Zwischenbilanz Fußverkehrsförderung in Städten und Gemeinden

Mit dem Start der Förderschiene Fußverkehr im April 2021, die äußerst lukrative Fördermittel von bis zu 50% der Investitionskosten in Aussicht stellt, haben Gemeinden und Städte begonnen, Fußverkehrskonzepte zu entwickeln. Nach gut einem Jahr Vorlaufzeit und der Neuauflage des klimaaktiv mobil Förderprogramms mit dem Schwerpunkt "Aktive Mobilität" wurden aktuell vier örtliche Fußverkehrskonzepte und fünf Masterpläne zum Thema Gehen eingereicht.

Förderschiene Fußverkehr in Kürze

Im Zuge der neuen Förderschiene Fußverkehr ist es nun explizit möglich, Investitionen in Fußverkehrsinfrastruktur und der fußverkehrsfreundlichen Gestaltung von Städten und Gemeinden fördern zu lassen. Im Fokus stehen dabei bauliche Maßnahmen für die Mobilität zu Fuß, umwelt- und bewegungsgerechte Raum- und Siedlungsentwicklung, Bewusstseinsbildung über den Nutzen der Aktiven Mobilität sowie Planungs- und Beratungsleistungen. Dabei können bis zu 50% der Investitionskosten über die Bundesförderung von klimaaktiv mobil abgeholt werden.

Ziel ist es, ein flächendeckendes Gehwegenetz im Siedlungsgebiet zu schaffen, dass die Vermeidung von Umwegen, eine höhere Durchlässigkeit und kurze Wege, basierend auf der nationalen Strategie des Masterplans Gehen und dem Nationalen Energie- und Klimaplan, garantieren soll.

Fußverkehrsprojekte und der aktuelle Einreichzwischenstand

Eine abgestimmte Planung auf das gesamte Projektgebiet und ein sorgfältig ausgearbeitetes SOLL-Fußwegenetz mit konkreten umsetzbaren Maßnahmen ist von besonderer Bedeutung und braucht seine Zeit. Der Umfang der ausgearbeiteten und geplanten Maßnahmen reicht hierbei von einer "Handvoll" bis hin zu 40, 50, oder sogar 60 definierten Maßnahmen. Folgende Bundesländer haben mittlerweile einen im Gemeinderat beschlossenen Masterplan Gehen bzw. ein örtliches Fußverkehrskonzept eingereicht:

Die Maßnahmen sind so vielfältig wie die Projekte selbst. So sollen zukünftig neben Fußgängerzonen, Begegnungszonen und Wohnstraßen auch Querungshilfen und Gehsteigverbreiterungen umgesetzt werden. Städte und Gemeinden passen ihre Maßnahmen entsprechend ihrer vorhandenen Fußverkehrsinfrastruktur und dem IST-Zustand des derzeitigen Wegenetzes an den angeführten Planungshorizont an. In weiterer Folge werden ganze Plätze zu fußverkehrsfreundlichen Knotenpunkten neugestaltet und umgebaut, um schlussendlich den Fußverkehrsanteil des täglichen Mobilitätsaufkommens deutlich zu steigern.

Weitere Projekte in Vorbereitung

Neben den schon genannten Städten und Gemeinden, wird bereits an weiteren Fußverkehrskonzepten und Masterplänen gearbeitet. Die Stadt Krems in Niederösterreich befindet sich gerade in der Endphase ihrer Planungsarbeiten für den Masterplan Gehen, während man sich in St. Pölten mit einem umfangreichen Masterplan Aktive Mobilität beschäftigt. Der Masterplan Gehen in Salzburg wird aktuell überarbeitet und an die aktuellen Förderrichtlinien angepasst und ergänzt.

Für Fragen zum Fußverkehr und zur Erstellung eines örtlichen Fußverkehrskonzeptes | Masterplan Gehen, steht Ihnen kostenlos das klimaaktiv mobil Beratungsteam für Regionen, Städte und Gemeinden gerne zur Verfügung.

Machen Sie ihre Gemeinde klimafit und holen Sie sich Fördermittel von klimaaktiv mobil für Ihr nächstes Projekt. Einreichungen sind online noch bis 28.02.2023 um 12:00 hier möglich.

Veröffentlicht am 07.07.2022

Kontakt

klimaaktiv mobil – Innovative klimafreundliche Mobilität für Regionen, Städte und Gemeinden komobile - Herry Consult
Helmut Koch, Raphael Glück, Daniela Hirländer
t: +43 (0)7612 70 911
h: +43 (0)660 852 36 08

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