des Radfahrens in den 28 EU-Mitgliedstaaten wurde im neuen Bericht  "EU Cycling Economy" der European Cyclists 'Federation (ECF) veröffentlicht und am 6. Dezember im Rahmen der Veranstaltung "The Cycling Economy - Measure was you" in Brüssel präsentiert.

Dieser Bericht basiert auf den ersten Bericht, der 2013 veröffentlicht und nun mit den neuesten verfügbaren Daten aktualisiert wurde. In einigen Bereichen wurden die Berechnungsmethoden verfeinert und weitere Bereiche systematisch hinzugefügt. Der Gesamtnutzen in der Höhe von 513,19 Mrd. EUR setzt sich zusammen aus Berechnungen konkreter Nachweise (239,99 Mrd. EUR pro Jahr) sowie Berechnung auf Grundlage der besten verfügbaren Daten (90,7 Mrd. EUR pro Jahr) und auf Grundlage der besten verfügbaren Indikationen (182,5 Mrd. EUR pro Jahr).

Der Bericht zeigt deutlich, dass die Vorteile des Radverkehrs viel weiter reichen, als die offensichtlichen naheliegenden Bereiche wie Umwelt, Verkehr und Gesundheit. Außerdem wird deutlich, wie wichtig eine aktive Verkehrspolitik zugunsten des Radfahrens auf Europäischer Ebene ist: Um den Nutzen zu erreichen, gibt es die EU-Radverkehrsstrategie, die verschiedenen Politikfelder integriert. Besonders profitieren davon  jene Mitgliedstaaten, in denen der Radverkehrsanteil bis jetzt eher gering ist.

Um die Vorteile noch genauer quantifizieren zu können, ist noch mehr qualitative und quantitative Forschung notwendig. Ziel des Berichts ist es daher auch, weitere Forschungsarbeiten zu diesem Thema zu fördern – nicht zuletzt als Argumentationsbasis auf EU-politischer Ebene.

Veröffentlicht am 08.02.2017