Danube Cycle Plans

Im Rahmen des transnationalen Projektes Danube Cycle Plans sollen nationale Radverkehrsstrategien in den Ländern des Donauraumes erstellt bzw. auch überarbeitet werden und gezielte Radverkehrsmaßnahmen pilothaft durchgeführt werden.

In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung des Radverkehrs für eine umweltfreundlichere Abwicklung des Verkehrs stark zugenommen. Diese wurde von den unterschiedlichen politischen Ebenen bereits als bedeutsam erkannt. In Österreich wurde im Jahr 2015 der Masterplan Radfahren erstellt, in weiterer Folge wurde auf Initiative des BMK (vormals BMNT) im Rahmen der „Partnerschaft Radfahren“ von THE PEP (Transport-Health-Environment PanEuropean Programme) der Paneuropäische Masterplan zur Förderung des Radverkehrs erstellt. Dieser empfiehlt die Erstellung von Nationalen Radverkehrsstrategien als wesentliche Basis für das Vorantreiben des Themas Radfahren in den einzelnen Ländern.

Nationale Radverkehrsstrategien sind in den paneuropäischen Ländern in unterschiedlichem Ausmaß bzw. gar nicht vorhanden. Im Rahmen des transnationalen Projektes Danube Cycle Plans soll diese Lücke geschlossen werden und nationale Radverkehrsstrategien in den Ländern des Donauraumes erstellt bzw. auch überarbeitet werden und gezielte Radverkehrsmaßnahmen pilothaft durchgeführt werden. Zentral hierfür ist der Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zwischen den Ländern und die Einbeziehung der relevanten Stakeholder. Des Weiteren sollen im Rahmen des Projektes die Grundlagen für den Ausbau eines TEC – Trans-European-Cycling Networks durch koordinierte Festlegungen der wesentlichen Routen in den einzelnen Ländern geschaffen werden.

Chance für Österreich

Für Österreich bietet das Projekt die Möglichkeit, im internationalen Austausch den Masterplan Radfahren zu erneuern und weiter zu entwickeln sowie Festlegungen für den TEC in Österreich mit den Nachbarstaaten zu koordinieren und einen Investitionsplan zu erstellen sowie Maßnahmen zur Forcierung des Radverkehrs wie z.B. Öffentlichkeitsarbeit zu fördern und voranzutreiben.

Projektdetails

Das Projekt wurde im Rahmen des transnationalen EU-Förderprogramms INTERREG DANUBE TRANSNATIONAL in der Priorität 3.1 im Rahmen des 3. Call genehmigt. Das Projekt startete mit 1. Juli 2020, die Projektlaufzeit beträgt 2,5 Jahre. Das Umweltbundesamt übernimmt hierbei die Rolle des Lead Partners. Insgesamt umfasst das Projekt eine Partnerschaft von 9 Partnern aus 9 Ländern des Programmraumes von DANUBE TRANSNATIONAL (Bulgarien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn) sowie 23 Assoziierter Partner. Das Projektbudget beträgt rund 1,7 Mio. Euro.

Das BMK hat das Projekt initiiert und ist kofinanzierende Stelle für das Umweltbundesamt.

Veröffentlicht am 11.11.2020