Förderung klimaaktiv mobil - Radschnellverbindungen

Für den weiteren Ausbau und Schwerpunkt der Aktiven Mobilität können Regionen, Städte und Gemeinden wieder Radschnellverbindungen zur Förderung einreichen. Diese stellen für den Radverkehr bestimmte Routen dar, welche für größere Entfernungen wichtige Quell- und Zielbereiche verbinden und durchgängig ein sicheres und attraktives Befahren mit hohen Reisegeschwindigkeiten ermöglichen soll.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Investitionen in Radinfrastruktur, welche als Radschnellverbindung (mind. 5km lang) in Planungsdokumenten des Bundeslandes festgelegt ist und deren Wirkungsabschätzung ein Potenzial von mind. 2.000 Radfahrenden pro 24h aufweist. Die Förderungsfähigen Kosten setzen sich aus den Kosten für die Anlage sowie für Planung und Montage zusammen.

Zu den Radwegen als Radschnellverbindung (selbstständig geführter Radweg, straßenbegleitender Radweg, Radfahrstreifen, Fahrradstraße), die getrennt von KFZ- und Fußgängerverkehr sind, sind in Kombination mit Radwegen folgende Leistungen förderbar:

  • Radabstellanlagen
  • Beschilderung, Wegweisung, Leiteinrichtungen, Bodenmarkierungen auch auf Sammelrouten
  • Dauerzählstellen (Daten öffentlich zugänglich auf www.data.gv.at eintragen)
  • Bewusstseinsbildende Maßnahmen für Aktive Mobilität
  • Beleuchtung (Ausführung mit warmen Licht, LED, "Full-Cut-Off-Leuchten", Leuchtpunkthöhe < 2 Meter, dichtes Leuchtengehäuse mit Bewegungsmelder empfohlen)
  • Baumbepflanzung entlang von Radinfrastruktur, wenn diese der Attraktivierung des Infrastruktur, insbesondere der Beschattung, dient

Eigenschaften einer Radschnellverbindung:

  • Die Radschnellverbindung muss insgesamt mindestens 5 Kilometer lang sein und in den Planungsdokumenten des Bundeslandes festgelegt sein
  • Wirkungsabschätzung mit einem Potential von mindestens 2.000 Radfahrenden pro 24h
  • Direkte, weitgehend umweg- und steigungsfreie Linienführung
  • Niveaufrei mit dem KFZ-Verkehr bzw. Bevorrangung an niveaugleichen Kreuzungen
  • Verkehrsraumbreite muss bei einem Zweirichtungsradweg ≥ 4,0 m, bei einem Einrichtungsradweg ≥ 2,0 m je Fahrtrichtung, aufweisen.
  • Sichere Befahrbarkeit auch bei hohen Geschwindigkeiten (Projektierungsgeschwindigkeit 30 km/h)
  • Zulässig sind Kurvenradien von mindestens 20 Meter, in Kreuzungsbereichen (Projektierungsgeschwindigkeit 20 km/h) können diese auf 8 Meter reduziert werden.
  • Steigung max. 6%
  • Schutzstreifen zur KFZ-Fahrbahn bei straßenbegleitendem Radweg; Parkstreifen sind neben dem Radfahrstreifen bei Radschnellverbindungen nicht zulässig.
  • Hohe Belagsqualität (Asphalt oder Beton)
  • Markierung von Randlinien
  • Begleitender Gehweg mit taktiler oder baulicher Trennung

Förderhöhe

Der Basisfördersatz liegt bei 40% der förderfähigen Investitionsmehrkosten (20% bei wettbewerbsübergreifenden Vorhaben). Zuschlagsmöglichkeiten von max. 10% sind durch folgende Punkte möglich:

  • 5% bei der Kombination von mehreren (mindestens 2) Maßnahmen
  • 5% bei der Umsetzung von bewusstseinsbildenden Maßnahmen von mind. 1€/EW (im Projektgebiet)
  • 5% bei Einbeziehung weiterer Akteure

Die maximale Förderung ist mit 50% der förderfähigen Kosten bzw. mit 100€/EW (bezogen auf das angeführte Planungsgebiet) begrenzt.

Immaterielle Leistungen wie z.B. Planungs- und Beratungsleistungen (Digitalisierungsarbeit für GIP), Verkehrs- und Mobilitätsmanagementkonzepte sowie Studien und Gutachten sind mit 10% der baulichen Leistungen begrenzt.

Was sind Voraussetzungen für die Förderung?

  • Die Antragstellung erfolgt online und VOR Umsetzung der Maßnahmen, d.h. bevor das Projekt/Investitionen unumkehrbar wird
  • Einreichen können öffentliche Gebietskörperschaften, wobei die Einbeziehung von weiteren Akteuren erwünscht ist und sich positiv auf die Förderhöhe auswirken kann
  • Die klimaaktiv mobil Bundesförderung ist mit Landesförderungen kombinierbar
  • Eigenmittelanteil von 15%
  • Eintragung der Radwege in die Graphenintegrationsplattform (gip.gv.at)
  • Mobilitäts-/Verkehrskonzept gemäß RVS 02.01.11 Grundlagen der Verkehrsplanung inkl.
    • der zur Förderung beantragten Maßnahmen
    • Begleitmaßnahmenkonzept zur Vermeidung und Verlagerung von MIV auf den Radverkehr (z.B.: Parkraummanagementkonzept, raum- und verkehrsplanerische Maßnahmen, Verkehrsorganisation) für den Einzugsbereich der Radschnellverbindung
    • Maßnahmen zur Flächenreduktion des MIV (inkl. Verkehrsflächenbilanz)
    • Konzept zur mittelfristigen Evaluierung (mind. eine Dauerzählställe)
    • Berechnung des Umwelteffektes (bekommen Sie von uns)
  • Einreichungen sind in Abhängigkeit des zur Verfügung stehenden Budgets bis spätestens 28.02.2023 (12 Uhr) unter dem unten angeführten Link möglich

Detailinformationen zur klimaaktiv mobil Förderung von Radschnellverbindungen finden Sie im Leitfaden auf Seite 21-24.

Veröffentlicht am 14.04.2022

Kontakt

klimaaktiv mobil – Innovative klimafreundliche Mobilität für Regionen, Städte und Gemeinden komobile - Herry Consult
Helmut Koch, Raphael Glück, Daniela Hirländer
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