klimaaktiv mobil - Radschnellverbindungen

Seit 1. Juli können Gemeinden und Länder Radschnellverbindungen zur Förderung einreichen.

Radschnellverbindungen sind durchgängige und sichere Routen zwischen Quell- und Zielbereichen, welche hohe Reisegeschwindigkeiten und ein sicheres und attraktives Befahren ermöglichen.

Gefördert werden:

  • Radwege (selbstständig geführter Radweg, straßenbegleitender Radweg, Radfahrstreifen, Fahrradstraße) als Radschnellverbindung, welche selbstständig, also getrennt von KFZ- und vom Fußgängerverkehr zu führen ist.
  • Radabstellanlagen in Kombination mit den Radwegen
  • Beschilderung, Wegweisung, Leiteinrichtungen, Bodenmarkierungen auch auf Sammelrouten
  • Dauerzählstellen
  • Bewusstseinsbildende Maßnahmen (gilt nicht bei ELER-kofinanzierten Projekten)

Für eine Förderung muss die Radschnellverbindung folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Die Radschnellverbindung muss mindestens 5 Kilometer lang, und in den Planungsdokumenten des Bundeslandes festgelegt, sein
  • Wirkungsabschätzung mit einem Potential von mindestens 2.000 Radfahrenden pro 24h
  • Direkte, weitgehend Umweg- und steigungsfreie Linienführung
  • Niveaufrei mit dem KFZ-Verkehr bzw. Bevorrangung an niveaugleichen Kreuzungen
  • Verkehrsraumbreite muss bei einem Zweirichtungsradweg ≥ 4,0 m, bei einem Einrichtungsradweg ≥ 2,0 m je Fahrtrichtung, aufweisen
  • Sichere Befahrbarkeit auch bei hohen Geschwindigkeiten (Projektierungsgeschwindigkeit 30 km/h)
  • Zulässig sind Kurvenradien von mindestens 20 Meter, in Kreuzungsbereichen (Projektierungsgeschwindigkeit 20km/h) können diese auf 8 Meter reduziert werden
  • Steigung max. 6%
  • Schutzstreifen zur KFZ-Fahrbahn bei straßenbegleitendem Radweg; Parkstreifen sind neben dem Radfahrstreifen bei Radschnellverbindungen nicht zulässig
  • Hohe Belagsqualität (Asphalt oder Beton)
  • Markierung von Randlinien
  • Begleitender Gehweg mit taktiler oder baulicher Trennung

Höhe der Förderung

Die Förderhöhe ist abhängig von der erzielten Emissionseinsparung. Bei nicht wettbewerbsrelevanten Vorhaben liegt der Fördersatz bei 40% der förderfähigen Kosten. Zuschläge von max. 10% sind durch folgende Punkte möglich:

  • 5% bei der Kombination von mehreren (mindestens 2) Maßnahmen
  • 5% bei gleichzeitiger Umsetzung bewusstseinsbildender Maßnahmen
  • 5% bei Einbeziehung weiterer Akteure

Der maximale Fördersatz liegt bei 1.800 Euro für jede jährlich eingesparte Tonne CO2 und weiteren 6 Euro/jährlich verlagerte PKW-Kilometer.

 

Kontakte für weitere Information & Details:

klimaaktiv mobil Programm „Innovative klimafreundliche Mobilität für Regionen, Städte und Gemeinden“
komobile Gmunden GmbH, DIin Anna König, Daniela Hirländer MSc
Mail: mobilitaetsmanagement@komobile.at, Tel.: +43 7612 70911

Veröffentlicht am 10.07.2020