Förderung klimaaktiv mobil - Fußverkehr

Für eine weitere Stärkung der Aktiven Mobilität werden Infrastrukturmaßnahmen für eine fußverkehrsfreundliche Gestaltung von Regionen, Städten und Gemeinden gefördert. Im Fokus stehen dabei bauliche, raum- und siedlungsplanerische sowie bewusstseinsbildende Aktivitäten. Voraussetzung ist die Erstellung eines lokalen Masterplans Gehen bzw. eines örtlichen Fußverkehrskonzeptes, das ein zusammenhängendes, flächendeckendes Gehwegenetz im Siedlungsgebiet bilden soll.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Investitionen zur Aufwertung der Fußverkehrsinfrastruktur, im Sinne der Umsetzung des Masterplans Gehen des BMK und dem Nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP). Dazu zählen: 

  • eine fußverkehrsfreundliche Stadtgestaltung 
  • die Vermeidung von Umwegen 
  • eine Erhöhung der Durchlässigkeit
  • die Förderung der kurzen Wege

Förderhöhe

Der Basisfördersatz beträgt 20% bei der Umsetzung von mindestens drei "baulichen Maßnahmen". Zuschlagsmöglichkeiten von max. 30% sind durch folgende Punkte möglich: 

  • 15% bei zusätzlich 2-4 "bauliche Maßnahmen"
  • 10% bei zusätzlich mind. 3 Maßnahmen aus dem Bereich "Raum und Siedlungsplanung
  • 10% bei zusätzlicher Erstellung eines SUMP (Sustainable Urban Mobility Plan) 
  • 5% bei zusätzlichen Maßnahmen aus dem Bereich "Informations- und Leitsysteme und Bewusstseinsbildung" von mind. 1€ pro Einwohner:in (im Projektgebiet) 
  • 5% bei zusätzlicher Einbeziehung weiterer Akteure 

Die maximale Förderung beträgt 50% der förderfähigen Kosten bzw. ist mit maximal 100€/EW (bezogen auf die angeführte Planungseinheit) begrenzt.

Immaterielle Leistungen wie z.B. Planungen oder die Konzepterstellung des Masterplans Gehen oder des örtlichen Fußverkehrskonzeptes sind mit 10% der Investitionskosten begrenzt.

Was sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Förderung?

Für Landeshauptstädte und Städte mit mehr als 15.000 EW ist die Erstellung eines lokalen Masterplans Gehen verpflichtend, für alle anderen Gemeinden reicht ein örtliches Fußverkehrskonzept.

  • Dadurch soll ein kurz- bis langfristiges Gehwegenetz in Siedlungsgebieten für ein zusammenhängendes, engmaschiges, umwegminimierendes und flächendeckendes Gehwegenetz sichergestellt werden
  • Darin müssen sich die zur Förderung beantragten Maßnahmen wiederfinden.
  • Der Masterplan Gehen bzw. das örtliche Fußverkehrskonzept muss zudem im Gemeinderat angenommen werden
  • Die Antragstellung erfolgt online und VOR Umsetzung der Maßnahmen, d.h. bevor das Projekt/Investitionen unumkehrbar wird
  • Einreichen können öffentliche Gebietskörperschaften, wobei die Einbeziehung von weiteren Akteuren erwünscht ist und sich positiv auf die Förderhöhe auswirken kann
  • Die klimaaktiv mobil Bundesförderung ist mit Landesförderungen kombinierbar
  • Gebietskörperschaften müssen nachweisen können, dass 25% der Investitionskosten für die förderungsfähigen Maßnahmen selbst getragen werden.
  • Einreichungen sind in Abhängigkeit des zur Verfügung stehenden Budgets bis spätestens 28.02.2023 (12 Uhr) unter dem unten angeführten Link möglich

Detailinformationen zur klimaaktiv mobil Förderung des Fußverkehrs finden Sie im Leitfaden auf Seite 10-14.

Veröffentlicht am 14.04.2022

Kontakt

klimaaktiv mobil – Innovative klimafreundliche Mobilität für Regionen, Städte und Gemeinden komobile - Herry Consult
Helmut Koch, Raphael Glück, Daniela Hirländer
t: +43 (0)7612 70 911
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