Neue Radverkehrsstrategie für Vorarlberg

Ob radfreundliche Ortsgestaltungen, der Ausbau von Radschnellverbindungen, Vorrang für Rad und Öffentlichen Verkehr oder Leihradangeboten - die neue Radstrategie steht für ein gemeinsames Ziel: Mehr Radverkehr als Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in den Dörfern und Städten Vorarlbergs.

Aufbauend auf den Maßnahmen aus der Strategie "Frischer Wind" löst die neue Radverkehrsstrategie für Vorarlberg eine richtige Kettenreaktion aus.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Beteiligter aus allen Themenbereichen wurden über 100 verschiedene Maßnahmen definiert, die zukünftig den Weg frei für mehr Radverkehr machen sollen.

Die neue Strategie setzt auf drei Bereiche des Radverkehrsnetzes:

Neu sind Radschnellverbindungen, die die regionale Durchleitung zwischen den wesentlichen Zentren sicherstellen. Radschnellverbindungen bieten mehr Platz für Radelnde als andere Radrouten, die Verbindungen sind durchgehend bevorrangt, im Mischverkehr werden sie in Tempo 30 Zonen und Fahrradstraßen geführt. Ca. 200 km des etwa 850 km umfassenden Vorarlberger Landesradroutennetzes sollen zu Radschnellverbindungen entwickelt werden.

Das Grundnetz der Landesradrouten verbindet Zentren und wesentliche Ziele und fungiert als „Rückgrat“ des Netzes. Auf dem bestehenden Netz werden zukünftig Schlüsselprojekte definiert, die im ganzen Land mit besonders hoher Priorität vorangetrieben werden.

Dritter Fokus der Infrastrukturplanung ist das kommunale Straßen- und Wegenetz, das möglichst flächendeckend radfreundlich und tempoberuhigt gestaltet werden soll.

 

Geplant ist auch die verstärkte Kooperation in den Gemeinden zur Verbesserung der Abstellsituation an Arbeitsplätzen, Supermärkten oder Wohnbauten. Die „Ketten-Reaktion“ baut stark auf die Kombination von Rad und ÖV. Um das zu gewährleisten, sind mehrere Maßnahmen vorgesehen: Haltestellen sollen bestens an das Landesradroutennetz angeschlossen sein. An Bahnhöfen werden zukünftig die Abstellmöglichkeiten, sowohl in der Anzahl als auch in der Qualität der Anlagen, ausgebaut.

Insgesamt enthält die Radverkehrsstrategie 124 Maßnahmen in 17 Kapiteln, die bis 2027 umgesetzt werden sollen. Neben den genannten Themen geht es dabei auch um Bereiche wie Verkehrssicherheit, Beschilderung, NutzerInneneinbindung oder Mobilitätsbildung. Die neue Strategie ist eingebettet in die Energieautonomiepläne Vorarlbergs, die Elektromobilitätsstrategie und das Gesamtverkehrskonzept des Landes.

Veröffentlicht am 05.02.2018